Kinder und Jugendliche, welche die ordentlichen Lehrgänge der Volksschule nicht besuchen können, werden in Sonderschulen gefördert und betreut.
Eine solche Schule ist die Heilpädagogische Sonderschule Bern. Sie ist eine Ganztagesschule für IV-berechtigte Kinder und Jugendliche im Kindergartenalter bis zum 17. Altersjahr aus der Region Bern. Die Kinder werden, wenn nötig, im Schulbus in die Schule gefahren. Die Erziehungsberechtigten können sich vorgängig bei der Schulleitung zu einem Informationsgespräch anmelden und den Schulbetrieb besuchen.
Eine Einweisung erfolgt meistens in Zusammenarbeit der Erziehungsberechtigten mit der Schulleitung, ergänzt durch die Beratung einer Fachinstanz (schulärztlicher Dienst, Erziehungsberatungsstelle, Fachärztin oder Facharzt, Inselspital). In einer Kindergartenklasse und in 4 Schulklassen werden die Kinder und Jugendlichen entsprechend ihren Möglichkeiten von Heilpädagoginnen und -pädagogen in den Kulturtechniken Lesen, Schreiben, Rechnen und Informatik geschult. Der Erlebnisunterricht, die musische Ausbildung, das Gestalten mit den Händen, Tätigkeiten in der Hauswirtschaft sowie das soziale Leben in der Schulgemeinschaft nehmen in der Heilpädagogischen Schule einen besonderen Stellenwert ein. Ziel ist, die Kinder und Jugendlichen in möglichst grosser Selbständigkeit in die Gesellschaft zu integrieren.
Die Schule bietet zusätzliche Förderungen und Therapien in Logopädie und Psychomotorik an.
Nach Absprache mit den Eltern und gründlichen Abklärungen durch die Erziehungsberatungsstelle oder den Schulärztlichen Dienst können einzelne Kinder den Unterricht ganz oder teilweise in einer Regelklasse der Volksschule besuchen. Diese Kinder sowie die Lehrpersonen der Regelklasse werden durch Fachleute der Heilpädagogischen Sonderschule systematisch beraten und begleitet. Diese integrative Förderung bedarf der Zustimmung der Kantonalen Gesundheits- und Fürsorgedirektion.
Die Schulleitung wird von einer Fachkommission begleitet, in der folgende Bereiche von Fachleuten vertreten sind: Heilpädagogik, Erziehungsberatung, Medizin, Schulärztlicher Dienst, Schulverwaltung. Die Erziehungsberechtigten der Kinder sind in der Fachkommission ebenfalls vertreten.