Bei grossen Unglücksfällen, Schadenereignissen oder gar Katastrophen ist immer ein zentrales Problem zu lösen: Schäden, deren Ausmass erheblich über das Normalmass hinausgehen, sind zu bewältigen und es müssen möglichst rasch wieder geordnete Verhältnisse hergestellt werden. Den betroffenen Menschen muss einerseits ohne Zeitverzug und qualifiziert geholfen werden und andererseits sind sie vor weiteren negativen Auswirkungen des Ereignisses zu schützen.
Organisation aufbauen
Diese Anforderungen zwingen die Organisationen der Exekutive der Stadt Bern auf allen Stufen für den „Fall der Fälle“ umfassende Vorbereitungen zu treffen. Liegt eine Katastrophe oder eine Notlage vor, so werden die Alltagsstrukturen verlassen und eine Grossereignis- oder sogar eine Katastrophenorganisation aufgebaut. Je grösser das Ereignis, desto grösser die Organisation.
Regionales Führungsorgan unterstützt Gemeinderat
Der Gemeinderat übernimmt in diesen Fällen mit Unterstützung des Regionalen Führungsorgans (RFO Bern plus) unverzüglich die Führung. Das RFO Bern plus ist ein Zusammenschluss der lokalen Führungsorgane der Gemeinden Bern als Sitzgemeinde und der beiden Anschlussgemeinden Bremgarten und Frauenkappelen.
Das RFO besteht aus Spezialistinnen und Spezialisten der verschiedensten Bereiche und Fachgebiete sowie den Einsatzkräften der Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes. Die operative Gesamtleitung liegt primär bei der Berufsfeuerwehr, welche die Mittel der Einsatzkräfte der Kantonspolizei, der Sanitätspolizei, der Feuerwehr, des Zivilschutzes, des Gesundheitsdiensts, des Umweltschutzes, der technischen Betriebe usw. koordiniert und die Einsatzschwergewichte und Dringlichkeiten festlegt.
Das RFO berät den Gemeinderat und damit auch die Dienstabteilungen und Gemeindeunternehmen der Stadt in fachlicher Hinsicht. In engem Kontakt mit den Behörden von Bund und Kanton schlägt es die zu treffenden gesamtstädtischen Massnahmen vor, bzw. die Umsetzung der übergeordneten Entscheide.