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PM10 (Schwebestaub)
Unter der Bezeichnung PM10 versteht man Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser kleiner gleich 10 Mikrometer. Es handelt sich dabei um die sogenannten lungengängigen Partikel, d.h. dass sie in die feinen Lungenbläschen hineingelangen. Deshalb gilt ihnen eine erhöhte Aufmerksamkeit.
Staub ist ein physikalisch-chemisch komplexes Gemisch. Es besteht sowohl aus primär emittierten wie aus sekundär gebildeten Komponenten natürlichen und anthropogenen Ursprungs (z.B. Russ, geologisches Material, Abriebspartikel, biologisches Material wie Blütenstaub) und ist in seiner Zusammensetzung sehr vielfältig (Schwermetalle, Sulfat, Nitrat, Ammonium, organischer Kohlenstoff, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Dioxine/Furane).
Herkunft/Entstehung:
- Bei industriellen und gewerblichen Produktionsprozessen
- Bei Verbrennungsprozessen
- mechanische Prozesse (Abrieb, Aufwirbelung)
- sekundäre Bildung (aus SO2, NOx, NH3, VOC)
Hauptquellen:
- Verkehr und Feuerungen
- Baumaschinen ohne Partikelfilter
- Industrie und Gewerbe
- Land- und Forstwirtschaft
Eigenschaften:
- Feindisperse Schwebestoffe mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 µm werden als Schwebestaub PM10 bezeichnet.
Auswirkungen:
- Feinstäube und Russ: Erkrankungen der Atemwege und des Herz-Kreislaufsystems
- Zunahme der Mortalität sowie des Krebsrisikos
Grenzwert:
- Für das Jahresmittel gilt ein Grenzwert von 20 µg/m3. Dieser Wert wurde 2004 in Bern nicht eingehalten; der Jahresmittelwert in Bern betrug 26 µg/m3.
- Für das Tagesmittel gilt ein Grenzwert von 50 µg/m3. Dieser Grenzwert wurde an 23 Tagen überschritten.
Anmerkung:
- Die PM10 sind vor allem im Winter bei Inversionslagen ein Problem.
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Stadtlabor Bern (SLB)
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