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18.03.2011
Bernerinnen und Berner setzen Zeichen gegen Rassismus
„Leisten Sie heute einen kleinen Beitrag zur Überwindung von Rassismus, indem Sie auf eine fremde Person zugehen.“ So begrüsst Gemeinderätin Edith Olibet auf dem Casinoplatz Passantinnen und Passanten und fordert alle auf, dem Unbekannten offen gegenüber zu treten. „Dann können wir erwarten, dass andere auch auf uns zukommen“, sagt sie und mischt sich gleich selber unter die Leute, verteilt Postkarten und sucht das Gespräch. Diese symbolische Aktion sowie zahlreiche weitere Strassenaktionen, Diskussionsrunden und Workshops sind Teil der ersten Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus. Höhepunkt ist der Aktionstag von heute Samstag mit seinen vielfältigen Veranstaltungen: Ein Sternmarsch führt von fünf Stadtteilen zum Casinoplatz. Autor Pedro Lenz hält eine öffentliche Lesung im Antirassismus-Kiosk der Informations- und Beratungsstelle gggfon. Beim Käfigturm und beim Baldachin werden zudem Passantinnen und Passanten dazu eingeladen, selber ein Zeichen zu setzen für eine weltoffene Stadt Bern. Wer will, kann mithelfen, einen Turm gegen Rassismus zu bauen, sich an einer interaktiven Performance beteiligen oder einer mobilen Equipe Interviews zum Thema geben. Dem Fremden mit Interesse und Respekt begegnen, dafür plädiert auch die Geschäftsführerin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, Doris Angst: „Alle Menschen haben ausgrenzende und unter Umständen rassistische Neigungen. Wichtig ist, wie wir damit umgehen.“ Zu wissen, dass es unter allen Gruppen Rassismus gibt, könne entlastend wirken und helfen, respektvoll miteinander umzugehen.
Bildlegende 1: Gemeinderätin Edith Olibet referiert anlässlich des Aktionstages gegen Rassismus der Stadt Bern. Bildegende 2: Autor Pedro Lenz liest auf dem Casinoplatz. Bildlegende 3: Doris Angst, Geschäftsführerin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, referiert anlässlich des Aktionstages gegen Rassismus der Stadt Bern.
Direktion für Bildung, Soziales und Sport
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