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15. Januar 2001 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 4

Das Feuerwehrkommando der Stadt Bern teilt mit:

Im Durchschnitt sieben Einsätze pro Tag im Jahr 2000

bfb. Die Berufsfeuerwehr leistete im vergangenen Jahr insgesamt 2653 Einsätze, was im Durchschnitt rund sieben Interventionen pro Tag entspricht. Der Anteil der Brandbekämpfungen betrug, wie bereits im Vorjahr, unverändert rund 11%. Bei 30 grösseren Ereignissen mussten die dienstfreie Wache sowie Teile der Nachtwache, des Brandcorps und der regionalen Feuerwehrstützpunkte zur Unterstützung der Einsatzkräfte und zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes alarmmässig aufgeboten werden.

Nach den turbulenten Ereignissen im Vorjahr (3'148), u.a. mit dem Hochwasser an der Aare und dem Orkan Lothar, hat sich die Einsatztätigkeit im Berichtsjahr um 15,7% bzw. 495 Interventionen auf insgesamt 2'653 geleistete Einsätze vermindert und sich damit wieder auf den Durchschnitt der vergangenen Jahre eingependelt. Die Verminderung der Einsatztätigkeit entspricht in etwa dem Rückgang der Hilfeleistungen.

Ein Dachstockbrand an der Munzingerstrasse, ein Brand in einer Werkstatt- und Lagerhalle auf dem Zentareal sowie der Vollbrand eines währschaften Bauernhauses in Bremgarten/BE (Stützpunktgebiet) führten zu Grossschäden in Millionenhöhe. Erstmals seit 1997 musste nach einem Wohnungsbrand an der Wangenstrasse wieder ein Brandopfer in der Gemeinde Bern beklagt werden. Trotz zwei Verletzten und hohem Schaden verlief demgegenüber eine erneute heftige Explosion am Nordring glimpflich. Ein Bitumenbrand auf dem Flachdach des Freien Gymnasiums Neufeld führte zudem zur Evakuation von 250 Schulkindern. Eine Evakuation von 30 Personen - darunter sechs Verletzten - wurde ebenfalls bei einem Chlorgasunfall in einem Fitnesszentrum in Ittigen notwendig, wo die Berufsfeuerwehr als kantonaler Chemiewehrstützpunkt zu Hilfe gerufen wurde. In Zusammenarbeit mit der Sanitätspolizei und der Rettungsflugwacht mussten im Berichtsjahr bei zahlreichen Verkehrs- und Arbeitsunfällen in Stadt, Region und auf dem Nationalstrassennetz eingeklemmte Personen aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

Eine äusserst heikle Situation galt es in der Altjahrswoche zu meistern, nachdem zu nächtlicher Stunde eine starke Rauchentwicklung über dem weiträumigen Bereich Bundesgasse / Bubenbergplatz / Bollwerk gemeldet wurde. So muss die relativ rasche Ortung des Brandherdes - eine in Brand stehende Dachwohnung an der Schauplatzgasse - schon eher dem Zufall zugeschrieben werden. Obwohl sich innerhalb kurzer Zeit ein Vollbrand mit Ausdehnung auf den Dachstock entwickelte, konnte dank sofortigem Eingreifen der drohende Übergriff der Flammen auf die Dachstöcke der benachbarten Liegenschaften verhindert werden. Es entstand jedoch Sachschaden von mehreren Hunderttausend Franken.

Die Zahl der Einsätze verteilte sich sehr ungleich auf die verschiedenen Monate. Hatte die Berufsfeuerwehr im Juni 390 bzw. im August 320 Ausrückungen zu verzeichnen, waren es im Februar nur deren 139. Diese Unterschiede sind jedoch alljährlich feststellbar und auf die klima- und wetterbedingte Beeinflussung des Einsatzgeschehens (Insekten, Schnee-, Wasser-, Sturm- und Blitzschäden) zurückzuführen.

Im Gemeindegebiet rückte die Berufsfeuerwehr im vergangenen Jahr zu 265 (Vorjahr 318) Brandfällen aus. Bei weiteren 29 (18) Bränden leistete sie ausserhalb der Gemeinde - im Rahmen ihrer Stützpunktverpflichtung - Hilfe. Der Anteil der Brandbekämpfungen machte rund 11% der 2000 geleisteten Einsätze aus, was durchaus dem langjährigen Mittel entspricht.

Aufgrund von automatischen Alarmanlagen erfolgten 888 (982) Ausrückungen. Lediglich 32 (36) davon erwiesen sich als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte notwendig machten.

Von den insgesamt 1'279 (1'708) Hilfeleistungen entfielen 1'231 (1'647) auf das Gemeindegebiet. In 48 (61) Fällen wurde ausserhalb der Gemeindegrenzen Hilfe geleistet.

Die zugunsten der Gemeinde Bern erbrachten Dienstleistungen sind im Berichtsjahr um 68 auf 224 (156) angestiegen. Mutwillige Falschmeldungen, die in der Regel zu einem Ausrücken der Feuerwehr führen, waren - im Gegensatz zum Vorjahr (2) - erfreulicherweise keine zu verzeichnen.

Feuerwehreinsätze 2000 1999 Veränderung
Grossbrände 3 2 + 1
Mittelbrände 20 15 + 5
Kleinbrände 271 319 - 48
Automatische Alarme 856 946 - 90
Hilfeleistungen 1'279 1'708 - 429
Dienstleistungen für die Gemeinde 224 156 + 68
Mutwillige Falschmeldungen 0 2 - 2
Total 2'653 3'148 - 495

Bei 30 grösseren Ereignissen mussten zur Unterstützung der Einsatzkräfte und zur Sicherstellung des Dienstbetriebes die dienstfreie Wache der Berufsfeuerwehr sowie Teile der Nachtwache, des Brandcorps und der regionalen Feuerwehrstützpunkte alarmmässig aufgeboten werden.

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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