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30. Januar 2002 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 25

Das Untersuchungsrichteramt und die Stadtpolizei Bern teilen mit:

Flucht eines Angehörigen der "Sans-Papiers" aus dem Regionalgefängnis Bern

pid. Einer Gruppe von ca. 50 zum Teil vermummten Demonstranten gelang es Dienstag Nacht, einen 34-jährigen Türken aus dem Regionalgefängnis zu befreien.<br> Beim Türken handelt es sich um einen Angehörigen der "Sans-Papiers"; er war am Vormittag beim Eintritt ins Berner Rathaus, wo er die Ratsdebatte verfolgen wollte, routinemässig kontrolliert worden. Dabei hatte sich herausgestellt, dass der Mann vom Kanton Basel-Landschaft rechtsgültig zur Anhaltung ausgeschrieben ist. Der Mann wurde festgenommen und im Regionalgefängnis in Haft versetzt.<br> Die Demonstranten versammelten sich nach 22.15 Uhr auf dem Verbindungssträsschen zwischen Hodlerstrasse und Genfergasse, auf der Höhe der Zelle des Verhafteten. Sie deckten mit einem Transparent die Ueberwachungskamera ab und schlugen gegen die Eingangstüre, worauf die Stadtpolizei Bern alarmiert wurde. Kurz bevor die Stadtpolizei ausrückte, gelang es den Vermummten, einen Gitterstab zu zersägen, das Fenster einzuschlagen und dem Verhafteten die Flucht zu ermöglichen. Die Demonstranten zogen sich in die Reithalle zurück, noch bevor die Stadtpolizei vor Ort war. Es konnte niemand mehr angehalten werden.<br> Im Vorfeld der Befreiung kam es am Abend zu einer ersten Demonstration gegen die Gefangennahme: Ca. 40 Demonstrantinnen und Demonstranten hatten sich um 17 Uhr vor der Heiliggeistkirche versammelt. Sie marschierten anschliessend zum Regionalgefängnis, wo sie Kontakt mit dem Verhafteten hatten. Diese Demonstration, an der sich auch die Frau und das Kleinkind des Verhafteten beteiligten, verlief friedlich und löste sich gegen 19 Uhr auf.<p> Polizeikommando der Stadt Bern

fm

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