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13. Januar 2003 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 3

Das Feuerwehrkommando der Stadt Bern teilt mit:

2'326 Einsätze der Berufsfeuerwehr im Jahr 2002

bfb. Die Berufsfeuerwehr rückte im vergangenen Jahr insgesamt 2'326mal aus, was im Vergleich mit dem Vorjahr einem Rückgang der Interventionen um 241 Einsätze entspricht. Der Anteil der Brandbekämpfungen von 15.2% an den gesamthaft geleisteten Einsätzen muss im langjährigen Vergleich als relativ hoch bezeichnet werden.

Mit insgesamt 2'326 geleisteten Einsätzen hat die Berufsfeuerwehr, im Vergleich mit dem Vorjahr (2'567), eine Verminderung der Interventionen um 241 Einsätze oder um 9.4% zu verzeichnen. Das Einsatztotal im Jahr 2002 entspricht einem theoretischen Durchschnittswert von gut sechs Ausrückungen pro Tag.

In der Stadt Bern galt es 2 (Vorjahr 4) Grossbrände zu bekämpfen. Der folgenschwerste Brand betraf Mitte März ein Wohnhaus im Stadtbachquartier, bei dem im Berichtsjahr das einzige Brandopfer (3) beklagt werden musste. Leicht fatale Folgen für einen Atemschutztrupp hätte im Juni ein Grossbrand in einem Lagerhaus in Bethlehem haben können, zu welchem wegen eines gleichzeitigen grösseren Ereignisses auf der Autobahn vorerst nur stark reduziert mit sieben Mann ausgerückt werden konnte. Beim Ablöschen des in Vollbrand stehenden Lagerraumes geriet der Atemschutztrupp in eine lebensbedrohende Situation, nachdem ihm in sich zusammengestürztes Brandgut den Rückweg abgeschnitten hatte und er dadurch während längerer Zeit der enormen Hitze ausgesetzt war. Bei diesem Einsatz stiess die Berufsfeuerwehr nicht nur einmal mehr personell an ihre Grenzen, es wurden gleichzeitig auch Erinnerungen wach an den tragischen Tod dreier Feuerwehrmänner beim Tela-Brand von 1996 in Niederbipp. Zu weiteren 3 (3) Grossbränden musste ins Stützpunktgebiet ausgerückt werden. Diese betrafen einen Dachstockbrand und einen Einstellhallenbrand in der Gemeinde Köniz sowie den Vollbrand eines Fabrikationsgebäudes in Moosseedorf.

Die Interventionen verteilten sich sehr ungleich auf die einzelnen Monate. Waren es im Juni 311 bzw. im August 261 Ausrückungen, gab es im November nur deren 121 zu verzeichnen. Diese alljährlich feststellbaren Unterschiede sind in der klima- und wetterbedingten Beeinflussung (Schnee-, Wasser- Sturm- und Blitzschäden sowie Insekten) des Einsatzgeschehens zu suchen.

Obwohl sich die Zahl der Brandfälle gegenüber dem Vorjahr um 13.6% reduzierte, muss ihr Anteil an den im Jahre 2002 gesamthaft geleisteten Einsätze mit 15.2% als dennoch relativ hoch gewertet werden. Innerhalb der Gemeinde rückte die Berufsfeuerwehr zu 326 (355) Bränden aus. Bei weiteren 27 (33) Brandfällen leistete sie im Rahmen ihrer Stützpunktverpflichtung ausserhalb der Gemeinde Bern Hilfe.

In 778 (910) Fällen erfolgten Ausrückungen aufgrund von automatischen Alarmanlagen. Davon erwiesen sich 137 (179) als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte notwendig machten.

Die Verminderung der Hilfeleistungen im Vergleich mit dem Vorjahr (1'294) um 5.4% auf insgesamt 1'224 ist zur Hauptsache auf die wetterbedingte Beeinflussung der Einsatztätigkeit zurückzuführen. Von den insgesamt 1'224 (1'294) Hilfeleistungen entfielen 1'156 (1'250) auf das Gemeindegebiet. 68 (44) Hilfeleistungen fanden ausserhalb der Gemeindegrenzen statt.

Die zugunsten der Gemeinde Bern erbrachten Dienstleistungen verminderten sich im Berichtsjahr um 21 auf 94. Die mutwilligen Falschmeldungen, die in der Regel zum Ausrücken der Feuerwehr führen, reduzierten sich im Vergleich mit dem Vorjahr (39) um 25 auf 14 Ausrückungen. Hierzu ist zu bemerken, dass im Vorjahr verschiedene mutwillige Falschmeldungen in Form von Milzbranddrohungen im Nachgang zu den Terrorereignissen vom 11. September 2001 in New York erfolgten.

Feuerwehreinsätze 2002 2001 Veränderung
Grossbrände 5 7 - 2
Mittelbrände 13 13 0
Kleinbrände 335 368 - 33
Automatische Alarme ohne Einsatz 641 731 - 90
Hilfeleistungen 1'224 1'294 - 70
Dienstleistungen für die Gemeinde 94 115 - 21
Mutwillige Falschmeldungen 14 39 - 25
Total 2'326 2'567 - 241

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte und zur Sicherstellung des Dienstbetriebes mussten bei 26 (44) grösseren Einsätzen die dienstfreie Wache der Berufsfeuerwehr sowie Teile der Nachtwache und des Brandcorps aufgeboten werden.

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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