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27. Januar 2004 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 5

Das Feuerwehrkommando der Stadt Bern teilt mit:

Berufsfeuerwehr mit 2'456 Ausrückungen im Jahr 2003

bfb. Die im vergangenen Jahr von der Berufsfeuerwehr insgesamt 2'456 geleisteten Einsätze führten gegenüber dem Vorjahr (2'326) zu einer gesteigerten Einsatztätigkeit von 130 Einsätzen oder 5,6%, was einem theoretischen Durchschnittswert von rund sieben Interventionen pro Tag entspricht. Im 10-jährigen Vergleich erreichte dabei der Anteil der Brandfälle an den gesamthaft geleisteten Einsätzen einen absoluten Höchstwert von 15.4%. Bei rund 40 Fällen musste alarmmässig Unterstützung für die Einsatzmannschaften und zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes aufgeboten werden.

Im September mussten in der Stadt Bern 2 (2) Grossbrände bekämpft werden. Bei einem gefährlichen und heftigen Wohnungsbrand in einem 11-stöckigen Hochhaus im Schwabgut - verursacht durch ein Fernsehgerät - mussten sechs Personen hospitalisiert werden. Der Stockwerk übergreifende Brand machte das Hochhaus für einige Tage unbewohnbar und verursachte einen Millionenschaden. Ebenfalls Millionenschaden entstand nur drei Tage später beim Vollbrand des Dachstocks eines Reihenmehrfamilienhauses im Mattenhof nach einer Brandstiftung. Trotz Grosseinsatz wurden sämtliche 36 Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen und konnten während mehreren Tagen nicht mehr bewohnt werden.

Erfreulicherweise sind - wie bereits im Vorjahr - in der Stadt Bern erneut keine Brandtote zu beklagen.

Bei einem weiteren Grossereignis (3) wurde im Juli in Steffisburg nachbarliche Hilfe geleistet, wo eine heftige Gasexplosion ein 6-Familienhaus zum Einsturz brachte und drei Menschen unter den Trümmern begrub sowie neun weitere zum Teil schwer verletzte.

Eine erneute Zunahme der Einsätze ist im Bereich der Unfall- und Strassenrettung zu verzeichnen. Der wohl folgenschwerste Unfall im Einsatzgebiet ereignete sich Mitte August im "Laas" (Rüti b. Riggisberg) auf der Gurnigelpassstrasse. Ein mit 16 Personen besetzter Kleinbus geriet von der Fahrbahn und stürzte rund 80 Meter tief in ein Tobel. Dabei starben 3 Personen noch auf der Unfallstelle, 13 weitere mussten in Zusammenarbeit mit anderen Rettungsdiensten zum Teil mit schwersten Verletzungen geborgen werden.

Die Zahl der Einsätze verteilte sich sehr ungleich auf die einzelnen Monate. Waren es im Juni 350 bzw. im Juli 311 Ausrückungen , gab es im November nur deren 113 zu bewältigen, was auf die alljährlich feststellbare klima- und wetterbedingte Beeinflussung (Schnee-, Wasser-, Sturm- und Blitzschäden sowie Insekten) des Einsatzgeschehens zurückzuführen ist.

Innerhalb der Gemeinde rückte die Berufsfeuerwehr zu 343 (Vorjahr 326) Brandfällen aus. Bei weiteren 35 (27) Bränden leistete sie ausserhalb der Gemeinde Hilfe. Der Anteil der Brandbekämpfungen von 15.4% an den gesamthaft geleisteten Einsätzen hat im 10-jährigen Vergleich einen absoluten Höchststand erreicht.

In 730 (778) Fällen erfolgten Ausrückungen wegen automatischen Alarmanlagen. Davon erwiesen sich 122 (137) als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte notwendig machten. Hier sind die Interventionen in den letzten Jahren stark rückläufig, obwohl gleichzeitig die Anzahl der angeschlossenen Gefahrenmeldeanlagen zugenommen hat. Dies dürfte einerseits darauf zurückzuführen sein, dass die Anlagen bezüglich Fehlalarmsicherheit technisch stark verbessert wurden. Andererseits dürften die bei Fehlalarmen anfallenden Gebühren einen gewissen erzieherischen Wert bezüglich organisatorischer Mängel und menschlichem Fehlverhalten bewirkt haben.

Hauptsächlich in der wetterabhängigen Beeinflussung zu suchen ist die Zunahme der Hilfeleistungen um 139 Interventionen bzw. 11.4% auf 1'363 (1'224). Davon entfielen 1'289 (1'156) auf das Gemeindegebiet, 74 (68) Hilfeleistungen fanden ausserhalb der Gemeindegrenzen statt.

Die erbrachten Dienstleistungen zugunsten der Gemeinde Bern reduzierten sich um 12 auf 82. Die mutwilligen Falschmeldungen, die zu einem Ausrücken der Feuerwehr geführt haben, nahmen im Vergleich mit dem Vorjahr (14) erneut um 11 auf 25 Ausrückungen zu. Hier konnte erfreulicherweise in mehreren Fällen die Täterschaft zu Handen der Strafverfolgungsbehörde ausfindig gemacht werden.

Feuerwehreinsätze 2003 2002 Veränderung
Grossbrände 2 5 - 3
Mittelbrände 8 13 - 5
Kleinbrände 368 335 + 33
Automatische Alarme ohne Einsatz 608 641 - 33
Hilfeleistungen 1'363 1'224 + 139
Dienstleistungen für die Gemeinde 82 94 - 12
Mutwillige Falschmeldungen 25 14 + 11
Total 2'456 2'326 + 130

In rund 40 Fällen mussten alarmmässig Teile der dienstfreien Wache, der Nachtwache oder des Brandcorps sowie in einem Fall gar ein benachbarter Stützpunkt zur Verstärkung der Einsatzmannschaften und zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes aufgeboten werden.

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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