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23. August 2004 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 258

Die Stadtpolizei Bern teilt mit:

Unfallstatistik in der Gemeinde Bern vom 1. Halbjahr 2004: Rückgang der Unfälle in der Stadt Bern

pid. Das 1. Halbjahr 2003 mit schönstem Wetter - das 1. Halbjahr 2004 mit wechselnden Witterungsverhältnissen: trotzdem nahm die Zahl der Verkehrsunfälle im 1. Halbjahr 2004 (1.06. - 30.6.2004) gegenüber dem Vorjahr um 2.5% ab. Bilanz: eine Person wurde getötet, die Zahl der Verletzten stagnierte. Bedingt durch das schlechtere Wetter haben Unfälle mit leichten Zweirädern deutlich abgenommen. Obwohl die Unfälle mit FussgängerInnen leicht zugenommen haben, ereigneten sich im 1. Halbjahr 2004 deutlich weniger Unfälle mit Kindern. Allgemein (1. Halbjahr): Unfälle mit Personenschaden: 236 (2003: 242) Unfälle gesamt: 616 (646) Total Verletzte: 284 (282) Total Getötete: 1 (2) Sachschaden in Franken: 4'506'000 (4'384'500) Unfälle mit leichten Zweirädern: (Velo, Mofa) 65 (80) Unfälle mit Kindern: 11 (17)

Schwerpunkt-Thema 2004 "Fussgängerstreifen"
Die Zahl der Unfälle mit FussgängerInnen nahm im 1. Halbjahr 2004 leicht zu. Am markantesten ist der Rückgang der Unfälle wegen Missachtung des Vortritts bei Fussgängerstreifen durch die Fahrzeuglenkenden.
Die Inhalte der nationalen Kampagne "Aktion Gelbes Zebra" machten sowohl FussgängerInnen wie auch FahrzeuglenkerInnen auf das richtige Verhalten im Bereich des Fussgängerstreifens aufmerksam. Das richtige Verhalten beim Fussgängerstreifen war auch ein Schwerpunktthema bei der Aktion Schulbeginn. Die Informationen stiessen auch bei den AutomobilistInnen auf grosse Akzeptanz.
Die Stadtpolizei Bern wird weiterhin schwergewichtig Kontrollen bezüglich der Anhaltepflicht bei Fussgängerstreifen durchführen.

Unfälle mit FussgängerInnen (1. Halbjahr):
Unfälle mit FussgängerInnen: 39 (2003: 36)
Missachten Vortritt an Fussgängerstreifen durch Fahrzeug: 9 (14)
Unvorsichtiges Überqueren der Fahrbahn: 3 (3)
Springen/Laufen über die Fahrbahn: 0 (2)
Nichtbenützen des Fussgängerstreifens: 2 (0)
Falsches Verhalten auf dem Fussgängerstreifen: 3 (1)
Nichtbeachten des Rotlichtes für FussgängerInnen: 3 (6)
Anderes Fehlverhalten durch FussgängerInnen: 6 (2)

Die Unfälle von Freitag bis Sonntag nehmen zu
Die Analyse nach Wochentagen zeigt eine Zunahme der Unfallzahlen von Freitag bis Sonntag. Untersucht man die Zeit von 00.00 Uhr bis 06.00 Uhr, zeigt sich ebenfalls, dass von Freitag bis Sonntag mehr Unfälle geschehen als an den übrigen Wochentagen. Auch der Anteil der Unfälle unter Alkoholeinfluss ist an den Wochenendtagen in dieser Zeit markant höher.

Unfälle nach Wochentag 2004 (1. Halbjahr):
Unfälle gesamt: 379 (Mo - Do); 237 (Fr - So)
Unfälle zwischen 00.00 bis 06.00 Uhr: 18 (35)
davon Missbrauch von Alkohol: 3 (17)
davon Missbrauch von Drogen: 0 (0)
davon Missachten Rotlicht: 0 (2)
davon Nichtanpassen der Geschwindigkeit: 6 (3)

Unfalltypen und Unfallhauptursachen
Das Anpassen der Geschwindigkeit an Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnisse ist einer der wichtigsten Schlüssel der Unfallprävention. Wie jemand abbiegt, den Vortritt beachtet oder auf einen Fussgängerstreifen zufährt, hat wesentlich mit seiner Fahrgeschwindigkeit zu tun. Für Vorsicht und Rücksicht bleibt bei nicht angepasster Geschwindigkeit weniger Raum und Zeit, die Situation risikolos zu bewältigen.
Allen Präventionsmassnahmen zum Trotz wird es nie gelingen, Unfälle gänzlich zu vermeiden. Müssen diese Unfälle aber für die übrigen, sich korrekt verhaltenden Verkehrsteilnehmenden gesundheits- oder gar lebensgefährdend sein? - Die zuständigen städtischen Stellen müssen die Arbeit der Verkehrssicherheit intensivieren. So sollen am Thunplatz weitere, bereits erkannte Verbesserungsmassnahmen ergriffen werden. Im Bereich der Unterführung nach Bümpliz sind solche geplant und am Viktoriaplatz ist eine Unfallanalyse in Bearbeitung.

Unfälle bei Verzweigungen
Bei Unfällen im Bereich von Verzweigungen ist eine leichte Zunahme festzustellen. Hauptgrund der Zunahme sind die Unfälle wegen Missachtung des Rotlichts und des Rechtsvortritts durch Fahrzeuglenkende.

Unfälle bei Verzweigungen (1. Halbjahr):
Total Unfälle bei Verzweigungen: 173 (2003:166)
Missachten Rotlicht durch Fahrzeuglenkende: 24 (17)
Missachten Vortritt beim Linksabbiegen (bei Lichtsignalanlage): 9 (11)
Missachten des Vortritts: 107 (106)
davon Rechtsvortritt: 27 (22)
davon "Kein Vortritt" / "STOP": 54 (58)
davon Vortritt b. Linksabbiegen (ohne Lichtsignalanlage): 13 (12)

Selbst- und / oder Schleuderunfälle
Die Anzahl der Selbst – und Schleuderunfälle blieb konstant. Nicht angepasste Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen sind die Hauptursachen.

Selbst- / Schleuderunfälle 1. Halbjahr:
Total Selbst- / Schleuderunfälle: 105 (2003: 102)
Zustand der Fahrzeuglenkenden (Alkohol, Drogen, Krankheit): 35 (37)
Davon unter Alkoholeinfluss: 21 (18)
Nichtanpassen der Geschwindigkeit: 32 (32)
An die Linienführung (z.B. Kurve): 13 (12)
An die Strassenverhältnisse (z.B. Nässe, Verschmutzung): 17 (19)

Auffahrunfälle
Auffahrunfälle waren deutlich weniger zu registrieren. Die Unfälle aufgrund der den Verkehrsverhältnissen nicht angepasster Geschwindigkeit sind am stärksten rückläufig.

Auffahrunfälle (1. Halbjahr):
Total Auffahrunfälle: 147 (2003: 167)
Unachtsames Fahren: 15 (14)
Nichtanpassen der Geschwindigkeit (insbesondere an die Verkehrsverhältnisse): 26 (60)
Zu nahes Aufschliessen: 94 (87)

Unfälle unter Einfluss von Alkohol, Drogen, Medikamente
Die Zahl der Unfälle unter Einfluss von Alkohol, Drogen und Medikamente ist erfreulicherweise im 1. Halbjahr 2004 rückläufig. Die Unfälle unter Alkoholeinfluss blieben fast konstant, bilden aber den grössten Anteil. Die Unfälle unter Drogeneinfluss waren im 1. Halbjahr klar rückläufig.

Unfälle wegen Missbrauch Alkohol, Drogen und Medikamente (1. Halbjahr):
Total Unfälle wegen Missbrauch Alkohol, Drogen und Medikamente: 58 (2003: 71)
Missbrauch von Alkohol: 37 (40)
Missbrauch von Drogen: 5 (13)

Die Entwicklung der Unfallzahlen aufgrund des Missbrauchs von Alkohol und Drogen zeigt im Vergleich der letzten 10 Jahre, dass die Unfälle unter Alkoholeinfluss konstant sind, die unter Drogeneinfluss jedoch stark.

Entwicklung der Unfallzahlen in den letzten zehn Jahren (1993 - 2003):
Total Unfälle: 1993: 106; 1998: 104; 2003: 133
Missbrauch von Alkohol: 84 / 81 / 88
Missbrauch von Drogen: 2 / 2 / 21

Polizeikommando der Stadt Bern

fm

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