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25. August 2004 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 262

Das Untersuchungsrichteramt und die Stadtpolizei Bern teilen mit:

Explosion forderte weiteres Todesopfer

pid. Am Donnerstag, 20.5.2004, kam es im Mehrfamilienhaus an der Murtenstrasse 137 zu einer schweren Explosion. Sechs Personen wurden zum Teil schwer verletzt; ein 36-jähriger Schweizer erlag einen Tag nach dem Unglück seinen Verletzungen.<p> Drei Monate nach der Explosion forderte sie nun ihr zweites Opfer. Der 41-jährige Schweizer, der am Unglückstag mit der Rega ins Unispital Zürich geflogen werden musste, verstarb letzten Freitag an seinen schwerwiegenden Brandverletzungen.<p> Die Ermittlungen durch Mitarbeitende der Kriminalpolizei der Stadtpolizei Bern, der Spezialisten des Dezernats für Brände und Explosionen (BEX) und des Kriminaltechnischen Dienstes der Kantonspolizei Bern sowie der Institute für Rechtsmedizin Bern und Zürich (IRM) sind abgeschlossen. Die Untersuchungen haben zur Erkenntnis geführt, dass ein zündfähiges Gas-/Luftgemisch in der Dachwohnung des 4. Stocks vorhanden war. Dieses wurde am Morgen des 20.05.04 durch einen der beiden verstorbenen Bewohner unabsichtlich zur Explosion gebracht. Zum Zeitpunkt der Explosion hielten sich beide Männer in der Dachwohnung des 4. Stocks auf. Nach den Erkenntnissen der Untersuchungsbehörden muss davon ausgegangen werden, dass die beiden Männer die Nacht hindurch versucht hatten, durch Ausströmenlassen und Einatmen von Propangas Suizid zu begehen. Dies dürfte mit der irrtümlichen Annahme, das Propangas durch Einatmen zum Tod führt, geschehen sein. Das Einatmen eines Propangas-Luftgemisches ist nicht tödlich, wirkt jedoch auf den menschlichen Körper narkotisierend. Die vier auf dem Schadenplatz sichergestellten Propangasflaschen, die am Mittwoch, den 19.05.04, durch eine Firma an die beiden verstorbenen Männer geliefert wurden, müssen in einen direkten Zusammenhang mit dem Ereignis gebracht werden.<p> Die beiden Personen hatten zum Zeitpunkt der Explosion noch gelebt, starben aber an den Folgen der durch die Explosion erlittenen schweren Brandverletzungen. Sie konnten nicht mehr zum Vorfall befragt werden. Das Motiv der beiden Männer dürfte auf persönliche Lebensprobleme zurück zu führen sein. Die Schäden der Explosion werden auf rund 2.1 Millionen Franken geschätzt. Die Liegenschaft wurde so arg in Mitleidenschaft gezogen, dass sie zwischenzeitlich abgerissen werden musste.<p> Polizeikommando der Stadt Bern

bgu

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