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6. Januar 2005 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 2

Einsatzstatistik der Berufsfeuerwehr

Bewegtes Jahr 2004 für die Berufsfeuerwehr

bfb. Trotz einer leichten Verminderung der Interventionen um 89 Einsätze bzw. 3.6 % gegenüber dem Vorjahr (2'456) geht das Berichtsjahr mit insgesamt 2'367 geleisteten Einsätzen als bewegtes und denkwürdiges Jahr in die Geschichte der Berufsfeuerwehr ein. Einerseits führte die auffallend starke Zunahme von Mittel- und Grossereignissen zu einem erheblichen Anstieg der Personen- und Sach-schäden, andererseits zu einem erhöhten Personaleinsatz.

Obwohl gegenüber dem Vorjahr der Anteil der Brandfälle an den gesamthaft geleisteten Einsätzen von 15.4% auf 13.8% sank, gab es im Berichtsjahr 8 (Vorjahr 2) Gross- und 16 (7) Mittelbrände zu verzeichnen. 4 (2) Grossbrände betrafen das Gemeindegebiet, nämlich die alte Stadtmühle in der Matte, ein Bauernhaus in Riedbach, ein durch eine heftige Gasexplosion vollständig zerstörtes Reihenmehrfamilienhaus an der Murtenstrasse sowie eine Einstellhalle im Schwabgut. Bei der Gasexplosion an der Murtenstrasse sowie bei einem Wohnungsbrand im Mattenhof verloren insgesamt 3 (0) Menschen ihr Leben. Bei weiteren 4 (0) Grossbränden wurde die Berufsfeuerwehr zur Hilfeleistung in ihr Stützpunktgebiet gerufen. Dabei handelte es sich um Vollbrände in der ehemaligen Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt und im Restaurant Landhaus in Liebefeld (Köniz) sowie in einem Sägereibetrieb in Wohlen und in der Landwirtschaftlichen Genossenschaft in Neuenegg. Im April wurden zudem Rettungsspezialisten der Berufsfeuerwehr, im Rahmen eines interkantonalen Einsatzes mit der Rega, bei einem Hochhausbrand in Neuenburg zur Bergung von 62 verletzten Hausbewohnern eingesetzt.

Anfang Juni weckte die Aare böse Erinnerungen an 1999. Nach anhaltend starken Regenfällen trat sie an verschiedenen Stellen über die Ufer und bescherte den städtischen Rettungsdiensten und den technischen Werken einen mehrtägigen Grosseinsatz.

Äusserst zahlreich und erneut in zunehmendem Masse fallen wiederum die Interventionen bei Verkehrs-, Arbeits- und Sportunfällen zu Buche, die zur Befreiung und Bergung von Schwerverletzten und Toten in der Stadt, Region und auf dem Nationalstrassennetz erbracht werden mussten.

Zum folgenschwersten Ereignis wurden Rettungsspezialisten der Berufsfeuerwehr Ende November nach Gretzenbach SO gerufen, wo sich bei Löscharbeiten in einer Tiefgarage die Betondecke löste und mehrere Feuerwehrmänner unter sich begrub. Beim schwersten Unglück in der Schweizer Feuerwehrgeschichte konnten sieben verschüttete Feuerwehrleute nach einer dramatischen und über mehrere Stunden dauernde Rettungsaktion nur noch tot geborgen werden.

Die Zahl der Einsätze verteilte sich sehr ungleich auf die einzelnen Monate. Waren es im Juni 327 bzw. im August 310 Ausrückungen, gab es im Januar nur deren 122 zu bewältigen, was auf die alljährlich feststellbare klima- und wetterbedingte Beeinflussung des Einsatzgeschehens zurückzuführen ist.

Innerhalb der Gemeinde rückte die Berufsfeuerwehr zu 288 (343) Brandfällen aus. Bei weiteren 39 (35) Bränden leistete sie ausserhalb der Gemeinde Hilfe. In 745 Fällen (730) erfolgten Ausrückungen aufgrund von automatischen Alarmanlagen. Davon erwiesen sich deren 92 (122) als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte notwendig machten.

Hauptsächlich in der wetterabhängigen Beeinflussung zu suchen ist die leichte Abnahme der Hilfeleistungen (Schnee-, Wasser-, Sturm- und Blitzschäden, Insekten, technische Hilfeleistungen etc.)  um  84 Einsätze oder 6.2% auf 1'279 (1'363). Davon entfielen 1'176 (1'289) auf das Gemeindegebiet, 103 (74) Hilfeleistungen fanden ausserhalb der Gemeindegrenze statt.

Die insgesamt 84 erbrachten Dienstleistungen zugunsten der Gemeinde Bern entsprechen in etwa dem Vorjahreswert (82). Die 24 mutwilligen Falschmeldungen, die zum Ausrücken der Feuerwehr geführt haben, nahmen gegenüber dem Vorjahr (25) nur minim ab. Hier konnte in mehreren Fällen die Täterschaft ermittelt und für ihre strafbaren Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden.

Feuerwehreinsätze  2004         2003     Veränderung

Grossbrände

8

2

 + 6

Mittelbrände

16

8

 + 8

Kleinbrände

303

368

 - 65

Automatische Alarme ohne Einsatz     

653

608

+ 45

Hilfeleistungen

1'279

1'363

- 84

Dienstleistungen für die Gemeinde

84

82

+ 2

Mutwillige Falschmeldungen

24

25

- 1

Total

2'367

2'465

- 89

Des knappen Personalbestandes wegen mussten bei 54 (40) Ereignissen  - also im Durchschnitt einmal wöchentlich -  alarmmässig Teile der dienstfreien Wache und/oder der Nachtwache und des Brandcorps zur Verstärkung der Einsatzmannschaften sowie zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes aufgeboten werden.

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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