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8. Februar 2005 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 44

Die Stadtpolizei Bern teilt mit:

Unfallstatistik 2004: Rückgang der Unfälle in der Stadt Bern

pid. Der positive Trend des 1. Halbjahres 2004 hielt an: die Verkehrsunfälle in der Stadt Bern nahmen gegenüber dem Vorjahr um 2.9% ab. Bei den Unfällen mit Personenschaden beträgt die Abnahme 1.0%, bei Unfällen mit nur Sachschaden 3.9%. Bilanz: zwei Personen wurden getötet, die Zahl der Verletzten stagnierte.

 

 

2004

2003

Unfälle mit Personenschaden

480

485

Unfälle gesamt

1261

1298

Total Verletzte

580

576

Total Getötete

2

3

Sachschaden in Fr.

9'037'100

9'025'300

 

 

 

Unfälle mit leichten Zweirädern (Velo, Mofa)

151

142

Unfälle mit Kindern

18

27

 

Schwerpunkt-Thema 2004  "Fussgängerstreifen"

Mit Informationsaktionen und gezielten Kontrollen wurde versucht, das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden zu beeinflussen und somit die Sicherheit auf den Fussgängerstreifen zu verbessern. Die Unfallbilanz zeigt nun auch, dass die Unfälle wegen Missachtung des Vortritts an Fussgängerstreifen deutlich abnahmen.

Der Fussgängerstreifen bleibt aber immer noch ein sensibler Bereich für Konflikte zwischen motorisierten und schwachen Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmern.

 

Unfälle mit FussgängerInnen

 

2004

2003

Total Unfälle mit FussgängerInnen

76

78

   Missachten Vortritt an Fussgängerstreifen

17

27

   Unvorsichtiges Überqueren der Fahrbahn

8

4

   Springen/Laufen über die Fahrbahn

2

8

   Nichtbenützen des Fussgängerstreifens

4

0

   Falsches Verhalten auf dem Fussgängerstreifen

2

5

   Nichtbeachten des Rotlichtes für FussgängerInnen

5

8

 

Unfalltypen und Unfallhauptursachen 

Positive Auswirkungen hatte der Rückgang der Unfallzahlen insbesondere auf die Auffahrunfälle (- 9.9%), die Unfälle beim Vorbeifahren oder Fahrstreifenwechsel
(- 27.9%) und die Unfälle mit Fussgängerbeteiligung (- 9.5%). Hingegen waren die Unfälle beim Abbiegen zunehmend (+ 6.3%).

 

Unfallhäufigkeit nach Unfalltyp

 

2004

2003

Auffahrunfälle

301

334

Unfall mit Richtungswechsel (Abbiegen)

270

254

Selbst- / Schleuderunfälle

212

198

Unfall beim Vorbeifahren oder Fahrstreifenwechsel

111

154

Unfall ohne Richtungswechsel (Queren einer Fahrbahn)

84

94

Fussgängerunfälle

67

74

Andere Unfälle

216

190

Selbst- und / oder Schleuderunfälle 

Die Anzahl der Selbst – und Schleuderunfälle nahm zu. Auffallend sind die zunehmende Aggressivität und die Geschwindigkeitsexzesse auch auf den Strassen der Stadt Bern. Bei Unfällen, die im Zusammenhang mit einer massiven Geschwindigkeitsüberschreitung standen ("Raserunfälle"), waren ausschliesslich Männer als Lenker die Verursacher. Die Schleuder- und Selbstunfälle nahmen um 7.1% zu.

 

Selbst- und Schleuderunfälle

 

2004

2003

Total Selbst- / Schleuderunfälle

212

198

Zustand des Fahrzeuglenkers (Alkohol, Drogen, Krankheit)

71

73

davon unter Alkoholeinfluss

47

45

davon Drogen

2

11

Nichtanpassen der Geschwindigkeit

51

54

an die Linienführung (z.B. Kurve)

18

23

an die Strassenverhältnisse (z.B. Nässe, Verschmutzung)

29

28

Überschreiten der signalisierten Geschwindigkeit

16

8

 

Unfälle unter Einfluss von Alkohol, Drogen, Medikamenten

 Die Zahl der Unfälle unter Einfluss von Alkohol, Drogen und Medikamenten sind gesamthaft gesehen rückläufig. Die Unfälle unter Alkoholeinfluss nahmen leicht, die Unfälle unter Drogeneinfluss deutlich ab.

 

 

2004

2003

Total Unfälle wegen Missbrauch von Alkohol, Drogen und Medikamenten

95

111

Missbrauch von Alkohol

83

88

Missbrauch von Drogen

8

21

 

Ein markanter Anstieg der Unfälle unter Alkoholeinfluss ist an den Wochenendtagen, zwischen Freitag und Sonntag in der Zeit von 24.00 - 06.00 Uhr feststellbar.

 

Unfälle nach Wochentag 2004

 

Mo - Do

Fr - So

Unfälle gesamt

764

497

Unfälle zwischen 00.00 bis 06.00 Uhr

32

79

   davon Missbrauch von Alkohol

9

34

   davon Missbrauch von Drogen

0

0

   davon Missachten Rotlicht

1

3

   davon Nichtanpassen der Geschwindigkeit

7

10

Über die Herabsetzung der Promillegrenze auf 0.5‰ und die zu erwartenden Kontrollen der Polizei wurde viel informiert. Die Erkenntnisse aus der Unfallstatistik werden für die Festlegung von weiteren Massnahmen der Polizei bestimmend sein.

 

Weitere Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Stadt Bern

 In Zusammenarbeit mit der Abteilung Verkehrsplanung wird die Stadtpolizei Bern die Arbeit zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Rahmen des Massnahmenplanes Verkehrssicherheit fortsetzen. Aufgrund der Unfallanalyse werden Schwerpunkte im Unfallgeschehen eruiert und verkehrsplanerische Massnahmen überprüft. Mit den Erkenntnissen werden die Verkehrsteilnehmenden direkt an den entsprechenden Örtlichkeiten konfrontiert. Hiezu werden wiederum die bereits bekannten Einsatzmittel der städtischen Unfallprävention "Gefahrenpunkt Strassenverkehr" eingesetzt.

Die jeweiligen Aktionen werden durch Strassenaktionen und Kontrollen der Verkehrspolizei unterstützt.

Polizeikommando der Stadt Bern

fm

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