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9. Januar 2006 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 1

Einsatzstatistik der Berufsfeuerwehr

Feuerwehreinsätze 2005 zweifelsohne geprägt vom Hochwasser

bfb. Die Berufsfeuerwehr rückte im vergangenen Jahr insgesamt 2’280mal aus. In diesen Zahlen nicht enthalten sind die über Wochen dauernden Hilfeleistungen (4'200 Stunden/Mann) beim fatalen Hochwasser entlang der Aare. 16.5% der 2005 geleisteten Einsätze galten Brandbekämpfungen, was ein absoluter Höchstwert in der langjährigen Statistik darstellt. Nicht weniger als 65mal mussten zur Auf-rechterhaltung des Dienstbetriebes dienstfreie Elemente der Berufsfeuerwehr sowie Teile der Freiwilligen Feuerwehr und des Zivilschutzes aufgeboten werden.

Die Berufsfeuerwehr leistete im Berichtsjahr insgesamt 2'280 Einsätze (Vorjahr: 2'367). Nicht mit eingerechnet in diesen Zahlen ist die im Umfang von über 4’200 Stunden/Mann geleistete Hilfestellung beim fatalen Hochwasser entlang der Aare vom vergangenen August. Vergleicht man die im Jahr 2005 insgesamt geleisteten 15'530 Stunden/Mann mit denjenigen des Vorjahres (12'960), ist im Berichtsjahr in der Einsatztätigkeit ein Mehraufwand von 2'570 Stunden/Mann oder von rund 20% zu verzeichnen. Dieser Mehraufwand widerspiegelt sich auch in der Tatsache, dass 2005, zur Unterstützung der Einsatzkräfte und zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes, 65mal die dienstfreie Wache sowie Teile der Freiwilligen Feuerwehr und der Zivilschutzorganisation aufgeboten werden mussten.

Bei den insgesamt 377 Ausrückungen zu Brandfällen ist gegenüber dem Vorjahr (327) eine Zunahme der Interventionen von über 15% festzustellen. Mit Blick auf die langjährige Statistik erreichte dabei der Anteil der Brandfälle an den gesamthaft geleisteten Einsätzen einen absoluten Höchstwert von 16.5% (13.8%). 345 (288) Brandfälle betrafen das Gemeindegebiet Bern, bei weiteren 32  (39) Bränden leistete die Berufsfeuerwehr ausserhalb der Gemeinde nachbarliche Hilfe. Im Gegensatz zum Vorjahr (4) musste auf Gemeindegebiet lediglich ein Grossbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus im Mattenhof bekämpft werden. Bei zwei (4) weiteren Grossbränden wurde die Berufsfeuerwehr zur Hilfeleistung in ihr Stützpunktgebiet gerufen, nämlich nach Köniz (Recyclingbetrieb) und Meikirch (Einfamilienhaus). Ein Wohnungsbrand in einem Hochhaus in Bethlehem forderte leider ein (3) Todesopfer, weitere 21 (16) Mittelbrände verursachten enorme Sach- und vereinzelt auch Personenschäden.

In 770 (745) Fällen erfolgten Ausrückungen aufgrund von automatischen Alarmanlagen. Davon erwiesen sich deren 126 (92) als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte notwendig machten.

Von den insgesamt 1'162 (1'279) erbrachten Hilfeleistungen (Schnee-, Wasser-, Sturm- und Blitzschäden, Insekten, technische Hilfeleistungen etc.) entfielen 1'078 (1'176) auf das Gemeindegebiet, 84 (103) Hilfestellungen fanden ausserhalb der Gemeindegrenze statt.

Das zweifelsohne prägenste Ereignis im Berichtsjahr verwandelte Teile der Schweiz im August zum Katastrophengebiet. Nach intensiven Regenfällen traten hochgehende Bäche, Flüsse und Seen über ihre Ufer. Die Anrainergebiete entlang der Aare in der Stadt Bern wurden vom Hochwasser mit voller Wucht getroffen, der Höchstwert der Durchflussmenge war innerhalb weniger Stunden erreicht. Zahlreiche Rettungskräfte der Stadt und Region Bern sowie der Armee standen während mehrerer Tage ununterbrochen über 24 Stunden im Einsatz, um Leben zu erhalten, Schäden zu minimieren und beschädigte Infrastrukturen wieder in Gang zu setzen. Mehrere Personen und Tiere konnten in den Schadengebieten von den Rettungsdiensten unbehelligt evakuiert und in Sicherheit gebracht werden. In der Matte jedoch war dies nur noch unter Einsatz von Rettungshelikoptern der Rega möglich. Die gewaltigen Wassermassen hinterliessen an Gebäuden, Fluren und Sachwerten verheerende Schäden in Millionenhöhe.

Die 82 erbrachten Dienstleistungen für die Gemeinde Bern entsprechen ziemlich genau dem Vorjahreswert (84). Die mutwilligen Falschmeldungen, die zum Ausrücken der Feuerwehr führten, haben sich erfreulicherweise gegenüber dem Vorjahr (24) um 9 auf 15 Fälle reduziert.

Die Zahl der Einsätze verteilte sich sehr ungleich auf die einzelnen Monate. Waren es im Mai 283 bzw. im Juni 287 Ausrückungen, gab es im Februar und März nur deren je 139 zu bewältigen, was auf die alljährlich feststellbare klima- und wetterbedingte Beeinflussung des Einsatzgeschehens zurückzuführen ist.

 

Feuerwehreinsätze 2005 2004 Veränderung
Grossbrände
3
8
- 5
Mittelbrände
21
16
+ 5
Kleinbrände
353
303
+ 50
Automatische Alarme ohne Einsatz
644
653
- 9
Hilfeleistungen
1'162
1'279
- 117
Dienstleistungen für die Gemeinde
82
84
- 2
Mutwillige Falschmeldungen
15
24
- 9
Total
2'280
2'367
- 87

 

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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