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3. Februar 2006 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 41

Die Stadtpolizei Bern teilt mit:

Sicherheitsbilanz 2005: Verdoppelung der Zahl der Interventionen wegen häuslicher Gewalt

pid. Nach einem deutlichen Rückgang der Anzeigen im Vorjahr hat die Zahl der angezeigten Straftaten im Jahr 2005 um 565 auf 24’948 Delikte zugenommen. Einem Rückgang bei den Vermögensdelikten im Jahr 2004 folgte im vergangenen Jahr ein Anstieg um 229, was 1.5 % entspricht. Diese Zunahme der Vermögensdelikte ist auf eine konsequentere Anzeigepraxis der Geschädigten von Sachbeschädigungen zurückzuführen. Klammert man die Zunahme aus, resultiert gar ein Rückgang der Anzahl Straftaten. Fast verdoppelt, nämlich von 141 auf 281 Fälle, hat sich die Zahl der Interventionen wegen häuslicher Gewalt. Der Anstieg muss auf die Offizialisierung der Straftaten in Ehe und Partnerschaft zurückgeführt werden. Gegen eine Zunahme der Schwere der Fälle von häuslicher Gewalt spricht, dass 2005 nahezu gleich oft wie im Vorjahr eine Polizeihaft oder ein polizeilicher Gewahrsam angeordnet werden musste.

Vermögensdelikte

Die Zahl der Vermögensdelikte hat gegenüber dem Vorjahr von 15’170 auf 15’399 Straftaten (+ 1.5 %) leicht zugenommen. Die Zunahme ist im Wesentlichen auf den Anstieg bei den Sachbeschädigungen von 1’755 auf 2’799 (+ 59.5 %) zurückzuführen. Klammert man diese Zunahme von 1'044 Anzeigen, die auf die Aktionen „Casablanca“ und „Bern Mobile“ zurückzuführen sind, aus, resultiert bei den Vermögensdelikten gar ein Rückgang. Grund für die Zunahme ist nicht eine Häufung der Sachbeschädigungen, sondern ein konsequenteres Anzeigeverhalten der Geschädigten. Abgenommen hat die Zahl der einfachen Diebstähle um 13.1% auf 6’033. Diese Abnahme ist unter anderem die Folge von gezielten Aktionen gegen Taschendiebe. Die Zahl der Einbruchdiebstähle war ebenfalls rückläufig (- 2.3% auf 1’794). Einer Abnahme bei den Raubdelikten (-18.2 % auf 112) steht ein Anstieg von 69 auf 84 angezeigter Delikte beim Entreissdiebstahl gegenüber.

Gewaltdelikte

Die Gesamtzahl der Delikte gegen Leib und Leben hat gegenüber dem Vorjahr um 54 auf 501 Straftaten zugenommen. Die Summe der versuchten und vollendeten Tötungsdelikte ist mit 5 Fällen gleich hoch geblieben wie im Vorjahr. Angestiegen ist erneut die Zahl der Tätlichkeiten (+23.6 % auf 272 Fälle), welche die mildeste Form der strafbaren Handlungen gegen Leib und Leben darstellen. Zugenommen um 5.2 % auf 2’002 hat sodann die Zahl der Körperverletzungen. Die Zunahme dieser Straftaten ist nach unseren Erkenntnissen nicht auf einen effektiven Anstieg der Gewalt, sondern auf die Offizialisierung der Straftaten in Ehe und Partnerschaft zurückzuführen. Auf den gleichen Umstand ist auch die Zunahme der Drohungen um 23.1 % auf 192 Delikte zurückzuführen. Die Zahl der Interventionen wegen häuslicher Gewalt hat sich von 141 auf 281 nahezu verdoppelt. Gegen eine Zunahme der Schwere der Fälle von häuslicher Gewalt spricht, dass 2005 nahezu gleich oft wie im Vorjahr eine Polizeihaft oder ein polizeilicher Gewahrsam angeordnet werden musste. Der Zunahme der Anzeigen wegen Gewalt im häuslichen Bereich steht erneut die erfreuliche Tendenz der Abnahme der Gewalt im öffentlichen Raum entgegen:

·         Raub 112 Fälle (-25)

·         Raufhandel 9 Fälle (-2)

·         Landfriedensbruch 1 Fall (-34)

·         Gewalt und Drohung gegen Beamte 93 Fälle (-10)

·         Hinderung einer Amtshandlung 69 Fälle (-8)

Sexualdelikte

Bei den Sexualdelikten waren im Jahr 2005 Fälle von sexuellen Handlungen mit Kindern 14 (-3) und Fälle von Exhibitionismus 19 (-3) rückläufig. Zugenommen hat hingegen die Zahl der sexuellen Nötigungen auf 27 (+17) und der Vergewaltigungen auf 19 (+2). Der Grund dafür dürfte teilweise ebenfalls bei der Offizialisierung der Straftaten im häuslichen Bereich zu suchen sein. Auffallend ist die hohe Zahl der Fälle, in denen eine Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung geltend gemacht wurde, sich jedoch nachweislich nicht ereignet hat. So hat die Zahl der Anzeigen wegen Irreführung der Rechtspflege (+ 66.7% auf 30) im Jahr 2005 ebenfalls zugenommen. Angestiegen ist schliesslich die Zahl der Anzeigen wegen verbotener Pornografie auf 36 Fälle (+11).

Betäubungsmitteldelikte

Im Jahr 2005 wurden 4’133 Anzeigen wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz erstattet. Dies sind 160 oder 4.0 % mehr als im Vorjahr. 1’361 Anzeigen oder 223 weniger als im Jahr 2004 betrafen den illegalen Umgang mit Cannabis. 374 Anzeigen entfielen auf den Handel mit Betäubungsmitteln (2004: 510), davon 231 oder 62% auf Ausländer. Während sich die Sicherstellungen beim Cannabis mit rund 30.9 kg im Rahmen des Vorjahres (28.8 kg) bewegten, sind die Sicherstellungen bei den Hanfpflanzen mit 6’545 Stück (2004: 1’117 Stück) und beim Haschisch 49.4 kg (2004: 9 kg) markant angestiegen. Der Summe des im Zusammenhang mit illegalem Betäubungsmittelhandel sichergestellten Bargeldes ist auf 411'865 Franken (+ 73'034 Franken) angewachsen. 

Polizeikommando der Stadt Bern

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DateiSicherheitsbilanz 2005 in Zahlen 25.10.2015 31.4 KB

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