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3. Februar 2006 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 42

Die Stadtpolizei Bern teilt mit:

Unfallstatistik 2005: Rückgang der Unfälle mit Personenschaden in der Stadt Bern

pid. Die Verkehrsunfälle in der Stadt Bern nahmen gegenüber dem Vorjahr nur wenig ab. Die Abnahme der Unfälle mit Personenschaden war mit 6.25% jedoch deutlich. Dies wirkte sich auch bei der Anzahl der verletzten Personen positiv aus. Drei Personen erlitten im letzten Jahr tödliche Verletzungen.

 

2005

2004

Unfälle mit Personenschaden

450

480

Unfälle gesamt

1254

1261

Total Verletzte

544

580

Total Getötete

3

2

Sachschaden in Franken

8'627'000

9'037'100

 

 

 

Unfälle mit leichten Zweirädern (Velo, Mofa)

154

151

Unfälle mit Kindern

22

18

 

Schwerpunkt-Thema 2005  "0.5 Promille"

Die Herabsetzung der Promillegrenze auf 0.5 Promille führte im vergangenen Jahr in der Prävention und hinsichtlich von Kontrollen zu einem Schwerpunkt der Stadtpolizei Bern. Die nationalen Präventions-Kampagnen wurden unterstützt, einige Kontrollen erfolgten zudem in Absprache und Koordination mit dem Polizeikonkordat Nordwestschweiz.

Die Herabsetzung der Promillegrenze beeinflusst auch die Statistik der Unfälle unter Alkoholeinfluss. Erstmals erscheinen nun die Unfälle im Bereich der nicht qualifizierten Alkoholkonzentration zwischen 0.5 – 0.79 Promille in der Statistik der "Alkohol-Unfälle". Die Unfälle mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration von 0.8 Promille und mehr waren leicht rückläufig. Gesamthaft führten die beiden Umstände zu einer leichten Zunahme der Unfälle unter Alkoholeinfluss.

Die Unfälle unter Drogenmissbrauch (20) haben gegenüber dem Vorjahr (8) wiederum zugenommen, entsprechen nach dem überraschenden Rückgang im letzten Jahr wieder dem Durchschnitt der letzten Jahre.

Unfälle wegen Alkohol, Drogen und Medikamenten

1993

1998

2003

2005

Total Unfälle infolge Zustand der Verkehrsteilnehmenden

106

103

133

137

Missbrauch von Alkohol

84

81

88

90

Missbrauch von Drogen

2

2

21

20

Missbrauch von Medikamenten

1

0

2

3

Momentaner Schwächezustand (z.B. Übermüdung)

12

7

7

7

Krankheit

6

8

8

5

Unfalltypen und Unfallhauptursachen 

Trotz der ausgeglichenen Zahl der Verkehrsunfälle sind wiederum Schwankungen hinsichtlich der Unfalltypen erkennbar. Nach dem erfreulichen Trend des letzten Jahres nahmen die Auffahrunfälle wiederum zu (+ 12.3%), hingegen waren die Unfälle beim Abbiegen entgegen dem Vorjahr deutlich abnehmend (- 17.9%).  Die Unfälle mit zu Fuss Gehenden und mit leichten Zweirädern blieben gleich.

Unfallhäufigkeit nach Unfalltyp

2005

2004

Auffahrunfälle

338

301

Unfall mit Richtungswechsel (Abbiegen)

229

270

Selbst- / Schleuderunfälle

209

212

Fussgängerunfälle

74

76

Andere Unfälle

216

190

Auffahrunfälle

Die wichtigsten Einflüsse und Mängel, welche zu Auffahrunfällen führen, sind einerseits beim Zustand und der Unaufmerksamkeit des Fahrzeugführenden, anderseits in der falschen Beurteilung der Verkehrssituation und der daraus folgenden nicht angepassten Fahrweise zu suchen. Die Zunahme der Unfälle durch zu nahes Aufschliessen steht ebenfalls in direktem Zusammenhang mit der unachtsamen Fahrweise und Ablenkung während des Fahrens.

Auffahrunfälle

 

2005

2004

Total Unfälle

338

301

Zustand des Fz-Lenkenden (Alkohol, Drogen, Krankheit etc.)

28

17

Unachtsames Fahren

39

34

Ablenkung durch Mitfahrende

1

3

Ablenkung durch Radio, Tonband etc.

4

4

Ablenkung Telefon

1

3

Nichtanpassen der Geschwindigkeit

40

30

     davon an die Strassenverhältnisse (z.B. Nässe)

12

7

     davon an die Verkehrsverhältnisse (z.B. reger Verkehr)

26

22

Überschreiten der signalisierten Geschwindigkeit

2

1

Zu nahes Aufschliessen

204

180

Selbst- und / oder Schleuderunfälle 

Die Anzahl der Selbst – und Schleuderunfälle stagnierte. Die Zahl der Unfälle aufgrund des Selbstverschuldens der Lenkerin bzw. des Lenkers ist weiterhin der wichtigste Grund für Auffahrunfälle. Die Anzahl der Unfälle aufgrund der nicht angepassten Geschwindigkeit ist gegenüber dem Vorjahr etwa gleich.

Selbst- und Schleuderunfälle

2005

2004

Total Selbst- / Schleuderunfälle

209

212

Zustand des Fahrzeuglenkenden (Alkohol, Drogen, Krankheit)

78

71

     davon unter Alkoholeinfluss

50

47

     davon Drogen

7

2

Unachtsames Fahren oder Ablenkung

16

13

Nichtanpassen der Geschwindigkeit

47

53

     davon an die Linienführung (z.B. Kurve)

10

19

     davon an die Strassenverhältnisse (z.B. Nässe)

34

29

Überschreiten der signalisierten Geschwindigkeit

7

16

Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Stadt Bern

Der Mensch verursacht durch sein Fehlverhalten gegen 90 % der Strassenverkehrsunfälle. Viele Kollisionen könnten durch kleine Korrekturen im Verhalten und in der Einstellung während der Verkehrsteilnahme verhindert werden. Die Unfallprävention wird sich im Rahmen des Massnahmenplanes Verkehrssicherheit im Jahr 2006 weiterhin auf Aktivitäten entlang des Basisstrassen-Netzes konzentrieren. Mit geeigneten Mitteln sollen gezielt die Auffahr- sowie die Selbstunfälle vermindert werden. Gezielte, wiederkehrende Hinweise und Aufforderungen sollen die Verkehrsteilnehmenden für ein sicheres Verkehrsverhalten motivieren. Die wiederholt erkennbaren Informationen werden sporadisch mit zusätzlichen Elementen unterstützt. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Abteilung Verkehrsplanung der Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün.

Die jeweiligen Präventionskampagnen werden durch gezielte Kontrollen der Verkehrspolizei unterstützt.

Polizeikommando der Stadt Bern

fm

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