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20. Januar 2010 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 1

Einsatzstatistik 2009 der Berufsfeuerwehr

Berufsfeuerwehr rückte 2009 insgesamt 2'267-mal aus

bfb. Mit einem theoretischen Durchschnitt von 6,2 (6,5) Ausrückungen pro Tag und trotz einer leichten Verminderung der Interventionen um 88 Einsätze bzw. 3.7 % gegenüber dem Vorjahr (2'355) geht das Berichtsjahr mit insgesamt 2'267 geleisteten Einsätzen als bewegtes Jahr in die Geschichte der Berufsfeuerwehr ein. Die Zunahme von Mittel- und Grossereignissen führte zu einem erheblichen Anstieg an Personen- und Sachschäden. Damit der Dienstbetrieb aufrechterhalten werden konnte, mussten bei 80 Ereignissen (73) alarmmässig Teile der dienstfreien Wache und/oder der Nachtwache und des Brandcorps aufgeboten werden.

Im Vergleich mit dem Vorjahr (239) ist bei den Brandfällen ein Rückgang um 22 auf insgesamt 217 Einsätze festzustellen. Obwohl auch der Anteil der Brandfälle an den gesamthaft geleisteten Einsätzen gegenüber dem Vorjahr leicht von 10,2 auf 9,6 % sank, wurde die Stadt Bern im Berichtsjahr von 5 (3) Grossbränden heimgesucht. Diese betrafen Logistikbauten in Bümpliz und bei der Schanzenpost, einen Vollbrand eines Wohnhauses im Löchligut sowie zwei Dachstockbrände im Breitenrain (Wohnhaus) und in der Lorraine (Schulhaus). Bei einem weiteren Millionenschaden verursachenden Grossbrand in einer Einstellhalle in Hinterkappelen (Wohlen) wurde die Berufsfeuerwehr zur Hilfestellung in ihr Stützpunktgebiet gerufen. 14 (8) Mittelbrände im Gemeinde- und benachbarten Stützpunktgebiet verursachten zudem hohe Sach- und Personenschäden. So musste nach einem Küchenbrand im Marzili erstmals seit 2005 wieder eine Brandtote in der Stadt Bern beklagt werden.

In 753 (710) Fällen erfolgten Ausrückungen aufgrund von automatischen Alarmmeldungen. Davon erwiesen sich deren 78 (70) als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte notwendig machten.

Unter anderem bedingt durch das Ausbleiben der Interventionen zur Behebung von Schneeschäden und der geleisteten Einsätze zu Gunsten der EURO 08 im Vorjahr (1’339) verringerten sich  die Hilfeleistungen um 8 % oder 107 Ausrückungen auf  1’232 Einsätze. Chemieunfälle in einem Hallenbad im Weissenbühl und in einem Nahrungsmittelbetrieb in Langnau i. E. sowie ein erheblicher Wasserschaden in einem Geschäftshaus in der Innenstadt und ein heftiges Gewitter über der Region Bern lösten Grosseinsätze aus. Erfreulicherweise musste im Berichtsjahr kein einziges Mal wegen eines drohenden Hochwassers der Aare interveniert werden.

Gegenüber dem Vorjahr (125) um 18 auf insgesamt 107 verringert haben sich die  Dienstleistungen für die Gemeinde Bern, was auch hier hauptsächlich mit dem Wegfall der im Vorjahr geleisteten Sicherheitsdienste zu Gunsten der EURO 08 zu begründen ist.

Leider Unerfreuliches ist bei den mutwilligen Falschmeldungen zu vermelden, die zum unnötigen Ausrücken der Feuerwehr führten. Diese haben sich im Vergleich mit dem Vorjahreswert (12) massiv um 24 auf 36 Ausfahrten erhöht.

Die Zahl der Einsätze verteilte sich sehr ungleich auf die einzelnen Monate. Waren es im Juli 322 Ausrückungen, gab es im Dezember nur deren 112 zu bewältigen.

Feuerwehreinsätze

  2009

    2008

    Veränderung

Grossbrände

6

3

+ 3

Mittelbrände

14

8

+ 6

Kleinbrände

197

228

- 31

Automatische Alarme ohne Einsatz    

675

640

+ 35

Hilfeleistungen

1232

1339

- 107

Dienstleistungen für die Gemeinde

107

125

- 18

Mutwillige Falschmeldungen

36

12

+ 24

Total

2267

2355

- 88

 

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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