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17. Januar 2011 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 1

Einsatzstatistik 2010 der Berufsfeuerwehr

Elf Grossbrände prägten 2010 die Arbeit der Berufsfeuerwehr

bfb. Die Berufsfeuerwehr rückte im vergangenen Jahr zu insgesamt 2'162 Interventionen aus, was einem theoretischen Durchschnitt von sechs Einsätzen pro Tag entspricht. Die elf im Berichtsjahr geleisteten Einsätze bei Grossbränden stellen im Vergleich mit den vergangenen zwei Jahrzehnten einen Rekord dar. Bei 72 Ereignissen mussten zur Verstärkung der Einsatzmannschaften Teile der dienstfreien Wache und/oder der Nachtwache und des Brandcorps alarmmässig aufgeboten werden.

Die im Jahr 2010 von der Berufsfeuerwehr insgesamt 2'162 geleisteten Einsätze führten gegenüber dem Vorjahr (2'267) zu einer verminderten Einsatztätigkeit von 105 Interventionen oder 4.6%. Die Reduktion ist hauptsächlich auf die automatischen Brandalarme zurückzuführen, wo im Vergleich mit dem Vorjahr 96mal weniger ausgerückt werden musste.

Der Anteil der insgesamt 193 Brandfälle an den gesamthaft geleisteten Einsätzen ging gegenüber dem Vorjahr (217) von 9.6% auf 8.9% zurück. 156 (196) Brandfälle betrafen das Gemeindegebiet Bern, bei weiteren 37 (21) Bränden leistete die Berufsfeuerwehr ausserhalb der Gemeinde nachbarliche Hilfe. Im Vergleich mit 2009 (1) sind auf dem Gemeindegebiet erfreulicherweise keine Brandtoten zu beklagen. Demgegenüber überdurchschnittlich hoch zeigt sich die Anzahl der 11 (6) geleisteten Interventionen bei Grossbränden, die in diesem Ausmass letztmals 1987 erreicht wurde. Diese betrafen im Gemeindegebiet ein Wohnhaus und eine Tiefgarage in Bümpliz, ein Restaurant in der Innenstadt, eine Scheune bei der Waldau sowie einen Neubau im Obstberg. Bei weiteren sechs Grossbränden musste in Gümligen (Wohnhaus, 2 Todesopfer), Biel (Garage und Geschäftshaus) Wohlen, Ferenbalm und Oberbalm (Bauernhäuser) sowie beim Bahnhof Müntschemier (Vollbrand einer BLS-Zugkomposition) nachbarliche Hilfe im Stützpunktgebiet geleistet werden.

In 631 (753) Fällen erfolgten Ausrückungen aufgrund von automatischen Alarmmeldungen. Davon erwiesen sich deren 52 (78) als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte notwendig machten.

Gegenüber dem Vorjahr (1'232) leicht erhöht haben sich die 1'260 Hilfeleistungen (Personen- und Tierrettungen, Schnee-, Wasser-, Sturm- und Blitzschäden, Insekten, technische Hilfeleistungen etc.), deren Anzahl jährlich von der wetterbedingten Beeinflussung abhängig ist. Davon entfielen 1'076 (1'096) Einsätze auf das Gemeindegebiet, 184 (136) Hilfestellungen fanden ausserhalb der Gemeindegrenze statt. Ein Wasserschaden in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Innenstadt, Wasser- und Sturmschäden aufgrund des 1. August-Unwetters sowie ein Chemieunfall in Ostermundigen lösten Grosseinsätze aus.

Die 93 Dienstleistungen für die Gemeinde, dazu zählen u. a.  die Sicherheitsdienste im Stade de Suisse, haben sich gegenüber dem Vorjahr (107) leicht vermindert.

Immer noch unerfreulich hoch schlagen die 37 (36) mutwilligen Falschmeldungen zu Buche, die zu unnötigem Ausrücken führten.

Die Zahl der Interventionen verteilte sich sehr ungleich auf die einzelnen Monate. Waren es im Januar nur deren 118 Ausrückungen, mussten im Juli 345 bewältigt werden, was auf die alljährlich feststellbare wetterbedingte Beeinflussung des Einsatzgeschehens zurückzuführen ist.

Feuerwehreinsätze

  2010

    2009

    Veränderung

Grossbrände

11

6

+ 5

Mittelbrände

6

14

- 8

Kleinbrände

176

197

- 21

Automatische Alarme ohne Einsatz    

579

675

- 96

Hilfeleistungen

1260

1232

+ 28

Dienstleistungen für die Gemeinde

93

107

- 14

Mutwillige Falschmeldungen

37

36

+ 1

Total

2162

2267

- 105

 

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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