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3. Juli 2012 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 44

Stadt Bern

Kontrolliert hohe Wassermenge der Aare

bfb. Seit Tagen führt die Aare in Bern viel Wasser. Weil auch in den nächsten Tagen grössere Regenfälle erwartet werden, sieht sich das kantonale Amt für Wasser und Abfall AWA gezwungen, noch mehr Wasser aus dem Thunersee abfliessen zu lassen. Das könnte dazu führen, dass im Raum Bern wegen des steigenden Grundwasserspiegels Wasser in exponierte Keller fliesst.

Als Resultat der aus dem Thunersee kontrolliert abfliessenden Wassermenge zeigt die Messstation Schönau seit Tagen Werte von bis zu 300 m3/sec. Weil Brienzer- und Thunersee hohe Wasserstände aufweisen und in den nächsten Tagen mit weiteren grösseren Regenfällen gerechnet werden muss, sieht sich das AWA gezwungen, noch mehr Wasser über den Hochwasserstollen abfliessen zu lassen. Die Abflussmenge beträgt heute Mittwochabend, 3. Juli 2012, um 18.00 Uhr, bei der Messstation Schönau bereits knapp 330 m3/sec. Die steigende Tendenz wird in den nächsten beiden Stunden noch anhalten, nachdem die Durchflussmenge im Hochwasserstollen von 50 auf 70 m3/sec erhöht worden ist. Dieser Wert soll gemäss AWA während der ganzen Nacht beibehalten werden.

Für Bern heisst dies, dass mit einer Wassermenge von ca. 340 m3/sec, allenfalls sogar etwas mehr, gerechnet werden muss. Dies ist ein Wert, bei welchem die Berufsfeuerwehr Bern vorsorgliche Massnahmen auslöst. Nebst ersten baulichen Vorkehrungen wird die Aare überwacht, insbesondere auch wegen Ansammlungen von Schwemmholz. Auch besteht ein permanenter Kontakt mit der Pikettstelle des AWA. Zudem hat die Berufsfeuerwehr entschieden, für die Anwohnerschaft der potentiell gefährdeten Gebiete entlang der Aare eine vorsorgliche Meldung auszulösen. Sie will damit die Bevölkerung aufmerksam machen, dass steigendes Grundwasser in exponierte Kellerräumlichkeiten fliessen könnte.

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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