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5. Juli 2012 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 46

Stadt Bern

Hochwassergefahr gebannt

bfb. Als Folge massiver Niederschläge im Gebiet Eriz sind am Mittwochabend in Teilen der Stadt Bern vorsorglich die Sirenen ausgelöst worden. Die befürchteten Wassermengen von 450m3/sec blieben jedoch aus. Trotzdem lieferten sich die Einsatzkräfte einen Wettkampf mit der Zeit: Die zahleichen Sperren konnten gerade noch rechtzeitig eingebaut werden, Schäden blieben weitestgehend aus.

Als Folge der massiven Niederschläge im Gebiet Eriz führte die Zulg am Mittwoch, 4. Juli 2012, gegen 18.00 Uhr plötzlich ca. 200 m3/sec Wasser und viel Schwemmholz. Wegen des bereits hohen Pegelstandes der Aare musste mit einem unmittelbaren Überlaufen gerechnet werden. Die befürchteten Wassermengen von 450m3/sec wurden jedoch nicht erreicht; die Höchstmenge betrug um 20.00 Uhr 415 m3/sec. Der Pegelstand in der Schönau war ab 21.00 Uhr wieder rückläufig.

Nach Bekanntwerden der drohenden Gefahr alarmierte die Berufsfeuerwehr mittels SMS-Alarm die Bewohnerinnen und Bewohner in den bedrohten Gebieten. Gleichzeitig wurde die interne Alarmierung ausgelöst. In einem Wettkampf gegen die Zeit gelang es 111 Feuerwehrmännern von Berufsfeuerwehr, Nachtwache und Brandcorps die zahlreichen vorbereiteten und mobilen Hochwassersperren zwischen Dalmazi und Felsenau noch rechtzeitig einzubauen, so dass ein Überlaufen der Aare verhindert werden konnte. Die Feuerwehrleute wurden dabei von 15 Kollegen aus Köniz unterstützt.

Insgesamt 25 Mitarbeitende der Kantonspolizei regelten den Verkehr auf den Zufahrtswegen und halfen mit, den Einsatz zu koordinieren. Die Sanitätspolizei war mit 12 Mitarbeitenden vor Ort. Einsätze auf dem Wasser waren keine nötig. Es mussten jedoch unvorsichtige Personen von gefährlichen Stellen ferngehalten werden.

An schwerem Gerät kam in der Matte beim Tych ein grosser Kranwagen zum Einsatz: Er entfernte zuerst zwei Schleusenelemente und anschliessend Schwemmholz, was zu einer merklichen Entschärfung der Situation führte. In der Wasserwerkgasse wurden zudem zwei Pumpen in Betrieb genommen.

Grössere Schäden sind ausgeblieben, lediglich in einem Gebäude in der Matte war Wasser eingetreten.

Weil das Ausmass der zu erwartenden Wassermassen nicht genau abgeschätzt werden konnte und sich viele Personen auf den Uferwegen befunden hatten, wurde nach 20.00 Uhr entschieden, in Teilen der Stadt Bern vorsorglich die Sirenen auszulösen.

Die Einsatzkräfte sind in der Zwischenzeit zur Nachtorganisation übergegangen. Teile von Polizei, Feuerwehr und Sanitätspolizei überwachen weiterhin die Lage. Ziel des kantonalen Amtes für Wasser und Abfall bleibt, die Pegelstände von Brienzer- und Thunersee zu reduzieren, deshalb wird die Aare auch in den nächsten Tagen viel Wasser führen. Weil die Wetterprognosen weiterhin unstabil sind und mit weiteren starken Regenfällen gerechnet werden muss, bleibt das Sicherheitsdispositiv mit den Hochwassersperren vorerst bestehen.

Die Bevölkerung ist weiterhin dazu angehalten, überflutungsgefährdete Kellerräume und Erdgeschosse auf Grundwassereinbrüche zu kontrollieren.

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Datei PDF documentCheckliste_Hochwasser (PDF 319 KB) 25.10.2015 319.4 KB

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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