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16. Januar 2014 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 3

Einsatzstatistik 2013 der Berufsfeuerwehr Bern

ABCN-Gefahren und gesellschaftlich bedingte Herausforderungen prägen vermehrt die Arbeit der Feuerwehr

Die Berufsfeuerwehr intervenierte im vergangenen Jahr insgesamt 2129 mal, was einem theoretischen Durchschnitt von rund sechs Einsätzen pro Tag entspricht. Bei 94 Ereignissen mussten zur Verstärkung der Einsatzmannschaften Teile der dienstfreien Wache und/oder der Nachtwache und des Brandcorps alarmmässig aufgeboten werden. 621 mal bewältigte die Feuerwehr gleichzeitig zwei oder mehr Ereignisse an unterschiedlichen Orten. Öl- und Chemiewehr-Einsätze, die Gefahr von Hochwasser und Sicherheitseinsätze im Rahmen von Veranstaltungen prägten vermehrt die Arbeit der Feuerwehr.

Die Berufsfeuerwehr Bern rückte im vergangenen Jahr zu insgesamt 2129 Interventionen aus. Dies sind 71 Einsätze oder 3,3% weniger als im Vorjahr (2200). Die Zahl der Einsätze liegt auch unter dem 10-Jahresdurchschnitt (2298).

Brände

Der Elektrobrand im Anna-Seiler-Haus und auf Kantonsgebiet die Grossbrände des Gemeindehauses in Trubschachen, in einem Geschäftshaus in Ostermundigen, eines Ökonomiegebäude in Riggisberg und einer Lagerhalle in Cressier FR zählten zu den herausragenden Brandereignissen im Berichtsjahr. Die Zahl der Küchen-, Zimmer- und Wohnungsbrände ist erfreulicherweise von 42 auf 24 zurückgegangen, hingegen stieg die Anzahl Brände elektrischer Einrichtungen von 21 auf 27. Ungenügend gewartete Installationen und mangelnde Aufmerksamkeit beim Kochen stehen als Ursachen im Vordergrund.

Von den insgesamt 210 (219) Brandfällen betrafen 185 (196) das Gemeindegebiet Bern. Bei 25 (23) weiteren Bränden auf dem Kantonsgebiet kam die Berufsfeuerwehr Bern zur Verstärkung der jeweiligen Ortsfeuerwehr zum Einsatz.  

In 576 (658) Fällen rückte die Berufsfeuerwehr aufgrund automatischer Alarmmeldungen aus. Davon erwiesen sich 59 (52) als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte notwendig machten.

ABCN-Gefahren und gesellschaftlich bedingte Herausforderungen 

Im Bereich der atomaren, biologischen und chemischen Gefahren wie auch der Naturgefahren machten Öl- und Chemieereignisse 9% aller Interventionen aus. Von den 193 Öl-, Benzin- und Chemieschäden ereigneten sich 111 auf dem Stadtgebiet (2012: 195/115). Die zunehmende Sensibilität im ABC-Bereich führt dazu, dass die Anforderungen an die Feuerwehren ständig grösser werden. Die Berufsfeuerwehr unterstützt im Rahmen der Sonderstützpunktaufgaben mit ihrem vertieften Fachwissen Milizfeuerwehren auf Kantonsgebiet.

Einmal mehr sorgte Hochwasser anfangs Juni für eine angespannte Situation: Während ergiebige Niederschläge im Kanton zahlreiche Schäden verursachten, verhinderten die rechtzeitige Alarmierung der Einsatzkräfte, die konsequente Intervention, der Einbau der vorbereiteten mobilen und festen Sperrelemente und weitere Schutzmassnahmen in Bern Schlimmeres.

Eine besondere Belastung stellten einerseits Sicherheitseinsätze um Sportveranstaltungen mit erhöhtem Risiko (13 / 2012:15) dar, andererseits beschäftigten Demonstrationen die Einsatzkräfte. Allein die Kundgebung „Tanz dich frei" löste für die Berufsfeuerwehr 27 Einsätze aus.

Hilfeleistungen

Gegenüber dem Vorjahr (1280) leicht ansteigend waren die 1314 Hilfeleistungen (Personen- und Tierrettungen, Schnee-, Wasser-, Sturm- und Blitzschäden, technische Hilfeleistungen, Insekten etc.). Davon entfielen 1133 (1'108) Einsätze auf das Gemeindegebiet, 181 (172) Hilfestellungen fanden ausserhalb der Gemeindegrenze statt. Oft belastend waren die Interventionen bei schweren Verkehrsunfällen mit Verletzten und toten Autoinsassen (45 gegenüber 37 im Jahr 2012). 72 Einsätze betrafen Personen- und Tierrettungen respektive -befreiungen (2012: 56). Solche Einsätze werden immer wieder von Spezialisten der Berufsfeuerwehr geleistet; sei es als Rettungsspezialist Helikopter, als Höhen- und Tiefenretter oder bei Grosstierrettungen mit speziellem Gerät. Zahlreiche Einsätze betrafen Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen: 349 Schwärme konnten eingefangen, umgesiedelt oder mussten vernichtet werden (2012: 299).

 

Feuerwehreinsätze

2013

2012

Veränderung

Grossbrände   

5

14

- 9

Mittelbrände

9

8

+ 1

Kleinbrände  

196

197

- 1

Automatische Alarme ohne Einsatz

517

606

- 89

Hilfeleistungen

1314

1280

+ 34

Dienstleistungen für die Gemeinde  

58

69

+ 11

Mutwillige Falschmeldungen

30

22

+ 8

Total

2129

2200

- 72

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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