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8. Juni 2016 | Feuerwehr und Sanitätspolizei
Medienmitteilungsnummer 17

Neue Feuerwehrkaserne

Schutzpatron St. Florian eingeweiht

Am Dienstagabend haben Angehörige der Berufsfeuerwehr, weitere Mitarbeitende der Abteilung Feuerwehr, Zivilschutz und Quartieramt und zahlreiche Gäste den Heiligen Florian, Schutzpatron der Feuerwehren, eingeweiht. Die Statue, ein Werk des Berner Eisenplastikers Housi Knecht, ist ein Geschenk der Gebäudeversicherung Bern (GVB).

Die Referenten vor dem Schutzpatron. Pfarrer Christian Jegerlehner, Sicherheitsdirektor Reto Nause, Ueli Winzenried, Vorsitzender der Geschäftsleitung der GVB, Kommandant Simon Zumstein und Projektleiter Michael Joss (vlnr).
Bild Legende:

Am Dienstag, 7. Juni 2016, war es endlich soweit: Das wohl gehütete, knapp drei Meter hohe, eingehüllte Geheimnis vor dem Stützpunkt Forsthaus West konnte gelüftet werden. Die Angehörigen der Berufsfeuerwehr, eine Delegation von Nachtwache und Brandcorps, weitere Mitarbeitende der Abteilung Feuerwehr, Zivilschutz und Quartieramt wie auch zahlreiche Gäste hatten sich um 16.00 Uhr vor dem Haupteingang der neuen Feuerwehrkaserne eingefunden.
In seiner Begrüssungsansprache hob Kommandant Simon Zumstein die historische Verbundenheit der Feuerwehrangehörigen mit ihrem Schutzpatron hervor. So möge Florian die Feuerwehrangehörigen durch alle Extremsituationen begleiten und ihnen in seiner Bereitschaft und Selbstlosigkeit, Menschen in Not beizustehen, ein Vorbild sein. Hoch oben im Korb der Autodrehleiter war es anschliessend Künstler Housi Knecht vorbehalten, seine Skulptur aus Chromstahl zu enthüllen. Seine Inspiration hatte er sich aus einem Branderlebnis geholt: Die Dynamik in der Löschaktion, das zielstrebige Voranschreiten der Feuerwehrleute hatte er in seinem Werk umgesetzt.
Der Heilige Florian ist ein Geschenk der GVB. Ihre Verbindung zur Feuerwehr ist das Kantonale Feuerwehrinspektorat als Teil der GVB. Zu den Aufgaben des Feuerwehrinspektorats zählen die Aus- und Weiterbildung und die strategische Aufsicht der Feuerwehren im Kanton. Zudem leistet die GVB namhafte Beiträge zugunsten der Feuerwehren. Und so freute sich Ueli Winzenried, Vorsitzender der Geschäftsleitung der GVB, denn auch, der Feuerwehr der Stadt Bern eine besondere Versicherungspolice in Form der Skulptur des Heiligen Florians zu überreichen; eine „moralische“ Versicherung für die Feuerwehrfrauen und –männer, die vom neuen Stützpunkt aus zu ihren Einsätzen ausrücken.
Reto Nause, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie, hob die politische Komponente hervor: „Das St. Florian Prinzip“ klinge nach Problemlösung und Pragmatismus, bedeute aber genau das Gegenteil. Wer „St. Florian Politik“ betreibe, schiebe Probleme auf andere ab. Dabei handle nur verantwortungsvoll, wer sich seiner Mitverantwortung bewusst sei. So hätten nicht nur die Angehörigen der Feuerwehr durch ihr Tun und Handeln eine grosse Verantwortung zu tragen, auch Politiker müssten sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt bewusst sein und danach handeln.
Schliesslich hatte Pfarrer Christian Jegerlehner das Wort: Er zitierte aus Goethes „Faust“ „Schall und Rauch“, drehte aber die Redensart – dort wo Rauch ist, brennt es, und wenn schon bald danach der Schall der Feuerwehrautos erklingt, wisse man, dass Rettung naht. Wie Florian zu seiner Zeit selbstloses Handeln verkörperte, habe das Bekämpfen von Brandherden etwas Heldenhaftes an sich. Trotzdem sei das Helfen mit Risiken verbunden, nicht zuletzt für die Gesundheit der Feuerwehrleute selbst. Damit diese schwierige Aufgabe immer wieder gelinge, brauche es auch Gottes Segen.

Informationsstelle Berufsfeuerwehr Bern

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