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16. September 2013 | Gemeinderat, Direktionen

Überarbeitetes Konzept Nachtleben liegt vor

18 Massnahmen fürs Berner Nachtleben

Nach Abschluss der Vernehmlassung und einem intensiven Austausch mit verschiedenen Organisationen und Institutionen liegt das überarbeitete Konzept Nachtleben nun vor. Es soll als Grundlage für ein lebendiges und friedliches Berner Nachtleben dienen und mithelfen, den begonnenen konstruktiven Dialog zwischen Behörden, Klubs und Organisationen weiterzuführen.

Vor rund einem Jahr wurde der erste Entwurf des Konzepts Nachtleben in die öffentliche Vernehmlassung gegeben. Es wurde damals von den Vernehmlassungsteilnehmenden grundsätzlich positiv aufgenommen. Eingebracht wurde insbesondere der Wunsch, die Bereiche Kultur, Jugendarbeit und Sensibilisierung noch stärker ins Konzept zu integrieren. Anlässlich des zweiten Runden Tischs im April 2013 wurden weitere Verbesserungsvorschläge diskutiert. In den drei Arbeitsgruppen „Jugendangebote“, „Kultur“ und „Prävention und Sensibilisierung“, an denen sich zahlreiche Organisationen, Parteien und Institutionen beteiligten, wurden die Vorschläge und Ideen konkretisiert. Sie sind in die abschliessenden Arbeiten zum Konzept Nachtleben eingeflossen. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass mit dem nun vorliegenden Konzept die im Vorfeld geäusserte Kritik aufgenommen und die entsprechenden inhaltlichen Lücken soweit möglich geschlossen wurden. Die Kosten für die Umsetzung der Massnahmen müssen allerdings im Einzelfall noch beschlossen werden.

Ein breites Massnahmenpaket
Das Konzept Nachtleben enthält 18 Massnahmen, mit denen versucht wird, den unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen im Berner Nachtleben Rechnung zu tragen. Bei den Massnahmen handelt es sich einerseits um bereits bestehende und bewährte, die weitergeführt und ausgedehnt werden – so z.B. das Security-Konzept, das staffelweise auf das ganze Stadtgebiet ausgeweitet werden soll. Andererseits sind darin auch neue Massnahmen enthalten, die genauer ausgearbeitet und getestet werden sollen. Dazu zählen unter anderem die Vermittlungsstelle Nachtleben, die Spontanbewilligung sowie die Pilotprojekte für zusätzliche Toilettenanlagen und eine flexible Anpassung der Reinigungszeiten in der Innenstadt.$

Der Gemeinderat hat zudem entschieden, das Verwaltungsgebäude an der Nägeligasse 2 teilweise für eine Nutzung für das Nachtleben anzubieten. Private und Jugendorganisationen können entsprechende Projekte eingeben. Diese werden von der Stadt geprüft und im Rahmen einer Zwischennutzung vergeben.

Ebenfalls neu sind zwei Massnahmen, die sich gezielt an Jugendliche richten: So will die Stadt in Kooperation mit privaten Organisationen für Jugendliche unter 16 Jahren ein attraktives und altersgerechtes Angebot in den Quartieren schaffen, wo sie sich treffen und ihre Freizeit verbringen können. Für Jugendliche unter 18 Jahren sollen die bestehenden Angebote gebündelt und besser bekannt gemacht werden. Geplant ist weiter eine Veranstaltungsreihe gezielt für Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren, die von Klubs und kulturellen Anbietern im Rotationsprinzip organisiert werden soll.

Stärkerer Austausch gewünscht
Im Konzept Nachtleben sind zudem mehrere Massnahmen enthalten, die den Austausch und Dialog zwischen Behörden, Organisationen, Klubs und Kulturschaffenden fördern wollen, darunter der Kulturdialog Nachtleben und der Round Table für Prävention und Sensibilisierung. Die Rückmeldungen am Runden Tisch wie auch aus den Arbeitsgruppen zeigten hierfür ein grosses Bedürfnis. Es wurde dabei auch erkannt, dass in Bereichen wie der Sensibilisierung oder der Alkoholprävention bereits zahlreiche Projekte bestehen, dass für eine bessere Verknüpfung der Angebote und Akteure jedoch eine Plattform fehlt.

Kein abgeschlossenes Konzept
Dem Gemeinderat ist es ein wichtiges Anliegen, dass sich am Diskurs ums Berner Nachtleben und an den Umsetzungsarbeiten möglichst viele Akteure beteiligen. „Mit einem Konzept allein ist es nicht getan. Damit das Berner Nachtleben lebendig bleibt, braucht es den Willen und das Engagement von allen Beteiligten“, so Reto Nause, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie, stellvertretend für den gesamten Gemeinderat. Das Konzept Nachtleben gilt nicht als abgeschlossen. Ziel ist, die Massnahmen regelmässig zu überprüfen, die Erfahrungen und aktuellen Entwicklungen im Berner Nachtleben auszuwerten und das Konzept wo nötig entsprechend anzupassen. Mit der Umsetzung der Massnahmen werden Kosten entstehen, die im Einzelfall noch beschlossen werden müssen.

 

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Titel Bearbeitet
Datei PDF documentKonzept Nachtleben 16.09.2013
Datei PDF documentReferat Alexander Tschäppät 16.09.2013
Datei PDF document Referat Reto Nause 16.09.2013

Informationsdienst Stadt Bern

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