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29. März 2000 | Gemeinderat, Direktionen

Firmenareale werden zu Naturparks

Das Areal vom Alters- und Pflegeheim Kühlewil in Englisberg ist von der Stiftung Natur & Wirtschaft als «Naturpark der Schweizer Wirtschaft» ausgezeichnet worden. Die Stiftung zeichnet Unternehmen aus, die der Natur auf ihren Firmenarealen wertvolle naturnahe Lebensräume schaffen. Ziel der Stiftung ist es, zehn Prozent aller Schweizer Industrie- und Gewerbeareale naturnah zu gestalten.

Die Stiftung Natur & Wirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, rund tausend naturnahe Industrie-/ Betriebs- und Gewerbeareale als Naturparks zu zertifizieren. Dazu sollen einerseits vorbildliche, bestehende Areale ausgezeichnet und anderseits neue Areale angelegt werden.

Im Sommer 1999 stand die Stiftung Natur & Wirtschaft mit 400 Firmen in Kontakt. Bis heute wurden knapp hundert Firmenareale mit dem Qualitätslabel ausgezeichnet, darunter solche von Grossfirmen wie Hoffmann-La Roche, Crédit Suisse, Swisscom, Migros Wynenfeld, Novartis, aber auch viele kleinere und mittlere Betriebe.

Dieses Jahr konnte auch die Parkanlage des Alters- und Pflegeheims ausgezeichnet werden. Folgende Kriterien waren für die Zertifizierung und die Anerkennung als naturnahe Parkanlage ausschlaggebend: Viele Baumbepflanzungen, naturnahe Hecken mit einheimischen Gehölzen, Blumenwiesen, Fassadenbegrünungen, Weiher, Bächlein und Feuchtstandorte. Die Gehwege sind 100% mit Verbundsteinen angelegt und einige Plätze sind nicht versiegelt.

Eine Fachperson ist für die entsprechende Pflege und die Unterhaltsarbeiten zuständig. Um den Anforderungen zu entsprechen, müssen folgende Arbeiten ausgeführt werden:

  • Wiesen spät mähen, damit die Pflanzen absamen können.
  • Bei den Grünflächen Inseln für Insekten stehen lassen.
  • Wiesen und Grünflächen nicht düngen.
  • Schafe weiden lassen.
  • Verzicht auf Herbizide; Beikrautregulierung mechanisch durchführen.
  • Grünstreifen vor Hecken stehen lassen, damit Tiere Unterschlupf finden und sich die Heckenflora entwickeln kann.
  • Unterhalt und Reinigung der 16 Nistkästen.
  • Anlegen von Ast- und Steinhaufen für einheimische Tiere.
  • Bei Neupflanzungen einheimische, ökologisch wertvolle Pflanzen verwenden, die Insekten und Tieren als Nahrungsquelle oder Lebensraum dienen.
  • Stauden und Gehölze nach naturnahen Grundsätzen schneiden.

Viele Firmen haben herausgefunden, dass dort, wo sich die Natur entfalten kann und die Vielfalt von Pflanzen und Tieren vorhanden ist, sich auch der Mensch wohl fühlt. So ist auch die naturnahe Parkanlage im Heim Kühlewil ein bedeutender Beitrag für die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch für die Besucher und Gäste sowie für die Mitarbeitenden.

Pressedienst der Stadt Bern/Fürsorge- und Gesundheitsdirektion der Stadt Bern

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