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20. März 2000 | Gemeinderat, Direktionen

Verkehrsregime Schermenweg Ost

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ostermundigen soll gleichzeitig mit der Öffnung der Milchstrasse für den allgemeinen Verkehr auch der Schermenweg Ost ausserhalb der Verkehrsspitzenzeiten wieder in beiden Fahrtrichtungen geöffnet werden.

Im Richtplan Entwicklungsschwerpunkt Bern-Wankdorf, einer Gemeinschaftsplanung von Stadt und Kanton Bern, Ittigen, Ostermundigen, BEA bern expo und den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) steht im Koordinationsblatt V/02 betreffend östlicher Schermenweg: "Es sind die Voraussetzungen zu schaffen, dass der Schermenweg zwischen der Kreuzung Bolligenstrasse und dem ESP Bahnhof Ostermundigen erneut für beide Fahrrichtungen geöffnet werden kann. Zum Schutz der Anwohner sind insbesondere Lärmschutzmassnahmen vorzusehen."

Der Gemeinderat hat deshalb gemeinsam mit der Gemeinde Ostermundigen eine Arbeitsgruppe mit Vertretern bzw. Vertreterinnen der Stadt Bern, der Gemeinde Ostermundigen und des Kantons Bern eingesetzt, um entsprechende Lösungsmöglichkeiten studieren zu lassen.

Ausgehend vom 'Ist-Zustand' (d. h. Schermenweg Ost von Ostermundigen Richtung Wankdorf für den motorisierten Individualverkehr gesperrt) wurden verschiedene Verkehrsszenarien bezüglich Verkehrsbelastungen (Leistungsfähigkeit), Luftschadstoffemissionen und Lärmimmissionen untersucht und gesamtheitlich bewertet. Von entscheidender Bedeutung ist bei allen untersuchten Szenarien die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes Schermenweg / Bolligenstrasse. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bereits beim 'Ist-Zustand' die Zufahrten Bolligenstrasse West (Kleine Allmend) und Schermenweg West (vom Autobahnanschluss Richtung Ostermundigen / Bolligen) in der Abendspitzenstunde überlastet sind. Beim Schermenweg Ost (Stadt Bern) sind zudem bezüglich Lärm bereits im 'Ist-Zustand' (Zone ES II) die Immissionsgrenzwerte tags und nachts überschritten (64,5 bzw. 55,9 dB).

Es hat sich gezeigt, dass in allen untersuchten Szenarien bei einer Wiedereröffnung des Schermenweges Massnahmen an der Kreuzung Schermenweg / Bolligenstrasse notwendig sind. Die sinnvollsten und effizientesten Massnahmen sind bereits im erwähnten Richtplan Entwicklungsschwerpunkt Bern-Wankdorf erwähnt, nämlich ein Aus- und Umbau des Schermenweges (Kantonsstrasse) und des dortigen Autobahnanschlusses inkl. Massnahmen beim Knotenpunkt Schermenweg / Bolligenstrasse. Diese Projektideen sind vom Kanton unbedingt weiter zu verfolgen, um mittelfristig entsprechende Verbesserungen zu erreichen.

Eine unabdingbare Voraussetzung für eine allfällige Wiedereröffnung des Schermenweges Ost ist die Öffnung der Milchstrasse (Gemeinde Ostermundigen) für den allgemeinen Verkehr vom Moosweg, bzw. der Forelstrasse her zur Bolligenstrasse und umgekehrt. Damit entstünde auf dem Schermenweg Ost eine merkliche Entlastung, so dass dieser mindestens ausserhalb der Spitzenzeiten (Morgenspitze 0630 - 0830 Uhr, Abendspitze 1630 - 1830 Uhr) wieder für den Verkehr in beiden Fahrtrichtungen geöffnet werden könnte.

Dieses Betriebskonzept kann mittels automatischer Wechselsignale, ähnlich der in der Stadt Bern bestehenden Lösung Dunantstrasse / Egghölzlistrasse, umgesetzt werden. Auf dem Schermenweg werden bei den Einmündungen Moosweg und Mittelholzerstrasse je ein automatisches Wechselsignal 'Fahrverbot für Motorwagen und Motorräder' installiert. Die Signale werden wie bisher mit den Tafeln 'Linienverkehr und Zubringerdienst gestattet' ergänzt. Der Wegweiser 'Autobahn' bei der Abzweigung Moosweg in Richtung Forelstrasse wird in das Wechselsignal integriert.

Die Untersuchungen haben auch gezeigt, dass eine teilweise zeitliche Wiedereröffnung des Schermenweges auf die Luftschadstoffemissionen einen sehr geringen Einfluss hat. Infolge der Verringerung gewisser heutiger Umwegfahrten ist tendenziell bei einer Wiedereröffnung des Schermenweges sogar eine Abnahme der Luftschadstoffemissionen zu erwarten.

Beim vorgeschlagenen Szenario einer zeitlich beschränkten Wiedereröffnung des Schermenweges Ost, unter gleichzeitiger Öffnung der Milchstrasse, ist am Schermenweg Ost mit einer Lärmzunahme von knapp 1 dB (nicht wahrnehmbar) zu rechnen.

Um die Milchstrasse für den allgemeinen Verkehr öffnen zu können, muss die Gemeinde Ostermundigen die heutige Barriereanlage beseitigen und den

Pressedienst der Stadt Bern

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