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19. Mai 2000 | Gemeinderat, Direktionen

Der Casinoplatz wird zum "Mutze Platz"

Nächstes Jahr soll der Casinoplatz anlässlich der Erweiterung des Casino-Parkings umgestaltet werden. Im Rahmen eines Studienauftrages hatte die Wettbewerbsjury sechs Gestaltungsvorschläge zu beurteilen. Die Jury empfielt einstimmig: Der Casinoplatz soll zum "Mutze Platz" werden.

Die Erweiterung des Casino-Parkings bietet der Stadt Bern die Gelegenheit, den Casinoplatz umzugestalten und den heutigen Anforderungen bezüglich Verkehrsführung und Städtebau anzupassen. Im Rahmen eines Studienauftrages wurden im Dezember 1999 sechs Architektur- und Landschaftsarchitekturbüros beauftragt, Gestaltungsvorschläge für den Casinoplatz zu entwickeln. Am 2. Mai 2000 hat die Jury einstimmig das Siegerprojekt erkoren: Der Casinoplatz wird zum "Mutze Platz". "Mutz" darf hier durchaus im doppelten Sinne verstanden werden: Die tragende Idee des Projekts von Weber &amp; Saurer, Landschaftsarchitekten Solothurn, ist ein aufgeräumter, "mutzer" Platz. Heute verschwindet der Platz beinahe hinter seiner intensiven Nutzung als Verkehrsplatzform. Künftig soll der Casinoplatz wieder als städtischer Raum spürbar werden und eine gewisse "Grandezza" ausstrahlen. Das Zumsteinhaus und die alte Hauptwache stehen in diesem grosszügigen Rechteck, das sich bis zum Münzgraben spannt. Der Nebenaufgang des Parkings wurde von Platz verbannt, er kommt mit einem Minimum an Aufbauten zwischen Zumsteinhaus und Hauptwache zu stehen. Der Platz soll möglichst von "Möblierung" befreit werden. Der Boden wird aus Beton mit eingestreutem Eisenoxid gegossen, das darunterliegende Parkhaus wird dadurch nicht kaschiert, sondern auf subtile Weise spürbar gemacht. Die Tramgleise überqueren den Platz in einer Diagonalen. Links und rechts werden sie von je einer Lichtspur gesäumt. In den darunterliegenden Geschossen des Parkings wiederholen sich diese beiden Lichtspuren mit jeweils einer anderen Farbe. Das eingegossene Eisenoxid gibt dem Platz den Farbschimmer von gebranntem Ton. Je nach Wassereinfluss und Oxidation entwickelt sich eine andere Färbung zwischen rosa, rot, rost und braun - eben "mutzen-braun" - ein naturnaher, in der Fläche und in der Zeit sich ändernder Farbton. Der Individualverkehr wird auf einer Mischfläche vor dem Casino durchgeführt. Dadurch funktioniert der Platz beim heutigen Verkehrsaufkommen ebenso wie bei einer stärkeren Verkehrsreduktion. Der "Mutze Platz" soll im Rahmen der Bauarbeiten zur Erweiterung des Casinoparkings im nächsten Sommer realisiert werden. <p>Die sechs anlässlich des Studienauftrags Casinoplatz erarbeiteten Projekte können vom 19. Mai bis zum 30. Juni 2000 während der Büroöffnungszeiten (8-12 Uhr und 14-17 Uhr) im Ausstellungsraum der "Baustelle" an der Bundesgasse 38 besichtigt werden.

Pressedienst der Stadt Bern

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