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22. Juni 2000 | Gemeinderat, Direktionen

Sechs Monate nach Lothar: Immer noch gefährliche Stellen im Wald

Am 26. Juni 2000 sind sechs Monate vergangen, seit der Sturm "Lothar" durch das Land zog und unter anderen im Kanton Bern grosse Schäden an Wald und Landschaft verursachte. Die zum Teil arg zerfetzten kahlen Winterbäume boten vielerorts ein deprimierendes Bild. Man fragte sich unweigerlich, ob denn nun die Zeit unserer schönen Wälder vorbei sei.

Inzwischen haben die Bäume Blätter erhalten. Der Blick zu unseren Wälder ist auf den ersten Anhieb nicht mehr so trostlos, dichtbegrünte Waldränder verdecken die Sicht auf die Folgen der Katastrophe. Die Ohnmacht vor der zerstörerischen Gewalt der Natur ist der Zuversicht und dem Glauben an die Erneuerungskraft der gleichen Natur gewichen. Die Wunden des Sturms sind oft nur noch sichtbar, wenn man ins Innere der Wälder tritt.

Dass die Situation nicht mehr so trostlos aussieht, ist aber nicht nur der Natur selber zu verdanken, sondern auch den betroffenen Leuten. Das Lähmende des Schrecks wich rasch dem Bestreben, so rasch wie möglich aufzuräumen, vorweg um nachhaltige Schäden zu vermeiden, aber auch um sich gegen die Trostlosigkeit zur Wehr zu setzen. Forstarbeiter, Bauern, Gärtner, Zivilschutz und Militär machten sich so rasch wie es die zur Verfügung stehenden Hände, Maschinen und finanziellen Mittel zuliessen, unter zum Teil schwierigen und gefährlichen Bedingungen an die Räumungsarbeiten.

In der Zwischenzeit ist viel geräumt. Die Wege in den Wäldern von Bern sind grösstenteils wieder begehbar. In den folgenden Wäldern sind die Gefahren auch abseits der Wege eliminiert:

- Wylerwald
- Dählhölzliwald
- Steinhölzliwald
- Schosshaldenwald
- Egghölzliwald
- Schwermenwald.

Angesichts des riesigen Ausmasses der Schäden konnten aber trotz der grossen Anstrengungen, vorweg der Burgergemeinde Bern, auch heute, sechs Monate nach dem Sturm, noch nicht alle Waldgebiete vollständig geräumt werden. So weisen namentlich folgende Wälder noch chaotische Stellen auf:

- Bremgartenwald
- Winterhaldewald
- Rehagwald
- Könizbergwald
- Gäbelbachwald
- Eichholzwald
- Thormannbodenwald
- Reichenbachwald

Diese Stellen sind nach wie vor sehr gefährlich. Die Burgergemeinde der Stadt Bern als Eigentümerin dieser Wälder und die Einwohnergemeinde der Stadt Bern raten deshalb dringend davon ab, nicht geräumte Waldpartien zu begehen oder zu befahren. Bei starkem Wind, Gewittern mit Böen oder nach ergiebigem Regen können ineinander verkeilte Stämme und angerissene Bäume im Nachhinein umstürzen. Da am Boden liegende Bäume oft durch enorme Spannungen an Ort gehalten werden, wird im Weiteren auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Ziehen, Turnen und Klettern an Stämmen und Wurzelstöcken lebensgefährlich sein kann. Die Burgergemeinde und die Einwohnergemeinde der Stadt Bern lehnen im Fall einer Missachtung dieser Warnung jegliche Haftung ab.

Die Burgergemeinde und die Einwohnergemeinde der Stadt Bern danken den Waldliebhaberinnen und -liebhabern für das Verständnis, das sie den notwendigen Einschränkungen entgegenbringen. Sie sind aber sicher, dass in den zahlreichen Wäldern rund um Bern trotzdem noch genügend schöne Plätzchen zu finden sind, um erholsame Stunden zu verbringen.

Stadtgärtnerei Bern

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