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18. Januar 2001 | Gemeinderat, Direktionen

Aare: Kiesentnahme bei der Untertorbrücke

Der Gemeinderat hat an seiner gestrigen Sitzung einen Kredit von Fr. 250 000.00 für eine Kiesentnahme bei der Untertorbrücke bewilligt. Es ist vorgesehen, im Lauf der nächsten Wochen in diesem Gebiet rund 10 000 m3 Kies zu entnehmen. Sofern die Stadt die Zustimmung des Kantons erhält, wird die Direktion für Planung, Verkehr und Tiefbau dem Gemeinderat umgehend eine weitere Kiesentnahme in noch festzulegendem Umfang im Schwellenmätteli beantragen und dafür den Kreditbeschluss einholen, damit auch dieses Projekt vor der Schneeschmelze ausgeführt werden kann. Der Gemeinderat hat bereits signalisiert, dass er bereit ist, die nötigen Mittel zu bewilligen.

Das Aarehochwasser vom Mai 1999 liegt nun schon fast zwei Jahre zurück. Aber es ist offensichtlich, dass es nicht nur an den Gebäuden und Anlagen und in der Natur Spuren hinterlassen hat, sondern auch bei den Menschen: Die Angst, "es" könnte wieder passieren, ist gross. Deshalb verlangt die Bevölkerung, vor allem die Bevölkerung in der Matte, Schutzmassnahmen, umfangreiche, massive Schutzmassnahmen. Und es gibt Kreise, die den Eindruck haben (und verbreiten), die Stadt nehme die Ängste nicht ernst und tue zu wenig – und dies erst noch viel zu langsam.

Dieser Eindruck trügt: Die Direktion für Planung, Verkehr und Tiefbau nimmt die Ängste absolut ernst. Und sie arbeitet mit Hochdruck an den Schutzmassnahmen.

Dazu wird folgendes in Erinnerung gerufen:

  • Im März 2000 wurden im Schwellenmätteli 15 000 m3 Kies entnommen. Zusätzlich entnahm das EWB dem Tych weitere 1 500 m3. Im Moment ist gerade die Nachmessung im Gange: Wir wollen untersuchen, was die Kiesentnahme vor einem Jahr gebracht hat und wie sich die Querprofile der Aare in diesem Gebiet verändert haben.
  • Im April 2000 konnten die beschädigtenUferpartien beim Gaswerkareal wieder hergestellt werden.
  • Der Mattenbach wurde beim Auslauf mit einer Holzsperre versehen, die ein Zurückstauen der Aare in Zukunft verhindern wird.
  • Im Matten- und Altenbergquartier wurden etliche Regenausläufe von Strassenwasser und Kanalisationen hochwassersicher ausgebildet.
  • Im Überflutungsgebiet wurden im Sommer 2000 Grundwasser-Messstellen eingerichtet, die es erlauben, das Grundwasserverhalten in Zusammenhang mit dem Wasserspiegel der Aare zu beurteilen.
  • Der vom Hochwasser seinerzeit weggerissene Uferweg auf der linken Aareseite im Hosenlupf soll noch in diesem Monat wieder hergestellt werden. Nachdem die Landerwerbsverhandlungen abgeschlossen sind, kann die Uferpartie renaturiert werden.
  • Nicht zu vergessen ist die Neugestaltung der Aareuferanlage Tierpark Dählhölzli, die im letzten Frühling erfolgreich abgeschlossen werden konnte und die auch dazu diente, den Tierpark und die Liegenschaften am Tierparkweg vor künftigen Hochwassern zu schützen.
  • Die Erarbeitung und Zusammenstellung aller Grundlagen und Feldaufnahmen für die Erarbeitung eines umfassenden Hochwasserschutzkonzepts ist zum grössten Teil erfolgt.

  • Nach den erfolgten Querprofilaufnahmen von Thun bis zum Wohlensee, die der Kanton in Auftrag gab, konnte im Herbst 2000 eine Geschiebehaushaltsstudie erarbeitet werden. Diese liegt erst im Entwurf vor. Die definitive Fassung wird im Februar 2001 erwartet. Aufgrund dieser Studie wird nun die Kiesentnahme bei der Untertorbrücke durchgeführt.

Informationsdienst der Stadt Bern/Tiefbauamt der Stadt Bern

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