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10. Mai 2001 | Gemeinderat, Direktionen

Erstes Altstadt-Forum zum Projekt "Flanierzone Untere Altstadt"

Der Mitwirkungsprozess zur "Flanierzone Untere Altstadt" ist lanciert: Am ersten Altstadt-Forum haben Anwohner/innen, Gewerbe-, Kultur- und Quartiervertreter/innen im Beisein von Gemeinderat Alexander Tschäppät eine Auslegeordnung ihrer Interessen vorgenommen und Ideen zur Zukunft des Verkehrs in der Altstadt entwickelt.

Im Hinblick auf die im Jahre 2003 fällige Sanierung von Gerechtigkeits- und Kramgasse erhält die Frage nach neuen Gestaltungs- und Verkehrslösungen für die Untere Altstadt wieder Aktualität. Mit dem Projekt "Flanierzone" will der Gemeinderat alte und neue Ideen zur Nutzung und Gestaltung der Gassen in der Unteren Altstadt aufnehmen und im Rahmen eines Mitwirkungsprozesses weiter entwickeln. Ausgangspunkt der überlegungen ist das Modell einer "Flanier- oder Begegnungszone", wie sie z.B. in Burgdorf bereits erfolgreich erprobt wurde. Dieses Konzept, das als Kernpunkt Tempo 20 und Vortritt für den Fussverkehr vorsieht, zweckmässig auf stadtbernische Verhältnisse anzupassen, ist das Ziel des Projekts.

Breite Palette von Ideen

Um die Anliegen der Betroffenen und Interessierten frühzeitig in die Erarbeitung von Lösungen einzubeziehen, lud die Stadt kürzlich rund fünfzig Personen zu einem Diskussionsforum ins Alte Tramdepot ein. Privatpersonen, Leistvertreter und Delegierte von Fach- und Schutzorganisationen hatten Gelegenheit, ihre Visionen über die Verkehrszukunft der Altstadt einzubringen. Wie viel Verkehr verträgt die Altstadt, wie viel und welchen Verkehr braucht sie, um attraktiv und lebendig zu bleiben? Ausgehend von diesen Grundfragen erörterten die Teilnehmenden gemeinsame und divergierende Standpunkte, suchten nach Lösungen, wie sowohl dem Lebens- und Wohnraum "Altstadt" wie auch der herausragenden kulturellen Bedeutung des Unesco-Weltkulturgutes Rechnung getragen werden könnte. In Gruppenarbeiten entwickelten sie ihre Vorstellungen einer Flanierzone "à la bernoise".Von Einbahnsystemen mit veränderter Busführung, sich durch die Hauptgasse schlängelnden Fahrspuren, strengeren Kontrollen der Zufahrtsberechtigung bis hin zur Forderung nach neuen resp. alternativen Parkplatzangeboten ausserhalb der Gassen diskutierten die Forumsteilnehmenden eine breite Palette von möglichen (und unmöglichen) Verkehrslösungen.

Fazit des ersten Altstadt-Forums: Die Vorstellungen über das ideale Verkehrsregime in der Altstadt gehen zwar nach wie vor auseinander, doch die Gräben scheinen nicht unüberbrückbar: Alle Forumsbeteiligten erachten die Diskussion um eine Flanierzone als Chance, die heute unbefriedigende Verkehrssituation in der Altstadt zu verbessern.

Wie geht es weiter?

Die Ergebnisse des ersten Forums fliessen jetzt in die weiteren Planungsschritte zur Flanierzone ein. Im Verlaufe des Sommers werden Architekten, Planungs- und Verkehrsfachleute im Rahmen von Workshops Vorschläge erarbeiten, die im Herbst erneut den kritischen Augen der Forumsmitglieder vorgelegt werden sollen. Ziel ist es, die Vorschläge bis im nächsten Jahr so weit zu konkretisieren, dass sie zeitgleich mit der Sanierung oder unmittelbar nachher umgesetzt werden könnten.

Planungs- und Baudirektion der Stadt Bern

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