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24. Oktober 2002 | Gemeinderat, Direktionen

Totalrevision des Reglements über das Schulwesen in der Stadt Bern

Der Gemeinderat der Stadt Bern weiss wie zentral es ist, die Herausforderungen in diesem Politikbereich, vor die uns der gesellschaftliche Wandel laufend stellt, anzunehmen, wie wichtig es ist, Fortschritte und Verbesserungen anzustreben, zu erreichen. Wir wollen die "Gute Schule". Das sind wir unseren Kindern und Jugendlichen schuldig. Wir wollen, dass sie in der Stadt Bern eine qualitativ hochstehende Schule besuchen können, die Rücksicht nimmt auf ihre persönlichen Voraussetzungen. Die ihnen das Wissen, die Fähigkeiten und die Fertigkeiten vermittelt, die sie für eine eigenständige Lebensführung und -gestaltung und für die Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Geschehen nötig haben.

Im totalrevidierten Schulreglement, das jetzt in die externe Vernehmlassung geht, hat sich der Gemeinderat neu für einen Grundsatzartikel entschieden. Dieser Artikel zeigt - an prominenter Stelle - die Philosophie, die der Gemeinderat dem Schulreglement zugrunde gelegt hat.

Die Stadt muss die Schule bei der Erfüllung ihres Auftrags unterstützen, ihr die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen und die bestmöglichen Rahmenbedingungen schaffen. Die Grundlagen dazu sind im Schulreglement verankert. Weil Schule ja nicht etwas Statisches ist, muss ein Schulreglement von Zeit zu Zeit überprüft und den gesellschaftlichen Gegebenheiten und Veränderungen entsprechend zweckmässig angepasst werden. Das haben wir getan und das derart totalrevidierte Schulreglement geht in diesen Tagen in eine breite Vernehmlassung.

Das Schulreglement zeigt, welche bildungspolitischen Vorstellungen der Gemeinderat hat, wo er aktiv ist oder aktiv werden will. Es dient den städtischen Schulbehörden als Arbeitsinstrument für die Ausrichtung der Volksschule und für deren Organisation. Es regelt zum einen die Bereiche, die über alle 18 Schulkreise hinweg einheitlich zu gestalten sind, zum andern eröffnet es den Schulen den Freiraum, in dem sie bedürfnisgerechte Lösungen gestalten und autonom ihr eigenes Profil entwickeln können. Das Schulreglement informiert aber auch die Eltern und Erziehenden über das Schulwesen der Stadt Bern und dessen Ausrichtung.

Aus folgenden Gründen hat die Direktion für Bildung, Umwelt und Integration (BUI) die Revision des Schulreglements vorangetrieben:

  • Die Teilrevisionen in den Jahren 1997 (Kantonalisierung der Maturitätsschulen) und 2002 (Integration des Kindergartens in die Volksschule; Kantonalisierung der Berufsschulen, der 10. Schuljahre und der Berufsberatung) erschwerten die Lesbarkeit des Reglements.
  • Die Strukturen auf der Sekundarstufe I mussten den heutigen Gegebenheiten angepasst und das Schulmodellangebot überprüft werden
  • Die Stadt Bern will die systematische Qualitätssicherung an unseren Volksschulen verankern.
  • Die praktizierte flexible Schul- und Klassenorganisation wird rechtlich verankert.
  • Der Rahmen für die Schulentwicklung wird sichergestellt.

Die Umsetzung soll in einer Haltung geschehen, wie dies im Grundsatzartikel umschrieben wird:

"Die Stadt verfolgt das Ziel, für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von Geschlecht, Alter, sozialer Herkunft, Sprache, Religion, Nationalität und Quartier, gleiche schulische Chancen zu schaffen."

Vor 10 Jahren wurde das Schulreglement geschaffen, seither zwei Mal teil revidiert und nun wieder vollständig überarbeitet. Das zeigt sehr gut, dass die Schule ein lebendiger Organismus ist, dass sich ihre Entwicklung am gesellschaftlichen Fortschritt orientiert und dass sie gewillt und in der Lage ist, ihren Auftrag für die künftige Lebensgestaltung unserer Kinder und Jugendlichen zu erfüllen. Wenn die Absichten, die im Schulreglement verankert sind, optimal in die Wirklichkeit umgesetzt werden, haben wir eine gute Schule. Und weniger darf es nicht sein!

Direktion für Bildung, Umwelt und Integration

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