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26. Mai 2003 | Gemeinderat, Direktionen

Imagekampagne für das Unkraut: Unkraut soll nicht vergehen

Gemeinderat Adrian Guggisberg eröffnet auf dem Kornhausplatz die Kampagne DAS UNgeplanteKRAUT. Die Kampagne der Stadtgärtnerei und des Botanischen Gartens im Rahmen der Lokalen Agenda 21 soll die vielfältigen Vorteile von Flächen mit Unkräutern in der Stadt aufzeigen. Die Orte des Geschehens sind eine Ausstellung im Botanischen Garten, Unkraut-Installationen im Stadtzentrum, öffentliche Quartieranlässe sowie eine Podiumsdiskussion im Kornhaus.

Adrian Guggisberg, Direktor für Hochbau, Stadtgrün und Energie, schenkt auf dem Kornhausplatz Kindern der Stadt Bern Pflanzentöpfe mit verschiedenen Unkräutern. Mit dieser symbolischen Aktion zeigt er anlässlich der Kampagneneröffnung, was das Ziel von DAS UNgeplanteKRAUT ist: Das oft mit negativen Assoziationen verbundene Unkraut soll auch in Zukunft seinen Platz in Bern haben.

Vielfältige Kampagne

Zur Image-Steigerung des Unkrauts sollen in den kommenden sechs Wochen verschiedene Aktionen beitragen (siehe Kasten). Hauptattraktion ist die Ausstellung im Botanischen Garten, welche die interessanten Hintergründe des Unkrauts aufzeigt und wo die Pflanzen live zu sehen sind. Unkraut-Installationen auf dem Kornhausplatz stellen die oft übersehene Schönheit von Unkräutern in den Mittelpunkt. An Quartieranlässen zeigen Prominente und Anwohnerinnen, wie Flächen mit Unkräutern als öffentlicher Freiraum zur Steigerung der städtischen Lebensqualität beitragen können. Eine Podiumsdiskussion im Kornhaus geht schliesslich der Frage des Widerspruchs von Natur und Stadt nach.

Betreten erwünscht

Besonders wohl fühlt sich das Unkraut in Industriebrachen, in sich selbst überlassenen Hinterhöfen und auf verwilderten Plätzen. Charakteristisch für diese sogenannten Ruderalflächen ist die Störung ihrer Vegetation durch den Menschen. Ruderalflächen können und sollen von der Bevölkerung genutzt werden und sind ein wichtiges Stück städtischer Lebensqualität. Brätel-Nachmittage, Boule-Turnier, Naturbeobachtungen, Ostereiersuchen oder eine Filmnacht: der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Von dieser Nutzung profitiert auch die Natur. Ein Beispiel ist das Rosmarinblättrige Weidenröschen, das ursprünglich in Auengebieten wächst. Dieser Lebensraum ist durch Flussbegradigungen zunehmend vom Verschwinden bedroht. Die Pflanze findet in städtischen Ruderalflächen gewissermassen einen Ersatzlebensraum. Statt des periodischen Hochwassers wie in der Aue sorgt hier das Versteckspielen der Kinder für die erwünschte Störung, ohne die das Weidenröschen bald von Sträuchern und Bäumen verdrängt würde.

 

 

Direktion für Hochbau, Stadtgrün und Energie/Stadtgärtnerei

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