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3. November 2004 | Gemeinderat, Direktionen

S-Bahn-Station Wankdorf: Benennungen für Strassen und Plätze

Gestützt auf einen Antrag der Kommission für Strassenbenennungen hat der Gemeinderat die Namen für sechs Strassen und zwei Plätze im Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf beschlossen.

Mit der S-Bahn-Station entsteht im Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf ein neues Tor zu Bern. Im Umfeld des Bahnhofs sind zwei neue Stationsvorplätze sowie sechs Strassen vorgesehen. Unter dem Motto „Grosse Held/innen – Kleine Held/innen“ beziehen sich deren Namen auf Personen, die im Alltag Aussergewöhnliches geleistet und die Stadt Bern im Kleinen geprägt haben:

 

 

Max-Daetwyler-Platz: Die weisse Fahne war im Zweiten Weltkrieg das Markenzeichen des Friedensapostels Max Daetwyler. Obwohl er sich in den Machtzentren und Krisenherden für den Weltfrieden und die Abrüstung einsetzte, wurde Daetwyler von den Regierenden nie empfangen.

Max-Daetwyler-Platz

Max Daetwyler, 1886-1976, Friedensapostel

 

 

Rosalia-Wenger-Platz: Rosalia (Grützner-)Wenger, in Basel als uneheliches Kind geboren und als junges Mädchen verdingt, trat 1972 nach dem Tod ihres Mannes der Berner Frauenbefreiungsbewegung bei. 1979 wurde ihre Autobiografie „Rosalia G. Ein Leben“ mit dem Buchpreis der Stadt Bern ausgezeichnet.

Rosalia-Wenger-Platz

Rosalia (Grützner-) Wenger, 1906-1989,

Verdingkind und Schriftstellerin

 

Boehlenstrasse: Marie Boehlen arbeitete ab 1957 als erste vollamtliche Jugendanwältin der Schweiz in der Stadt Bern. Zudem engagierte sie sich für Frauenrechte und war als Stadt- und Grossrätin politisch aktiv.

Boehlenstrasse

Marie Boehlen, 1911-1999,

Jugendanwältin, Politikerin und Kämpferin für die Frauenrechte

 

 

Klawastrasse: Anny Klawa-Morf arbeitete bereits mit 14 Jahren in einer Fabrik. 1922 gründete sie die sozialdemokratische Organisation der Kinderfreunde Bern (Rote Falken). Die überzeugte Sozialistin war eine Kämpferin für die Rechte der Frauen, vor allem der Arbeiterinnen.

Klawastrasse

Anny Klawa-Morf, 1894-1993

Arbeiterfrau und Gründerin der Kinderfreunde Bern (Rote Falken)

 

 

Schädelinstrasse: Klaus Schädelin studierte Theologie und war Pfarrer in der Petruskirche in Bern. 1958 wurde er in den Gemeinderat gewählt und amtierte 16 Jahre lang als Fürsorge- und Gesundheitsdirektor. Weit über Berns Grenzen hinaus bekannt wurde er mit dem Jugendbuch „Mein Name ist Eugen“.

Schädelinstrasse

Klaus Schädelin, 1918-1987,

Pfarrer, Schriftsteller und Gemeinderat

 

 

Gardistrasse: (wird in einer späteren Etappe realisiert) Der Sekundarlehrer René Gardi wurde berühmt für seine Film- und Radioreportagen, wie auch seine in viele Sprachen übersetzten Reisebücher und Fotobände über die Völker Kameruns, der Sahara und Neuguineas.

Gardistrasse

René Gardi, 1909-2000,

Reiseschriftsteller, Dokumentarfilmer und Jugendbuchautor


 

Hoffstrasse: (wird in einer späteren Etappe realisiert) Die gebürtige Russin Ida Hoff wurde 1913 zur ersten Schulärztin der Stadt Bern gewählt – ein Amt, das sie 32 Jahre lang hingebungsvoll ausübte. Als eine der ersten Frauen in Bern besass sie ein eigenes Auto, um ihre Patientinnen und Patienten schneller besuchen zu können.

Hoffstrasse

Ida Hoff, 1880-1952, erste Berner Schulärztin

 

 

Neuenschwanderstrasse: (wird in einer späteren Etappe realisiert) Die Buchhändlerin Rosa Neuenschwander prägte das Berufsbildungswesen für Frauen und die bernische Frauenbewegung. Sie war in der Schweiz die erste Berufsberaterin für Mädchen, initiierte verschiedene Jugendsozialwerke und gründete zahlreiche Berufsverbände.

Neuenschwanderstrasse

Rosa Neuenschwander, 1883-1962,

erste Berufsberaterin für Mädchen

 

 

 

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