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1. Februar 2006 | Gemeinderat, Direktionen

Massnahmen für bessere Luft

Der Gemeinderat ruft die Bevölkerung auf, den Gebrauch von Motorfahrzeugen einzuschränken und keine Cheminées und Holzöfen einzuheizen. Er unterstützt den Aktionsplan des Departements für Umwelt, Verkehr und Energie gegen den Feinstaub. Die Berner Stadtregierung ist der gleichen Meinung wie Bundespräsident Moritz Leuenberger, dass die gesundheitsschädigenden Feinstaubemissionen verringert werden müssen.

Die Schadstoffgrenzwerte und damit auch die Feinstaubwerte in der Luft werden leider auch in der Stadt Bern immer wieder stark überschritten. Für den Gemeinderat steht fest, dass die erwiesenermassen gesundheitsschädigenden Feinstaubemissionen verringert werden müssen. Dieses Ziel kann allerdings nur durch ein koordiniertes Vorgehen von Bund, Kantonen und Gemeinden erreicht werden. Der Gemeinderat unterstützt deshalb den Aktionsplan gegen Feinstaub vollumfänglich, den Bundespräsident Moritz Leuenberger, Vorsteher des Departementes für Umwelt, Verkehr und Energie, am 16. Januar 2006 vorgestellt hat. Der Gemeinderat unterstützt im weitern die Standesintitiative des Kantons Bern, mit welcher auf Bundesebene schadstoffarme Autos steuerlich bevorzugt werden könnten. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass nur eine Umwelt-Politik aus vielen verschiedenen Schritten zu besserer Luft führt.

 

Sofortmassnahmen

Der Gemeinderat ruft die Bevölkerung auf, mitzuhelfen, den Feinstaubgehalt in der Atemluft bei winterlichen Staulagen (Inversionslagen) zu senken. Er bittet die Bevölkerung und das Gewerbe insbesondere

  • den Gebrauch von Motorfahrzeugen (insbesondere von Dieselfahrzeugen ohne Partikelfilter) einzuschränken,
  • keine Cheminées und Holzöfen einzuheizen,
  • die Raumtemperatur um 2 Grad Celsius zu reduzieren,
  • und die Geschwindigkeit auf den Autobahnen im Grossraum Bern auf 80 km/h zu reduzieren.

Der Gemeinderat hat den Kanton Bern heute mit Nachdruck um eine unverzügliche Temporeduktion auf den Autobahnen rund um Bern ersucht.  Damit kann die Schadstoff-Emmission der einzelnen Fahrzeuge und die Belastung der Luft durch Aufwirbelung und Abrieb an Feinstaub-Partikeln regional deutlich verringert werden. Auch wenn die Grenzwerte damit nicht erreicht werden können.

 

Weitere Massnahmen

In der Stadt Bern wurden in den letzten Monaten bereits verschiedene Massnahmen umgesetzt und einiges geplant:

  • Die Stadt hat mit BernMobil und ewb und für ein schweizweites Novum gesorgt. 32  neue Gelenkbusse werden nicht mehr mit Diesel sondern mit Biogas aus der ARA Neubrück betrieben werden. Diese Busse kosten in Ankauf, Betrieb und Unterhalt rund 15 Prozent mehr als Dieselbusse, sind aber CO2-neutral und verursachen ein Minimum an Schadstoffen.
  • Das städtische Amt für Umweltschutz und Lebensmittelkontrolle (Aful) sorgt mit täglichen Feuerungskontrollen für die Einhaltung der entsprechenden Grenzwerte.
  • Im Baubewilligungsverfahren sowie mit Baustellenkontrollen wird dafür gesorgt, dass bei den eingesetzten Maschinen Partikelfilter vorhanden sind und die Transportfahrzeuge die Abgasnorm Euro 3 erfüllen.
  • 2006 werden von der Lokalen Agenda 21 in der Stadt Bern schwergewichtig Projekte zur Reduktion des CO2-Ausstosses gefördert. Damit wird auch ein wichtiger Beitrag zur allgemeinen Reinhaltung der Luft geleistet.
  • Dank der Definition eines Strassenbasisnetzes, können die Wohnquartiere besser vor Verkehr geschützt werden. Auch die Tempo 30 Zonen unterstützen diese Zielsetzung.
  • Mit der neuen Energiestrategie der Stadt Bern wird grundsätzlich ein effizienterer Einsatz von fossiler Energie angestrebt. Damit ergibt sich auch eine allgemeine Entlastung der Luft durch einen verminderten Schadstoffausstoss.

 

Informationen zur Luftqualität und zur Feinstaubbelastung können unter www.bern.ch/luft eingesehen oder mittels SMS [SMS mit dem Inhalt PM10 Bern an die Nummer 9234 (CHF 0.40/SMS)] abgefragt werden.

Abteilung Kommunikation der Stadt Bern

Weitere Informationen.

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