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15. Mai 2006 | Gemeinderat, Direktionen

Stärkere Förderung der kleineren und mittleren Kulturinstitutionen

Der Gemeinderat hat die Strategie für die städtische Kulturförderung in Bern 2008 – 2011 verabschiedet und das Vernehmlassungsverfahren eröffnert. Die neue Strategie will die kleineren und mittleren Kulturinstitutionen und Orga-nisationen mit zusätzlich zwei Millionen Franken fördern und bei den fünf grössten Institutionen die Qualität erhalten. Die Vernehmlassung dauert bis zum 8. Juli 2006.

In den letzten Jahren hat sich das Kulturleben in der Stadt Bern bedeutend erweitert, wichtige neue Kulturorte konnten eröffnet werden. Damit wuchs die Nachfrage des Publikums, aber auch der Bedarf an Unterstützung durch die öffentliche Hand. In seinen Legislaturrichtlinien 2005 – 2008 hat sich Gemeinderat zum Ziel gesetzt, Bern als Kulturstadt national und international stärker zu verankern.

Mit der neuen Kulturstrategie will der Gemeinderat das vielfältige, qualitativ sehr beachtliche Angebot kultureller Veranstaltungen in der Stadt Bern sichern und gezielt weiter entwickeln. Die kulturellen Institutionen und Gruppierungen sollen sich, gestützt auf Subventionsverträge und unter ausdrücklicher Wahrung der künstlerischen Freiheit, auf angemessene städtische Leistungen verlassen können. Dem zeitgenössischen Kulturschaffen – das heisst dem Verbessern der Produktionsbedingungen für Künstlerinnen und Künstler – und der Kulturvermittlung werden in der Strategie grosse Bedeutung beigemessen. Neben finanziellen Beiträgen braucht es dafür möglichst günstige Infrastrukturen, mehr Information und Öffentlichkeitsarbeit und weitere flankierende Massnahmen. Alle Fördermassnahmen und Investitionen sollen im Sinne des haushälterischen Umgangs mit öffentlichen Mitteln regelmässig auf ihre Wirkung und auf Nachhaltigkeit hin überprüft werden.

 

Die Hauptpunkte der Strategie sind:

 

  • Werterhaltung der Subventionen im Rahmen der Regionalen Kulturkonferenz an die fünf grössten Institutionen Stadttheater, Symphonieorchester, Historisches Museum, Kunstmuseum und Zentrum Paul Klee mit Ausgleich der künftigen Teuerung;
  • Sichern des Musikerstellenplans beim Symphonieorchester;
  • Erhöhen der Subvention an das Zentrum Paul Klee auf 5,5 Millionen pro Jahr;
  • Erhöhen der Kredite für die direkte Förderung des zeitgenössischen Kulturschaffens;
  • Beibehalten und gezielter Ausbau der städtischen Subventionen an die Kunsthalle, die Dampfzentrale, das Schlachthaus Theater, das Theatertreffen auawirleben, die Berner Tanztage, die Camerata Bern, das Berner Kammerorchester, die Veranstalter Neuer Musik (IGNM, WIM, TonArt, Impro), die Jazzveranstalter (BeJazz, Bee Flat u.a.), das Kornhausforum, die Reitschule und die Grosse Halle;
  • Intensivieren der Zusammenarbeit unter den Institutionen (z.B. durch gemeinsame Trägerschaften für Festivals, durch Optimierung von Betriebsstrukturen, durch gemeinsame Organisation der Öffentlichkeitsarbeit, Werbung etc u.am);
  • Neuer Subventionsvertrag mit dem Theater an der Effingerstrasse;
  • Verstärken der Tanzförderung, verbunden mit der Aufwertung der Dampfzentrale als Tanzhaus;
  • Einrichten eines Jazzlokals in der Innenstadt;
  • Ausbau des Kulturaustauschs und Unterstützung des Dialogs der Kulturen;
  • Ausbau der Dienstleistungen in der Bereitstellung von Arbeitsräumen und Infrastrukturen, in Kulturinformation und –vermittlung;
  • Starker Ausbau der Kultur in der Schule und des Zugangs zur Kultur für alle.

 

Für die Umsetzung der Strategie 2008 - 2001 will der Gemeinderat das jährliche Kulturbudget um 3,35 Millionen Franken auf 32,65 Millionen Franken erhöhen. Vom Finanzplus stehen 2 Millionen Franken für Verbesserungen zu Gunsten kleinerer und mittlerer Institutionen und Organisationen sowie für die Aufstockung der Förderkredite zusätzlich zur Verfügung. Die restlichen 1,35 Millionen Franken werden für den Anstieg des städtischen Anteils an die Subventionen der Regionalen Kulturkonferenz Bern benötigt. Diese fliessen an das Stadttheater, das Symphonieorchester, das Kunstmuseum, das Historische Museum und an das Zentrum Paul Klee.

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DateiStrategie für die städtische Kulturförderung 2008 - 2011 15.05.2006 479.3 KB

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