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21. Juni 2006 | Gemeinderat, Direktionen

2. Forum zum Gesamtprojekt Forsthaus West

Das Stadtplanungsamt, die Bauherrschaften Energie Wasser Bern und Stadtbauten Bern führten gestern das zweite von insgesamt sechs Foren zum Projekt Forsthaus West durch und informierten die Teilnehmenden über die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung sowie über die Rodungser-satzmassnahmen.

Die von der Stadt angebotenen Foren stossen auf ein reges Interesse. Wie bereits am ersten Anlass vom 7. März 2006 liessen sich auch gestern wieder zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der vom Planungsvorhaben betroffenen Quartiere sowie weitere Organisationen aus erster Hand über das Projekt Forsthaus West informieren.

Jacqueline Hadorn, Bereichsleiterin Stadt- und Nutzungsplanung beim Stadtplanungsamt Bern, gab zum Auftakt einen kurzen Überblick zu den wichtigsten Ergebnissen der öffentlichen Mitwirkung. 17 Organisationen und Einzelpersonen reichten einen Mitwirkungsbeitrag ein. Am meisten bewegten darin die Themen Standort, Rodung und Rodungsersatz, Synergien mit Anlagen der Abfallentsorgung Bern, Emissionen sowie der Umgang mit den heutigen Arealen. Durchwegs positiv wurde die Verlagerung von KVA und Feuerwehr aus den Quartieren beurteilt. Die Mehrheit der Beiträge begrüsst auch den Standort Forsthaus West. Nur drei Beiträge lehnen die Waldrodung in Forsthaus West grundsätzlich ab.

Der Projektleiter und der Mitverfasser des Umweltverträglichkeitsberichts, René Bayer und Dr. Peter Künzler des Teams f10, präsentierten anschliessend die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung. Die unabhängigen Experten stellten fest, dass keine Schwachstellen vorhanden sind und die neue Kehrichtverwertungsanlage (KVA) bezüglich Lärmemissionen, Luftbelastung, Gewässer- und Bodenschutz alle vorgegebenen gesetzlichen Grenzwerte einhalten oder teilweise deutlich unterschreiten werde. So liege beispielsweise die Feinstaubbelastung weit unter den vorgeschriebenen Grenzwerten. Die beiden Verfasser halten deshalb fest, die neue KVA sei ein umweltverträgliches Projekt.

Martin Hostettler von Tensor Consulting erläuterte in seinem anschliessenden Referat die bereits im ersten Forum kurz vorgestellten Rodungsersatzmassnahmen im Detail. Er legte dar, weshalb die vorliegenden Massnahmen ausgewählt wurden und hielt fest, dass diese den gesetzlichen Anforderungen Rechnung tragen. Vorgeschlagen wird ein Mix aus ökologischer Aufwertung und Aufforstung. So soll im Bremgartenwald ein für die Bevölkerung zugängliches ökologisches Teilwaldreservat entstehen. Im Bereich Jordeweiher sind eine Aufforstung und weitere Massnahmen zugunsten des Naturschutzes vorgesehen. Aufgrund der Anregungen die am ersten Forum eingingen würden zudem weitere Schritte zugunsten der Quartiere und zusätzlicher Realersatz geprüft.

Die anschliessende Frage- und Diskussionsrunde im zweiten Teil des Forums zeigte, dass etliche offene Fragen bezüglich der Umweltverträglichkeit des Projekts gestern Abend beantwortet werden konnten. Der strittigste Punkt blieb der Rodungsersatz.  Von einigen Teilnehmern wird die vorgeschlagene Aufforstungsfläche nach wie vor als zu gering betrachtet. Zudem wurde von den Quartiervertretern der Wunsch geäussert, weitere Rodungsersatzmassnahmen zugunsten der Quartiere zu prüfen. Stadtplaner Christian Wiesmann wies darauf hin, dass die vorgeschlagenen Rodungsersatzmassnahmen, die nun zusammen mit der Planungsvorlage zur kantonalen Vorprüfung eingereicht werden, noch nicht als abschliessend betrachtet werden können. Die geäusserten Anliegen würden bei der weiteren Projektierung ernsthaft geprüft.

Das nächste Forum findet am 12. Dezember statt.

Stadtplanungsamt, Energie Wasser Bern und Stadtbauten

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