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15. Dezember 2006 | Gemeinderat, Direktionen

3. Forum zum Gesamtprojekt Forsthaus West

Das Stadtplanungsamt, die Bauherrschaften Energie Wasser Bern und Stadtbauten Bern führten am Dienstagabend, 12. Dezember 2007, das dritte von insgesamt sechs Foren zum Projekt Forsthaus West durch. Informiert wurden die Teilnehmenden insbesondere über die Ergebnisse der kantonalen Vorprüfung, das aktuelle Rodungsdossier sowie über Projektoptimierungen bei der neuen Kehrichtverwertungsanlage (KVA).

Die von der Stadt angebotenen Foren stossen weiterhin auf Interesse. Wie bereits am letzten Anlass vom 21. Juni 2006 liessen sich auch gestern wieder Vertreterinnen und Vertreter der vom Planungsvorhaben betroffenen Quartiere sowie weiterer Organisationen aus erster Hand über das Projekt Forsthaus West informieren.

 

Jacqueline Hadorn, Bereichsleiterin Stadt- und Nutzungsplanung beim Stadtplanungs-amt Bern, gab zum Auftakt einen kurzen Überblick zu den wichtigsten Ergebnissen der kantonalen Vorprüfung. Die Vorprüfung ist für die Stadt Bern und die Bauherren Energie Wasser Bern (ewb) und Stadtbauten Bern (stabe) erfreulich ausgefallen. Das Kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) hat nach eingehender Prüfung des Projekts und der Stellungnahmen der zuständigen Fachstellen festgestellt: Das Projekt Forsthaus West ist bewilligungsfähig und die neue KVA umweltverträglich. Im Zusammenhang mit dem Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) wurden etliche Auflagen definiert. Diese können aber laut den Verfassern des UVB problemlos erfüllt werden.

 

Martin Hostettler von Tensor Consulting erläuterte in seinem anschliessenden Referat die aktuellen Rodungsersatzmassnahmen. Diese wurden in einem wesentlichen Punkt geändert. Die vom kantonalen Amt für Wald (KAWA) und in der öffentlichen Mitwirkung geforderte Erhöhung des Aufforstungsanteils wurde aufgenommen. Der Anteil Realersatz wurde nun im aktualisierten Rodungsdossier markant erhöht von 10% auf rund 55%. Der grösste Teil der Aufforstung (rund 23'300 m2) erfolgt in der Grundwasserschutzzone Stockeren in Kiesen. In diesem Gebiet liegt auch die bedeutendste Trinkwasserfassung der Stadt Bern. Die Aufforstung kommt so auch direkt der Stadtberner Bevölkerung zugute. Zu Gunsten eines höheren Realersatzes wurde das Sonderwaldreservat Bremgartenwald aufgegeben. Das revidierte Rodungskonzept wird vom KAWA anerkannt.

 

Peter Magnaguagno, Projektleiter ewb, erklärte anschliessend, dass die neue KVA eine langfristige Investition in eine zukunftsweisende Kehrichtverwertung und Energie-versorgung in Bern sei. Mit dem in der neuen KVA integrierten Holzkraftwerk und Gaskombikraftwerk bietet sich die einmalige Chance, in Bern eine Pionieranlage zur Energieproduktion zu realisieren. Die Anlage werde laufend weiter optimiert und redimensioniert. Neu soll im geplanten Holzkraftwerk auch unbelastetes Altholz verbrannt werden. Mit einer angepassten Verfahrenstechnik werden dabei die Emissionswerte noch besser ausfallen als bisher und strengste Auflagen bezüglich Luftreinhalteverordnung problemlos eingehalten.

 

Der Projektleiter und der Mitverfasser des Umweltverträglichkeitsberichts, René Bayer und Dr. Peter Künzler des Teams f10, präsentierten anschliessend die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung und die notwendigen Anpassungen aufgrund der Pojekt-optimierungen an der KVA. Die neue KVA werde bezüglich Lärmemissionen, Luftbelastung, Gewässer- und Bodenschutz alle vorgegebenen gesetzlichen Grenzwerte einhalten oder teilweise deutlich unterschreiten und sei umweltverträglich.

 

Die Frage- und Diskussionsrunde im zweiten Teil des Forums zeigte, dass die offenen Fragen und die Anliegen bezüglich der Rodungsersatzmassnahmen gestern Abend befriedigend beantwortet werden konnten. Zu einigen Fragen Anlass gaben vor allem die Projektanpassungen an der neuen KVA und insbesondere das grundsätzlich nicht bestrittene Holzkraftwerk und Gaskombikraftwerk zur neuen KVA. Geäussert wurde der Wunsch, dass dieses optimal dimensioniert und die Abwärme des Gaskombikraftwerks für die Fernwärme genutzt werde. Die Projektverfasser bestätigten, dass dies auch in ihrem Sinn sei und die Leistungsfähigkeit der Anlage von rund 30 MW auf den Fernwärmebedarf abgestimmt sei. Zudem besteht ein reges Interesse daran, was mit dem bestehenden Standort geschieht. Es ist ein Anliegen der Stadt, dass nach dem Umzug der KVA am bestehenden Standort Wohnnutzungen entstehen können. Die entsprechende Planung wird weiter vorangetrieben.

Vom 28. Februar bis 30. März findet die öffentliche Auflage statt. Das nächste Forum wird am 3. April 2007 durchgeführt.

 

Präsidialdirektion der Stadt Bern/Energie Wasser Bern/Stadtbauten Bern

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