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9. Januar 2007 | Gemeinderat, Direktionen

Erfolgreicher Abschluss zweier Integrationsprojekte der Stadt Bern für junge Erwachsene in der Sozialhilfe

Der Realität gewordene Wirtschaftsaufschwung und die gleichzeitig intensivierten Integrationsmassnahmen haben sich noch nicht in genügendem Masse entspannend auf die Sozialhilfe ausgewirkt. Die Fallzahlen steigen, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vorjahr. Auffallend ist, dass nach wie vor die Gruppe der jungen Erwachsenen (18- bis 25jährig) vom Armutsrisiko besonders betroffen ist. Die Gründe liegen vor allem in erheblichen Bildungsdefiziten (z.B. fehlender Schulabschluss, keine Anschlusslösung in der Berufsbildung, Sprachschwierigkeiten), in der zunehmenden gesundheitlichen Problematik (psychische Schwierigkeiten, Suchtthematik), im Migrationshintergrund eines Teils der jungen Menschen und im oft schwierigen familiären Umfeld.

 

In den Jahren 2004/2005 wurden zwei Pilotprojekte in Angriff genommen mit dem Ziel, die Lage von jungen Sozialhilfeempfängerinnen/-empfängern zu verbessern. Diese Projekte führten nach der erfolgten Evaluation zu erfolgversprechenden Ergebnissen: Das Projekt „Junge Erwachsene in der Sozialhilfe“ zeigte, dass der verstärkte Ressourceneinsatz zugunsten einer intensivierten und spezialisierten Beratung dieser Zielgruppe, verbunden mit einer Beschleunigung der Abläufe und einer engen Vernetzung mit anderen Fachstellen (Case-Management, Interinstitutionelle Zusammenarbeit) die Eingliederungschancen wesentlich verbessert. Das „Niederschwellige Integrationsprojekt“ brachte zudem die Erkenntnis, dass eine konsequente individuelle bedürfnis- und lebensweltorientierte Begleitung und Beratung bei jungen Erwachsenen zu positiven Wirkungen führt. Wesentlich bei beiden Projekten ist der Aspekt der Nachhaltigkeit. Dabei wird auch besonderes Gewicht auf den Einbezug des Lebensumfeldes (Eltern und Schule) gelegt.

 

Die Direktion für Bildung, Soziales und Sport hat die Absicht, diese Projektangebote stufenweise in Regelangebote für sämtliche jungen Erwachsenen in der Sozialhilfe zu überführen. Die Organisation und Bereitstellung der notwendigen Ressourcen wird von einer internen Arbeitsgruppe geprüft. Die Überführung in das Regelangebot soll ab 1. April 2007 erfolgen. 

 

 

Direktion für Bildung, Soziales und Sport

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