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1. Mai 2007 | Gemeinderat, Direktionen

Polleranlagen optimiert

Die Polleranlagen haben in der Stadt Bern für viel mediale Aufmerksamkeit gesorgt und Zwischenfälle mit Fussgängerinnen und Fussgängern sowie mit Auto- und Velofahrenden haben die Bevölkerung verunsichert. Die Poller wurden inzwischen intensiv getestet und die Stadt hat verschiedene Verbesserungsmassnahmen ergriffen, unter anderem im Bereich Signalisation. An einer Medienkonferenz zogen die Gemeinderätin Regula Rytz, der Gemeinde-rat Stephan Hügli und Dr. Fritz Gyger von den Vereinigten Altstadtleisten Bilanz.

 

Der Fahrzeugverkehr in der Berner Innenstadt sowie besonders in der Unteren Altstadt soll auf ein Minimum reduziert werden. Hier sollen, wie in praktisch allen anderen wichtigen europäischen historischen Stadtzentren, Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher aus aller Welt diese schöne Stadt in Ruhe geniessen können. Auch den vielen in der Innenstadt beruflich beschäftigten Menschen soll ein angenehmeres Arbeitsklima geboten werden. Diese Zielsetzung teilen sicher alle und basiert zudem auf den Beschlüssen des Stadtrats und der Berner Stimmberechtigten im Zusammenhang mit dem „Berner Verkehrskompromiss“.

Blosse Fahrverbote werden, besonders in Bern, von Auto- und Velofahrenden, systematisch missachtet. Mechanische und bauliche Massnahmen haben sich also aufgedrängt und wurden implementiert. Die Poller waren eine davon. Gerade an der Hotelgasse, wo der Verkehr Richtung Untere Altstadt durchfliesst, waren solche besonders nötig. Sie wurden in Absprache mit den Vereinigten Altstadtleisten installiert.

Bis 11 Uhr agieren die Poller als reine Durchfahrtsbremse, das heisst sie senken sich bei der Anfahrt eines Autos oder Velos und heben sich nach dessen Durchfahrt. Dies ist klar signalisiert. Alle sechs Zwischenfälle seit dem 9. August 2006 ereigneten sich, weil die Autolenker versuchten, einem anderen Fahrzeug nachzufahren, während die Poller noch nicht versenkt waren, statt zu warten, bis diese wieder abgesenkt waren. Die Poller wurden gerammt, entweder während sie noch nicht ganz versenkt oder bereits in der Phase des neuerlichen Anhebens waren. Halbversenkte Poller verursachen im, Frontbereich und am Chassis erhebliche Schäden, deshalb die hohen Reparaturrechnungen.

Ab 11 Uhr ist die Hotelgasse nur noch für Zutrittsberechtigte mit Badge passierbar. In dieser Zeit ereigneten sich keine polizeilich registrierten Zwischenfälle.

Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass bauliche Verkehrsberuhigungsmassnahmen bei der Einführung immer wieder Probleme machen können, insbesondere auch beim Einbau von Pollern. Obwohl diese korrekt funktionieren will der Gemeinderat alles Zumutbare unternehmen um weitere Unfälle zu verhindern.

Die Poller bleiben und die Verkehrsteilnehmer müssen sich daran gewöhnen. Als zusätzliche Sicherheitsmassnahmen wurden bereits implementiert:

  • Auch auf der rechten Einfahrtseite vor dem Poller ist ein zweites Hinweisschild aufgestellt worden
  • Der Haltebalken auf dem Boden wurde deutlicher markiert
  • Eine Bodenmarkierung rund um den Poller ist appliziert worden
  • Die Poller selber sind neu gelb/schwarz bemalt und besser sichtbar (auch bei Nacht)
  • Viersprachige Klebefolien D/F/I/E mit Erläuterungen sind auf den Steuerungssäulen angebracht worden

Dazu werden folgende Massnahmen weiter geprüft:

  • Verzicht auf Auslösung des Pollermechanismus auch bei Velos
  • Gebrauchsanweisung und Verhaltensvorschriften anhand von gefilmten Beispielen werden ins Internet gestellt

Im Übrigen appelliert die Stadt an die Einsicht der Verkehrsteilnehmer. Gerade die einmalig schöne Flanier- und Shopping“meile“ Untere Altstadt braucht weniger Verkehr!

 

 

Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie

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