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15. August 2007 | Gemeinderat, Direktionen

Neuer Standort für KVA und Feuerwehr

Der Gemeinderat hat die Planung Forsthaus West zuhanden des Stadtrates verabschiedet. Damit werden die Voraussetzungen für den Bau einer neuen Kehrichtverwertungsanlage (KVA) und eines neuen Feuerwehrstützpunktes im Gebiet Forsthaus West geschaffen. Die Verlagerung von Infrastrukturanlagen in ein Randgebiet der Stadt soll das Wohnen in Bern attraktiver machen. Die entsprechenden Zonenpläne werden dem Volk zur Abstimmung vorgelegt.

Das als Forsthaus West bezeichnete inselartige Waldstück liegt nordöstlich des Entwicklungsschwerpunkts ESP Ausserholligen-Weyermannshaus und wurde vor 40 Jahren durch den Bau der Autobahn A1 vom Bremgartenwald abgetrennt. Für eine neue KVA und einen neuen Stützpunkt der Feuerwehr hat sich der Standort Forsthaus West als besonders ideal erwiesen.

 

Energie Wasser Bern (ewb) kann hier abseits vom Wohngebiet einen KVA-Neubau errichten, der ihren heutigen und zukünftigen Bedürfnissen optimal entspricht. Für die Feuerwehr ist der Standort Forsthaus so zentral gelegen, dass sie die vorgeschriebenen Interventionszeiten im ganzen Stadtgebiet einhalten kann.

 

Gebiet von geringer ökologischer Bedeutung

Der Bau der neuen KVA und des neuen Feuerwehrstützpunkts bedingt die Rodung von 5.8 Hektaren Wald. Wegen seiner Lage zwischen emissionsstarken Verkehrsanlagen ist dieses Gebiet als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sowie als Erholungsraum für Menschen nur von geringer Bedeutung. Die zuständigen eidgenössischen und kantonalen Behörden sind mit dem neuen Standort der Anlagen einverstanden und haben die nötige Rodungsbewilligung in Aussicht gestellt.

 

Als Ersatz für die Rodungsfläche im Forsthaus West wird ein Areal nördlich des Jordeweihers teilweise aufgeforstet und als Biotop sowie Erholungsraum aufgewertet. Mit einer über zwei Hektaren grossen Aufforstung in Stockeren (Gemeinde Kiesen) kann eine Trinkwasserfassung des Wasserverbunds Region Bern besser geschützt werden.

 

Bern als Wohnstadt fördern

Wenn die alte KVA am Warmbächliweg stillgelegt wird, kann das Areal für eine quartierverträglichere Nutzung freigegeben werden. Von seiner Lage her eignet es sich ausgezeichnet für das Wohnen. Es ist ein Wohnanteil von 80 Prozent vorgesehen. Durch die Verlegung des Feuerwehrstützpunkts ins Forsthaus wird das Wohnquartier um den alten Stützpunkt an der Viktoriastrasse von Immissionen entlastet. Auf dem Areal sollen möglichst viele Wohnungen entstehen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Denkmalpflege das 1936 erstellte Feuerwehrgebäude als schützenswert eingestuft hat.

 

Kombiniertes Verfahren

Die verschiedenen Planungs- und Bauprojekte werden in einem kombinierten Genehmigungsverfahren behandelt. Dazu gehören: die beiden Zonenpläne, das Rodungsgesuch, der Kantonsstrassenplan für den Anschluss an die Murtenstrasse und das Baugesuch für den Neubau der KVA. Für den Feuerwehrstützpunkt wird später ein separates Baugesuch eingereicht. Gegenstand der Volksabstimmung bilden die beiden Zonenpläne Forsthaus West und Aufforstung beim Jordeweiher. Über die Überbauungsordnung Forsthaus West entscheidet der Stadtrat abschliessend.

 

Informationsdienst der Stadt Bern

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