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30. August 2007 | Gemeinderat, Direktionen

Bahnhofplatz: Verkehr funktioniert besser als erwartet

Der allgemeine Eindruck wird nun durch Zahlen erhärtet: Die Verkehrsumleitungen im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Berner Bahnhofplatz funktionieren gut. Der Gesamtverkehr hat sich seit der Sperrung des Bahnhofplatzes besser abgewickelt als erwartet.

Wegen der Bauarbeiten für den Neuen Bahnhofplatz Bern ist die Achse Bollwerk–Bahnhofplatz–Bubenbergplatz seit dem 14. Mai 2007 und noch bis im Mai 2008 für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Der Verkehr wird während dieser Zeit über Umleitungsrouten geführt (flankierende Massnahmen zur Sperrung Bahnhofplatz). Um die Auswirkungen bzw. das Funktionieren der flankierenden Massnahmen beurteilen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen zu können, wird ein Verkehrsmonitoring durchgeführt: Der Verkehr auf den Umleitungsrouten, auf den Quartierstrassen in der Länggasse, auf städtischen Hauptachsen sowie auf den Autobahnen wird vor Baubeginn, während und nach der Sperrung gezielt erhoben.

 

Kaum Mehrverkehr auf der Mittelstrasse

Die erste Nacherhebung seit Beginn der Platzsperrung wurde im Zeitraum Mai / Juni 2007 durchgeführt. Deren Ergebnisse liegen nun in einem Zwischenbericht vor. Fazit:

Die flankierenden Verkehrsmassnahmen, verbunden mit den umfassenden Kommunikationsanstrengungen der Stadt Bern, zeigen Erfolg. Über die Kleine Westtangente verkehren täglich rund 6'500 Motorfahrzeuge mehr als vor der Sperrung. Dies liegt im Rahmen der Prognose. Hingegen hat sich die erwartete Verkehrszunahme auf der Mittelstrasse nicht bestätigt. Auch auf anderen Strecken sind die Veränderungen moderater als prognostiziert ausgefallen.

 

Zu berücksichtigen ist dabei, dass vor der Sperrung gemäss Erhebung im Januar 2007 rund 20'500 Motorfahrzeuge pro Tag über den Bahnhofplatz fuhren – mithin weniger als die 26'000 Motorfahrzeuge, mit denen im Rahmen der Konzept- und Projektarbeiten zu den flankierenden Massnahmen gerechnet worden war. Zudem ist anzunehmen, dass der Gesamtverkehr aufgrund der vorübergehend geringeren Strassenkapazität abgenommen hat. Mit andern Worten: Die Verkehrsteilnehmenden haben sich den geänderten Rahmenbedingungen angepasst.

 

Im Quartier Länggasse / Muesmatt ist auf einigen Achsen Mehrverkehr aufgetreten (bedingt durch quartierinterne Verlagerungen sowie durch den höheren Verkehrsdruck wegen der Sperrung Bahnhofplatz). Dieser Mehrverkehr liegt aber in einem Rahmen, der aus fachlicher Sicht keine zwingenden Zusatzmassnahmen erfordert.

 

Wenige Beschwerden bei Bernmobil

Seit dem 11. Juni 2007 und noch bis 9. Dezember 2007 ist der Bahnhofplatz auch für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Auch Bernmobil zieht insgesamt eine positive Bilanz. Die Fahrgastzahlen liegen im Rahmen des Vorjahrs, konnten also trotz Komforteinbussen für die Fahrgäste während der Bauzeit gehalten werden. Im Betriebsablauf gibt es Einschränkungen, insgesamt funktioniert der Betrieb aber stabil und befriedigend.

 

Beschwerden von Fahrgästen wurden nur wenige registriert (70 Beschwerden bei total 2’000 Anfragen in den Monaten Februar bis Mai 2007). Der Beratungsservice direkt an den Haltestellen wird von den Fahrgästen geschätzt.

 

Für den Langsamverkehr ergeben sich aufgrund der Sperrung und der flankierenden Massnahmen ebenfalls Qualitätseinbussen und Behinderungen. Die Fussgängerströme im Bahnhof haben sich merklich, aber in verträglichem Mass in Richtung „Welle“ (Bahnhof Westausgang) verlagert. Alles in allem konnte dank den getroffenen Massnahmen und nachträglichen Optimierungen eine vertretbare Situation geschaffen werden, welche insbesondere auch die Anforderungen an die Verkehrssicherheit so weit wie möglich erfüllt.

 

Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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