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7. Januar 2008 | Gemeinderat, Direktionen

Siegerprojekt für den Umbau des Breitenrainplatzes ist bestimmt

Der Breitenrainplatz soll zu einem vielfältig nutzbaren Quartierzentrum mit hoher Aufenthaltsqualität umgestaltet werden – so sieht es das Siegerprojekt “Amélie“ aus dem Projektwettbewerb zum Breitenrainplatz vor. Das Projekt des Zürcher Landschaftsarchitekturbüros Hager zeichne sich durch wohltuende Einfachheit und städtische Grosszügigkeit aus und werde trotz Reduktion der Verkehrsflächen eine gute Verkehrsabwicklung erlauben, urteilte die Jury. Im Sommer 2008 soll dem Stadtrat der Projektierungskredit vorgelegt werden. Mit der Realisierung ist ab 2012 zu rechnen.

Heute ist der Breitenrainplatz stark vom Verkehr dominiert, hohe Randsteine und zahl­reiche Strassenmarkierungen prägen das Bild. Nun soll der Platz für alle Verkehrsteil­nehmenden übersichtlicher und insbesondere für die Fussgängerinnen und Fussgän­ger sicherer gestaltet und zum Quartierzentrum aufgewertet werden. Zu diesem Zweck hat die Stadt Bern im Juni 2007 einen Projektwettbewerb ausgeschrieben.

 

Der Projektwettbewerb

Im Dezember 2007 hat die Jury unter dem Vorsitz von Gemeinderätin Regula Rytz zwanzig Wettbewerbsbeiträge aus dem In- und Ausland beurteilt und rangiert. Die Fachleute aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Städtebau und Verkehr sowie die beteiligten Quartiervertreterinnen und -vertreter verliehen den ersten Preis einstimmig dem Projekt „Amélie“, das von einem interdisziplinären Team rund um das Zürcher Landschaftsarchitekturbüro Hager entwickelt wurde.

 

Das Siegerprojekt “Amélie“

Das Projekt sieht die Schaffung eines Quartierplatzes mit hoher Aufenthaltsqualität vor. Der Platz soll von überflüssigem Stadtmobiliar und niederen Vegetationselementen befreit werden. Hochkronige Linden ergänzen den bisherigen Baumbestand und schaffen eine spezielle Ambi­ance. Identität stiftendes Element des Platzes bleibt der Trampavillon, der in seiner ursprünglichen Form wieder hergestellt und eventuell erweitert werden soll.

 

Die heutige Verkehrslösung mit einer von der Strasse getrennten Tramhaltestelle wird beibehalten, die Verkehrsfläche zu Gunsten des Aufenthaltsbereiches für das Quartier jedoch reduziert. Die Einmündung der Breitenrainstrasse in den Breitenrainplatz soll eine Begegnungszone (Tempo 20) werden. Daran angrenzend wird ein Platz mit neuem Brunnen und Sitzbänken frei gespielt. Die Zufahrten von der Kasernenstrasse, der Herzogstrasse und der Militärstrasse zum Breitenrainplatz werden als so genannte Trottoirüberfahrten ausgestaltet. Damit sind die Fussgängerinnen und Fussgänger ge­genüber dem Fahrverkehr vortrittsberechtigt und sie erhalten auch am Südrand des Platzes mehr Raum.

 

Das Projekt „Amélie“ ermöglicht allen Verkehrsteilnehmenden trotz der Reduktion der Fahrbahnfläche einen konfliktarmen und flüssigen Verkehrsablauf im Kreisverkehr, so dass kein Verkehr in die angrenzenden Wohnquartiere verdrängt wird. Das Projekt schafft auch für den öffentlichen Verkehr genügend Raum. Die Bushaltestellen werden in der Stauffacherstrasse platziert.

 

Gemäss der Jury vermittelt das Projekt „Amélie“ städtische Grosszügigkeit. Der neue Breitenrainplatz füge sich selbstverständlich und unaufgeregt in das Stadtgefüge ein.

 

Vom Wettbewerb zum Bauprojekt

Im Sommer 2008 wird der Gemeinderat dem Stadtrat einen Kredit für die Ausarbeitung des Vorprojekts und des Bauprojekts vorlegen. Im Rahmen der Ausarbeitung des Vor­projekts werden – wie von der Jury empfohlen – verschiedene Elemente des Sieger­projektes zu überarbeiten sein. Insbesondere soll der gesamte Breitenrainplatz mit Ausnahme der Begegnungszone Breitenrainstrasse (Tempo 20) in eine Tempo 30 Zone integriert werden. In diesem Zusammenhang soll auch die Lage der Fussgänger-streifen optimiert werden. Auch die Geometrie der Tramgeleise und die genaue Anordnung der Bushaltestellen sind zu überprüfen.

 

Sobald das Bauprojekt vorliegt, sollen die Bewilligungsverfahren ausgelöst und dem Stadtrat der Baukredit zum Beschluss unterbreitet werden. Mit der Umsetzung des Projekts ist ab 2012 zu rechnen. Sie wird mit der bis dahin erforderlichen Sanierung der Tramgeleise durch Bernmobil koordiniert.

 

Ausstellung der Wettbewerbsprojekte

Vom 7. bis am 17. Januar 2008 sind alle Wettbewerbseingaben in der Mall des Wank­dorf­centers öffentlich ausgestellt. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 09.00 bis 20.00 Uhr, Freitag 09.00 bis 21.00 Uhr, Samstag 09.00 bis 17.00 Uhr.

 

 

 

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Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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