Navigieren auf Mediencenter

Benutzerspezifische Werkzeuge

Servicenavigation

Content navigation

15. Februar 2008 | Gemeinderat, Direktionen

Wohnbauförderung: Strategie beschlossen

Der Gemeinderat will die Rahmenbedingungen für ein grösseres Bevölkerungswachstum in der Stadt Bern weiter verbessern und hat dafür die Strategie 2020 zum Wohnungsbau beschlossen. Diese beruht auf zwei Pfeilern: Innere Verdichtung und Entwicklung ausserhalb der bebauten Stadt. Die Strategie wird der Bevölkerung nun zur grundsätzlichen Diskussion unterbreitet.

Zurzeit und in naher Zukunft werden auf Stadtboden in baureifen Wohnbauarealen rund 2'600 Wohnungen gebaut. Diese Wohnungen reichen ungefähr aus, um den erwarteten Wohnungsbedarf der bereits in Bern ansässigen Bevölkerung bis ins Jahr 2020 zu decken. Wächst die Bevölkerung aber um fünf bis zehn Prozent, wie es sich der Gemeinderat erhofft, muss die Stadt zusätzliche Areale für den Wohnungsbau bereitstellen.

 

Der europaweite Trend „Zurück in die Stadt“ trifft auch für Bern zu. Doch wie viele zusätzliche Wohnungen werden für neue Einwohnerinnen und Einwohner benötigt? Wo können sie gebaut werden? Welche Grünräume sind unverzichtbar? Antworten auf diese Fragen gibt der Bericht „Bauliche Stadtentwicklung Wohnen“, der Schätzungen und Strategien für die Entwicklung bis ins Jahr 2020 beinhaltet.

 

Strategie der baulichen Entwicklung Wohnen

Die Strategie 2020 baut auf zwei Pfeilern auf: Innere Verdichtung und Entwicklung ausserhalb der bebauten Stadt. Innere Verdichtung bedeutet, dass Flächen innerhalb des Siedlungsgebiets für den Wohnungsbau verfügbar gemacht werden. Ein Plan zeigt, welche Areale Verdichtungspotenzial aufweisen. Beispielsweise geeignet sind die Gebiete Weyermannshaus-Ost, das Kasernenareal mit kantonalem Zeughaus, das Depot von Bernmobil an der Thunstrasse oder Familiengärten.

 

In einem nächsten Schritt muss jedes Areal einzeln bearbeitet werden: Die Stadt ist dafür besorgt, dass die bereits zonenkonformen Parzellen bebaut werden. Zudem müssen Verfügbarkeit und Eignung der anderen Areale abgeklärt werden, Neueinzonungen oder Umzonungen vorbereitet werden. Notwendige Planungen werden der Bevölkerung separat zur Mitwirkung und Abstimmung vorgelegt.

 

Neue Areale für die Stadterweiterung

Mit Verdichtung alleine kann jedoch nicht genügend Wohnbauland für das angestrebte Bevölkerungswachstum zur Verfügung gestellt werden. Für den Gemeinderat ist die Lebensqualität der ansässigen und neuen Einwohnerinnen und Einwohner zentral, weshalb die im Bericht bezeichneten Grünräume unverzichtbar sind und für Verdichtung nicht zur Verfügung stehen.

 

Als Ergänzung zur Verdichtung sollen daher Erweiterungen ausserhalb der bebauten Stadt geprüft werden. Stadterweiterungen sollen aber nicht zufällig, sondern nach räumlichen Gesamtkonzepten erfolgen. Deren Vorbereitung wird heute an die Hand genommen; die Umsetzung allfälliger Konzepte kann jedoch erst in mehreren Jahren erfolgen. Neueinzonungen bzw. Erschliessungen von Arealen ausserhalb der bebauten Stadt sollen schrittweise, aber immer gemäss Gesamtkonzept stattfinden. Für Stadterweiterungen werden Gebiete im Norden und Osten (Viererfeld, Raum Hintere Schosshalde, Wittigkofen inkl. dem Baugebiet Saali) oder ein grösseres Baugebiet in Bern-West vorgeschlagen. Gesamtkonzepte haben sich in der Stadt Bern bewährt, wie die nach solchen Planungen erstellten Quartiere Kirchenfeld oder Länggasse zeigen.

 

Der Gemeinderat unterbreitet nun der Bevölkerung die Strategie der baulichen Stadtentwicklung Wohnen zur grundsätzlichen Diskussion. Zu diesem Zweck wird der Bericht vom 19. Februar 2008 bis am 30. April 2008 bei der BauStelle, Bundesgasse 38, und auf dem Stadtplanungsamt, Zieglerstrasse 62, zur Mitwirkung aufgelegt.

 

Downloads

Downloads
Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentBericht 15.02.2008 2.2 MB
Datei PDF documentReferat Stadtpräsident Alexander Tschäppät 15.02.2008 24.0 KB

Präsidialdirektion der Stadt Bern

Weitere Informationen.

Archiv

Fusszeile