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26. Mai 2008 | Gemeinderat, Direktionen

Die Stadt stärkt die Hilfeleistungen für die Opfer häuslicher Gewalt

Die Opfer häuslicher Gewalt sind meistens wehrlos, machtlos und abhängig. Deshalb ist für sie eine Anlaufstelle mit einer raschen und unbürokratischen Unterstützung von grosser, manchmal gar lebensrettender Bedeutung. Die Koordinationsstelle „Häusliche Gewalt“ (KHG) der Stadt Bern hat im Rahmen eines Projektes des Amtes für Erwachsenen- und Kindesschutz in den vergangenen vier Jahren praxistaugliche und sich bewährende Leistungen ent-wickelt, um Opfern von häuslicher Gewalt wirksame Hilfe zu leisten. Der Ge-meinderat hat nun beschlossen, dieses Projekt zu verlängern und die Dienstleis-tungen auszuweiten.

Die KHG betreute im letzten Jahr über 330 Opfer von häuslicher Gewalt. In zwei Drittel der Fälle waren Kinder mitbetroffen. Das Besondere an der Vorgehensweise der Koordinationsstelle ist die Möglichkeit, nach einer Polizeiintervention direkt auf die Opfer häuslicher Gewalt zuzugehen und untereinander vernetzte Hilfsmöglichkeiten anzubieten. Dieser proaktive Ansatz ist einzigartig in der Schweiz und hat sich bewährt. De facto nehmen mittlerweile über 90 Prozent der Betroffenen das Dienstleistungsangebot der KHG an, welches von zwei Sozialarbeiterinnen angeboten wird.

 

Kostenlose Beratung und Vermittlung

Als Koordinationsstelle bewirkt die KHG eine überaus wichtige Unterstützung und Entlastung der städtischen und kantonalen Organisationen. Neben einer kostenlosen Beratung und der Vermittlung an geeignete Fachpersonen oder Fachstellen bietet die Koordinationsstelle den Betroffenen konkrete Hilfe in Form von Kriseninterventionen in Gewaltsituationen an und/oder die unterstützende Begleitung bei Anzeigeerstattungen, beim Gang vor Gericht oder bei Beratungsgesprächen mit Jugendamt und Sozialdienst. Ausserdem ist die KHG Verbindungsglied zu verschiedenen anerkannten Hilfsorganisationen und ebnet den Zugang zu spezialisierten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, Fachärztinnen und Fachärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten.

 

Die Beratungsfälle sind von 66 im Jahre 2005 auf 333 im Jahre 2007 angestiegen. Gleichzeitig hat die Intensität der Betreuung (Betreuung während mehreren Monaten)  zugenommen, nämlich von 71 Fällen im Jahr 2005 auf 101 im Jahr 2007. Dieser Aufwand war mit den für das Projekt zur Verfügung gestellten Mitteln nicht mehr zu decken . Hinzu kommt, dass Police Bern, das Regierungsstatthalteramt und die kantonale Polizei an einer Ausdehnung der Dienstleistungen auf angrenzende Gemeinden der Stadt Bern interessiert sind.

 

Projekt bis Ende 2009 verlängert

Aufgrund dieses Engpasses und angesichts des wachsenden Bedürfnisses hat der Gemeinderat auf Antrag der für das Amt für Erwachsenen- und Kinderschutz zuständigen Direktion SUE (Sicherheit, Umwelt und Energie, GR Stephan Hügli) das Projekt bis Ende 2009 verlängert, die Stellenprozente um 70 Prozent aufgestockt und damit den dringend notwendigen Ausbau der Dienstleistungen ermöglicht. Die zusätzlichen Kosten belaufen sich auf rund 100'000 Franken, die über den Lastenausgleich finanziert werden.    

 

 

 

Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie

Downloads

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentAuszug Evaluationsbericht 26.05.2008 19.2 MB
Datei PDF documentFlyer KHG 26.05.2008 266.0 KB
Datei PDF documentReferat Ester Meier 26.05.2008 20.5 KB
Datei PDF documentReferat Stephan Hügli 26.05.2008 16.2 KB
Datei PDF documentStatistik 2005-2007 26.05.2008 25.7 KB

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