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5. September 2008 | Gemeinderat, Direktionen

Wiederansiedelung gefährdeter Pflanzenarten im Gäbelbachdelta

Die Stadtgärtnerei startet im Haller-Jahr ein Programm von Wiederansiedlungen von gefährdeten Pflanzenarten und betont damit die grosse Bedeutung der Artenvielfalt für die Stadt Bern. Den Startschuss hat Gemeinderätin Regula Rytz mit der Pflanzung eines „Schweizer Alant“ im Gäbelbachdelta gegeben. Weil diese Sumpfpflanze hauptsächlich in hiesigen Regionen vorkommt, ist die Schweiz international mitverantwortlich für ihre Erhaltung.

Auch städtische Gemeinden tragen heute eine grosse Verantwortung für die Natur und spielen bei der Bewahrung der Artenvielfalt eine wichtige Rolle. Unter Federführung der Stadtgärtnerei sollen deshalb in den kommenden Jahren auf Berner Stadtgebiet schrittweise bedrohte Pflanzenarten angesiedelt werden. Im Mittelpunkt des Programms stehen Pflanzen, welche ihren Verbreitungsschwerpunkt in der Schweiz haben und für deren Erhaltung die Schweiz international mitverantwortlich ist. Am 5. September 2008 hat Gemeinderätin Regula Rytz im Gäbelbachdelta einen „Schweizer Alant“ gepflanzt und damit den Startschuss für das Wiederansiedlungsprojekt gegeben.

 

Ursachen für die Gefährdung

Der „Schweizer Alant“, botanisch Inula helvetica, ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die in Feuchtgebieten wächst. Weil die Schweizer Feuchtgebiete seit dem 18. Jahrhundert stark zurückgegangen sind, gilt die Pflanze heute als gefährdet. Negative Auswirkungen auf die Feuchtgebiete haben hauptsächlich Wasserstandsabsenkungen, Drainagen, Gewässerregulierungen, Uferverbauungen und Aufschüttungen. Aus diesen Gründen sind darum heute in der Schweiz rund 60 Prozent der Sumpfpflanzen gefährdet.

 

Renaturierungen helfen der Artenvielfalt

Mit der Renaturierung von Bächen, Flussläufen, Auen und Sümpfen können die Chancen für die Erhaltung oder Ausweitung der Sumpfpflanzen deutlich verbessert werden. Dies ist insbesondere auch im Berner Gäbelbachdelta der Fall, wo durch die kürzlich abgeschlossene Sanierung gute Voraussetzungen für eine starke Population des „Schweizer Alant“ geschaffen werden konnten.

 

Bezug zu Albrecht von Haller - Jubiläumsjahr

Der „Schweizer Alant“ wurde vom renommierten Berner Wissenschaftler Albrecht von Haller im 18. Jahrhundert an verschiedenen Standorten im engeren Berner Stadtgebiet festgestellt und beschrieben. Als Fundort gab Haller die Eymatt, das Marzili („Inseli“), den Bodenacker und die Hunzigenau an. Derartige historische Angaben liefern wichtige Grundlagen für heutige Artenschutzmassnahmen. Die Pflanzung des „Schweizer Alant“ steht daher auch in Zusammenhang mit Albrecht von Haller. Zu Ehren seines 300. Geburtstags soll ein Teil der Alantpflanzen, die aktuell in der Ausstellung „Hallers (G)Arten“ im Botanischen Garten gezeigt werden, im Gäbelbachdelta wieder heimisch werden.

 

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Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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