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7. November 2008 | Gemeinderat, Direktionen

Familienbericht: Bern tut viel für die Familie

Die Stadt Bern bietet Familien ein breites Spektrum moderner Dienstleistungen an, das von Beratungsangeboten bis zum Kindesschutz reicht. Dies ist das Fazit des ersten Familienberichts der Stadt Bern, der heute von Edith Olibet, Di-rektorin für Bildung, Soziales und Sport, vorgestellt wurde. So wird etwa der Grad an familienergänzender Kinderbetreuung in Bern im Vergleich zu anderen Deutschschweizer Städten als hoch bewertet. Der Bericht zeigt aber auch Handlungsbedarf auf: Der Nachfrageüberhang nach Betreuungsplätzen ist weiterhin gross, insbesondere bei Vorschulkindern.

Familien können in der Stadt Bern auf ein breit ausgebautes Unterstützungs- und Beratungsnetz zugreifen, ob im Bereich der Prävention, der Beratung bei spezifischen Frage- und Problemstellungen, der Integration oder dem Kindesschutz. Der erste Familienbericht der Stadt Bern bestätigt, dass die Stadt Bern ihren familienpolitischen Handlungsspielraum ausschöpft. Familien wird es ermöglicht, ihre Potentiale im privaten Bereich zu entfalten und zum Wohlergehen in der Gesellschaft beizutragen. Deshalb steht eine weitere Förderung der Stadt Bern als Familienstadt auch weiterhin ganz oben auf der Agenda.

 

Vorzüge bekannter machen

Um dieses Ziel zu erreichen, werden im ersten Familienbericht der Stadt Bern eine Reihe von Empfehlungen ausgesprochen. So sollte die Stadt Bern ihre Vorzüge als Familienstadt besser bekannt machen und die bestehenden Angebote aufeinander und auf die veränderte Familienstruktur abstimmen. Neben der gezielten Frühförderung von benachteiligten Kindern und einem bedarfsgerechten weiteren Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung sind Verbesserungen vorzunehmen bei der Information und Zugänglichkeit zu den Dienstleistungen für jene, welche die Einrichtungen für Familien bisher wenig nutzen. Für Familien sind eine genügende Wohninfrastruktur - grössere Wohnungen mit vier oder mehr Zimmern - und ein kindergerechtes sowie verkehrssicheres Wohnumfeld bereitzustellen.

 

Potentiale von Familien stärken

Die Familie spielt die wichtigste Rolle in der Entwicklung sozialer Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Rund 14 Prozent der Familien leben in Umständen, die sich negativ auf die Erziehung und die Gesundheit der Kinder auswirken. Die in der Stadt Bern bestehenden Angebote, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen, sind zu erhalten und auszubauen. Daneben ist auch die Elternbildung weiter zu stärken.

 

Kinderbetreuung weiter ausbauen

Die Angebote zur familienergänzenden Kinderbetreuung sind in den letzten Jahren in der Stadt Bern ausgebaut worden. Neben der Erhöhung der Zahl von Betreuungsplätzen in den Kitas ist speziell auf die flächendeckende Einführung von Tagesschulen hinzuweisen. Trotz des Ausbaus bestehen Wartelisten für einen Betreuungsplatz. Neben dem erforderlichen weiteren Ausbau an Betreuungsplätzen ist die partnerschaftliche Aufteilung von Beruf und Familie zu fördern.

 

Der starke Nachfrageüberhang für Betreuungsplätze für Kleinkinder hängt auch damit zusammen, dass die Dauer des Mutterschaftsurlaubs zu kurz ist. Eltern, die ihr Kleinkind bis zur Rückkehr an den Arbeitsplatz über eine längere Zeit selber betreuen wollen, haben oft gar nicht die Möglichkeit dazu.

 

Wohnumfeld aufwerten

Familien tendieren zum Wohnsitzwechsel in die Agglomeration unter Beibehaltung des Arbeitsplatzes in der Stadt. Die Stadt Bern unternimmt Bestrebungen, um das Wohnumfeld von Familien in der Stadt zu verbessern. Zwischen 2001 und 2007 wurden in der Stadt insgesamt 736 neue Wohnungen gebaut, fast 70 Prozent davon mit vier oder mehr Zimmern.

 

Durch die Schaffung von Begegnungszonen und die zeitgemässe Ausstattung von Spielplätzen wurde das Wohnumfeld für Familien in der Stadt aufgewertet. Daneben ist die Erhaltung und Förderung einer guten sozialen Durchmischung in den Quartieren bzw. Stadtteilen wichtig.

 

Die Verbesserung der finanziellen Situation von Familien liegt zu einem grossen Teil ausserhalb des Einflussbereichs der Stadt. Für die wichtige finanzielle Förderung von Familien in der Kompetenz von Bund und Kanton empfiehlt der Bericht ein verstärktes städtisches Lobbying. Neben dem Ausbau der Transferzahlungen an Familien (Erhöhung der Familienzulagen und gezielte Steuervergünstigungen) sind Anreize zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung zu schaffen.

 

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentFamilienbericht 07.11.2008 1.1 MB
Datei PDF documentReferat E. Olibet 07.11.2008 20.9 KB

Direktion für Bildung, Soziales und Sport

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