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28. Januar 2009 | Gemeinderat, Direktionen

„Proger“-Vorlage: Gemeinderat hält am Projekt „Doppelpunkt“ fest

In seiner überarbeiteten Vorlage zur Nutzung des ehemaligen Progymnasiums („Proger“) legt der Gemeinderat dem Stadtrat auftragsgemäss sowohl das bisherige Projekt „Doppelpunkt“ als auch das neue Projekt „Kulturzentrum“ zum Entscheid vor. Die Stadtregierung selbst hält am Projekt „Doppelpunkt“ fest. Die erste Vorlage war vom Stadtrat zurückgewiesen worden, um den im „Proger“ tätigen Kunstschaffenden zu ermöglichen, nachträglich bis am 31. Dezember 2008 eine Kaufofferte einzureichen. Die Stimmberechtigten werden voraussichtlich am 17. Mai 2009 über die Zukunft des „Proger“ befinden.

Die Stadt will das ehemalige Progymnasium am Waisenhausplatz 30 verkaufen und die entsprechende Parzelle im Baurecht abgeben. Daher lancierte sie einen Wettbewerb mit dem Ziel, eine neue langfristige, dem Standort gerecht werdende Nutzung zu finden. Im Frühling 2008 gab der Gemeinderat bekannt, dass das Projekt „Doppelpunkt“ als Sieger aus einem öffentlichen Wettbewerb nach den Regeln des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins hervorgegangen sei. Als Investorin des Siegerprojekts tritt die Allreal Generalunternehmung AG aus Bern (Allreal) auf, die für das Gebäude 2,4 Millionen Franken und für den Boden einen Baurechtszins von 320 000 Franken pro Jahr offerierte. Zu diesen Konditionen will der Gemeinderat den „Proger“ an die Allreal verkaufen.

 

Frist für Künstler-Initiative

Nachdem dies bekannt war, machte der Verein Künstlerinitiative Pro PROGR publik, dass er die Liegenschaft zum gleichen Preis und Baurechtszins wie die Allreal übernehmen könne. Der Verein Künstlerinitiative Pro PROGR setzt sich aus Kunstschaffenden zusammen, die im Sinne einer Zwischennutzung im „Proger“ tätig sind. An seiner Sitzung vom 6. November 2008 entschied der Stadtrat, dass die Gruppe bis 31. Dezember 2008 Zeit habe, bei der Stadt eine konkrete Offerte für die Übernahme der Liegenschaft einzureichen.

Die Offerte des Vereins Künstlerinitiative Pro PROGR traf fristgerecht beim Gemeinderat ein und wurde inzwischen verwaltungsintern geprüft. Punkto Kaufpreis und gebotenem Baurechtszins stimmen die beiden Offerten überein. Die Pläne für die zukünftige Nutzung sind dagegen unterschiedlich. Der Verein Künstlerinitiative Pro PROGR sieht eine vorwiegend kulturelle Nutzung vor (Kulturzentrum), während das Siegerprojekt „Doppelpunkt“ von einer gemischten Nutzung mit einem Gesundheitszentrum, einer Schule sowie einem Kultur- und Gastronomieangebot für die Öffentlichkeit im heutigen Rahmen ausgeht.

 

Gemeinderat unterbreitet dem Stadtrat eine Variantenabstimmung

Der Gemeinderat ist dem Auftrag des Stadtrates nachgekommen und legt ihm in der überarbeiteten Vorlage die beiden Projekte „Kulturzentrum“ und „Doppelpunkt“ zur Beschlussfassung vor. Nun liegt es am städtischen Parlament zu entscheiden, in welcher Form es das Geschäft den Stimmberechtigten unterbreiten will – mit oder ohne Variantenabstimmung.

 

Stadtregierung für „Doppelpunkt“

Der Gemeinderat selbst spricht sich in der überarbeiteten Vorlage weiterhin nur für das Projekt „Doppelpunkt“ und die Investorin Allreal aus. Er zeigt zwar Verständnis dafür, dass die Kunstschaffenden das Projekt „Kulturzentrum“ am angestammten Ort weiterführen möchten, zumal im „Proger“ ein Kulturbetrieb entstanden ist, der weit über die Stadt hinausstrahlt. Die Stadtregierung ist aber der Ansicht, dass für eine längerfristige Finanzierung des Kulturbetriebs noch weitere Anstrengungen nötig sind.

 

Die Vorlage des Gemeinderats wird voraussichtlich noch vor den Frühlingsferien vom Stadtrat behandelt. Danach befinden am 17. Mai 2009 die Stimmberechtigten über den Verkauf des Gebäudes und die Abgabe des Bodens im Baurecht.

 

 

Informationsdienst der Stadt Bern

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