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11. Februar 2009 | Gemeinderat, Direktionen

„Subers Bärn – zäme geits!“ wird fortgeführt

Der Gemeinderat hat den Schlussbericht des Projekts „Subers Bärn – zäme geits!“ zur Kenntnis genommen und ein positive Fazit gezogen. Insbesondere bewährt haben sich die neu eingeführte Abendreinigung, die verstärkte Reinigung der öV-Haltestellen sowie die Durchführung eines Re-pressionsschwerpunkts. Nötig sind daneben ständige Präventionsmassnahmen. Im Vordergrund steht dabei der noch wenig genutzte Abfallunterricht an den städtischen Schulen. Der Gemeinderat hat in einer Gesamtwürdigung beschlos-sen, die Aktion „Subers Bärn – zäme geits!“ über das Jahr 2008 hinaus fortzu-führen.

In Laufe des vergangenen Jahres hat die Stadt Bern im Rahmen des Projekts „Subers Bärn – zäme geits“ verschiedene Massnahmen für mehr Sauberkeit umgesetzt. Das ganze Projekt baute auf den drei Säulen Prävention, Repression und gezielte Zusatzreinigungen. Primäres Ziel der Präventionskampagne war es, die Eigenverantwortung im Umgang mit Abfall und Littering zu stärken. Dazu wurden unter anderem Kinospots, Plakate und ein Anerkennungspreis „Goldener Besen“ gestartet.

 

Als zweites Standbein verstärkte die Stadt die Reinigungsleistungen, indem sie einerseits das eigene Angebot erweiterte und anderseits ergänzende Leistungen von Langzeitarbeitslosen und Asylsuchenden auslöste. Im Mittelpunkt dieser Zusatzreinigungen standen die Einführung einer Innenstadt-Abendreinigung sowie die stadtweite Verstärkung der öV-Haltestellenreinigung. Als Drittes ergriff die Stadt repressive Massnahmen, indem sie im Rahmen eines Pilotversuchs neuralgische Orte gezielt durch Ordnungskräfte kontrollieren liess und Abfallsünder zuerst ermahnte und in einer nächsten Phase büsste.

 

Positive Gesamtbilanz

Die federführende Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün zieht in ihrem Schlussbericht zum Projekt „Subers Bärn – zäme geits!“ eine insgesamt positive Bilanz. Bewährt haben sich insbesondere das 3-Säulen-Konzept mit einer guten Mischung aus Prävention, Zusatzreinigung und Repression sowie die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen. Am 3-Säulen-Konzept soll daher auch in Zukunft festgehalten werden.

 

Geteilt wird der positive Gesamteindruck von der eigens ins Leben gerufenen Begleitgruppe „Subers Bärn – zäme geits!“, in welcher neben BERNcity, den Altstadtleisten und den Quartierkommissionen auch Bern Tourismus und der Verein CasaBlanca vertreten sind.

 

Wirkungsvolle Zusatzreinigungen

Sehr gut bewährt haben sich die zusätzlichen Reinigungsleistungen am Abend und im Bereich der öV-Wartehallen. Der Sauberkeitsindex 2008 (siehe Kasten) verdeutlicht diese Aussage: So stieg die Bewertung der Sauberkeit in der Innenstadt von 2.4 Punkten im Jahr 2007 auf 2.9 Punkte im Jahr 2008, diejenige der öV-Wartehallen von 2.7 auf 2.8. Diese beiden Zusatzreinigungen sollen daher nach Auffassung des Gemeinderats weitergeführt werden. Die Reinigung der öV-Haltestellen wird neu in einem ganzjährigen Turnus umgesetzt, die Abendreinigung bleibt auf die Zeit von März bis Oktober beschränkt.

 

Unter den Erwartungen blieb hingegen die angekündigte Platzierung zusätzlicher Abfalleimer in der Innenstadt. Die Neuplatzierungen scheiterten in vielen Fällen am Widerstand anstossender Geschäfte, weshalb dieses Teilprojekt nicht mehr weiterverfolgt wird. Noch nicht abgeschlossen ist zudem das Teilprojekt zur Bekämpfung der Wildplakatierung; es wird plangemäss im Herbst 2009 ausgewertet.

 

Erfolgreiche Repression

Obwohl während dem Einsatzschwerpunkt „Abfallbussen“ zwischen Sommer- und Herbstferien 2008 kaum Bussen ausgestellt wurden, hat sich allein die Präsenz der Ordnungskräfte vor Ort positiv ausgewirkt. Auf den kontrollierten Plätzen wurde kurzfristig weniger Abfall liegen gelassen. Für eine Verbesserung der Situation erachtet der Gemeinderat daher die Fortsetzung von repressiven Massnahmen als notwendig. Dazu wurden bereits Verhandlungen mit der Kantonspolizei Bern aufgenommen.

 

Prävention und Sensibilisierung erfordern langen Atem

Viel versprechen sich die Verantwortlichen vom Abfallunterricht an den Schulen. Mit der Primarschule Kirchenfeld hat im vergangenen Jahr erstmals eine städtische Schule Gebrauch vom Unterrichtsangebot von „Praktischer Umweltschutz Schweiz“ gemacht und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt. Nötig sind hier jedoch Nachfolgeprojekte in anderen Schulen. Der Schlussbericht zum Massnahmenplan „Subers Bärn – zäme geits!“ hält daneben fest, dass ein eigentliches Umdenken bei den mit der Kampagne angesprochenen Kreisen noch nicht nachhaltig habe stattfinden können. Nötig seien hierfür vielmehr breite Massnahmen und eine „ständige Kampagne“, welche die Selbstverantwortung stärke. Dazu gehören beispielsweise Bestrebungen von Handel und Gewerbe zur Abfallvermeidung, beispielsweise durch den Einsatz von Pfandflaschen. Der Gemeinderat will daher die Präventionskampagne fortsetzen, wobei die konkreten Inhalte und Themen für das Jahr 2009 in den nächsten Wochen festgelegt werden.

 

Kosten der Aktion

Für die zusätzlichen Reinigungsleistungen hatte der Stadtrat im Februar 2008 einen Nachkredit von insgesamt 344 500 Franken bewilligt. Die Umsetzung führte unter dem Strich zu einer Kostenüberschreitung von rund 18 000 Franken. Diese Kosten wurden - wie die Kosten für die Prävention und die Repression - innerhalb der Globalbudgets der beteiligten Dienststellen und mit Beiträgen Dritter (Bernmobil, Stadtbauten Bern, Allgemeine Plakatgesellschaft) finanziert. Die Weiterführung der zusätzlichen Reinigungsleistungen ist in der Finanzplanung weitgehend berücksichtigt.

 

Der Sauberkeitsindex

Der Sauberkeitsindex der Stadt Bern wird seit 2006 erhoben. Er ist ein Mass für die Sauberkeit der Stadt Bern und wird nach den gleichen Methoden erhoben wie in Zürich. Mit einem standardisierten Vorgehen ermöglicht er, die Sauberkeit und das allgemeine Erscheinungsbild der Stadt zu beobachten und zu beurteilen. Dadurch werden  Veränderungen und Entwicklungen ortsgenau sichtbar. Für die Kontrollen werden Mitarbeiter der städtischen Strassenreinigung eingesetzt, welche eigens geschult sind. Der Index bewegt sich auf einer Skala zwischen 0 und 5, wobei 5 für sehr sauber steht.

 

Zur Bestimmung des Index’ 2008 wurden von April bis November 2008 insgesamt 36 Objekte in 1406 zufällig bestimmten Begehungen nach 15 verschiedenen Arten von Verschmutzung erhoben. Der Index 2008 kommt für die gesamte Stadt Bern auf einen Durchschnitt von 2.8 Punkten und liegt somit höher als in den Jahren 2006 (2.6) und 2007 (2.7). Punktuelle Verbesserungen konnten zudem beim Erscheinungsbild der Innenstadt (von 2.4 auf 2.9) und bei den öV-Haltestellen beobachtet werden (von 2.7 auf 2.8).

 

 

Informationsdienst der Stadt Bern

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