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23. April 2009 | Gemeinderat, Direktionen

Quartierplanung zum Stadtteil III geht in die Mitwirkung: Wohnquartiere werden aufgewertet

Mit der Quartierplanung werden die Weichen für die städtebauliche Entwicklung und die Entwicklung des Verkehrssystems im Stadtteil III gestellt. Er sieht vor, die Wohnquartiere aufzuwerten und sie vom Durchgangsverkehr weiter zu entlasten. Bevölkerung, Unternehmen, Parteien und Organisationen sind eingeladen, bis am 31. August 2009 Stellung zu nehmen.

Der Gemeinderat legt die Quartierplanung des Stadtteils III mit den sechs Quartieren Monbijou, Mattenhof, Sandrain, Weissenbühl, Weissenstein und Holligen zur öffentlichen Mitwirkung vor. Die Planung besteht aus dem „Quartierplan“ und dem „Teilverkehrsplan motorisierter Individualverkehr (MIV)“. Ersterer zeigt auf, wie sich der Stadtteil III baulich, funktionell und bezüglich der öffentlichen Freiräume entwickeln soll. Der Teilverkehrsplan MIV wiederum hält fest, in welche Richtung und mit welchen Massnahmen das Verkehrssystem im Stadtteil III weiter entwickelt und wie die Verträglichkeit des Individualverkehrs mit den Ansprüchen der Wohnbevölkerung verbessert werden kann.

 

Wohnquartiere aufwerten

Der Stadtteil III gilt heute als Stadtteil mit attraktiven Quartieren. Die frühere Verdrängung von Wohnraum insbesondere im Mattenhof konnte gestoppt werden. Die stadtnahen Quartiere zeigen eine starke Durchmischung von Wohnen und Arbeiten. Ziel der Quartierplanung ist, die Wohnquartiere zu erhalten und aufzuwerten. Ausserdem bezweckt die Quartierplanung, das Angebot an Naherholungsflächen und Versorgungsmöglichkeiten zu verbessern und die gemeinsame Identität des Stadtteils III zu stärken.

Bezüglich Individualverkehr sollen die Möglichkeiten zur Verkehrsverlagerung auf die Autobahn ausgeschöpft, der Schutz der Wohnquartiere weiter verstärkt und die Verträglichkeit des Verkehrs mit den Ansprüchen der Wohnbevölkerung verbessert werden.

 

Fokus auf vier Teilgebiete

Der Quartierplan zeigt für den ganzen Stadtteil III, welche Wohngebiete, Freiräume und Strassenräume heute über eine gute Qualität verfügen und wo Handlungsbedarf und Entwicklungspotentiale bestehen. Der Fokus für die Weiterentwicklung des Stadtteils wird auf vier Teilgebiete gelegt:

  • Im Raum Holligen-Ausserholligen wird durch die Abfolge attraktiver Freiräume das Angebot an breit nutzbaren Freizeit- und Erholungsflächen deutlich verbessert. In direkter Nachbarschaft zu diesen Freiräumen entstehen neue Wohngebiete wie Mutachstrasse oder Warmbächliweg. In Ausserholligen soll sich im Bereich Europaplatz / Marti-Areal / Schlossstrasse längerfristig ein linear-räumliches Stadtteilzentrum entwickeln.
  • Im Gebiet Weissenstein-Weissenbühl besteht die Absicht, die Naherholungsgebiete Könizbergwald, Steinhölzliwald, Aareraum und Gurten für Fussgängerinnen und Fussgänger besser zu vernetzen. Der Bahnhof Weissenbühl und die geplante S-Bahnstation Waldegg werden als attraktive ÖV-Umsteigeknoten ausgebildet.
  • Der Aareraum Marzili / Sandrain ist ein wichtiger Erholungs-, Erlebnis- und Naturraum, welcher gestärkt und besser zugänglich gemacht wird. Potential zur Schaffung von Wohnraum besteht auf dem Gebiet des ehemaligen Seminars (Brückenstrasse) und entlang der Sandrainstrasse im Gaswerkareal.
  • Beim Eigerplatz wird durch die Aufwertung der öffentlichen Freiflächen das Stadtteilzentrum gestärkt und die Verträglichkeit des Verkehrs auf den grossen Einfallsachsen verbessert. Dazu werden die Synergien mit dem geplanten Tram Köniz-Ostermundigen genutzt. Im Gebiet Brunnmatt soll durch bauliche und funktionelle Entwicklung ein neuer Identifikationsort und verkehrsberuhigter Platz entstehen.

 

Verkehrsbelastung reduzieren

Eine hohe Anzahl von Arbeitsplätzen und die Nähe zur Innenstadt zeichnen den Stadtteil III aus. Er hat deshalb einen höheren Anteil an „hausgemachtem Verkehr“ als andere Stadtteile. Weiter fehlen im Süden der Stadt Strassen mit grosser Kapazität (Hochleistungsnetz), auf welchen der überkommunale Durchgangsverkehr kanalisiert werden könnte. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sind deshalb für den Stadtteil III von grosser Bedeutung. Ergänzend dazu soll mit dem Teilverkehrsplan MIV der motorisierte Individualverkehr im Stadtteil III besser mit den Bedürfnissen der Wohnbevölkerung in Einklang gebracht werden.

 

Zu diesem Zweck schlägt der Teilverkehrsplan MIV vor, in einem ersten Schritt das heutige System zu optimieren. Darauf aufbauend soll auf der Ziegler- und Belpstrasse ein Einbahnsystem eingeführt werden, das die negativen Auswirkungen des Autoverkehrs entlang dieser Strassenabschnitte deutlich verringern würde. Zudem könnten diese Abschnitte städtebaulich aufgewertet werden.

 

Wo Wohnquartiere trotz diesen Massnahmen weiterhin ungenügend vor dem Durchgangsverkehr geschützt sind, soll mit gestalterischen und organisatorischen Massnahmen zur Verkehrsreduktion und allenfalls auch mit Durchfahrtsbeschränkungen (Wabenlösung) Abhilfe geschaffen werden. Damit nimmt der Teilverkehrsplan MIV auch eine Forderungen auf, die 2001 in einer Vereinbarung zwischen Gemeinderat und der Organisation „Läbigi Stadt“ festgehalten wurde. Die Akzeptanz solcher Verkehrlenkungsmassnahmen soll im Rahmen der Mitwirkung abgeklärt werden.

 

Mitwirkung

Die Mitwirkungsunterlagen können ab sofort während den Bürozeiten an folgenden Orten eingesehen werden:

-          Stadtplanungsamt Bern, Zieglerstrasse 62, Bern

-          BauStelle, Bundesgasse 38, Bern

-          Quartierbüro Holligen an der Schlossstrasse 87A

Unter http://www.bern.ch/online/mitwirkungen sind sie zudem online verfügbar Die Kurzfassung wird zusammen mit dem Quartiermagazin an alle Haushalte im Stadtteil III verteilt. Am Samstag 9. Mai 2009 findet um 10 Uhr im Kirchgemeindehaus Frieden eine Orientierungsveranstaltung in Form eines Workshops statt. Mitwirkungseingaben können bis am 31. August 2009 beim Stadtplanungsamt eingereicht werden.

 

 

Downloads

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentReferat A. Tschäppät 23.04.2009 17.8 KB
Datei PDF documentReferat C. Wiesmann 23.04.2009 29.1 KB
Datei PDF documentReferat H. Staub 23.04.2009 25.1 KB
Datei PDF documentReferat R. Rytz 23.04.2009 25.1 KB

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