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14. Mai 2009 | Gemeinderat, Direktionen

Stadtpräsident zur Kooperation des „Bund“ mit dem „Tages-Anzeiger“

Wie die Tamedia AG heute mitgeteilt hat, wird die Tageszeitung „Der Bund“ nicht eingestellt, sondern eine Kooperation mit dem Tages-Anzeiger eingehen. Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät nimmt wie folgt dazu Stellung:

«Es ist zwar bedauerlich, dass mit der beschlossenen Kooperation zwischen dem „Bund“ und dem „Tages-Anzeiger“ Arbeitsplätze verloren gehen und es nicht gelungen ist, den „Bund“ vollumfänglich als eigenständiges Blatt zu erhalten. Gleichwohl ist der Entscheid der Tamedia AG positiv zu werten, weil damit sichergestellt wird, dass die Bundesstadt mit dem Kooperationsprojekt „Bund“ und der „Berner Zeitung“ weiterhin über zwei redaktionell unabhängige Tageszeitungen verfügt. Der Gemeinderat hat stets betont, dass jede Lösung zu begrüssen ist, die darauf ausgerichtet ist, dass es zwei Bezahlzeitungen in Bern gibt.

 

Der Entscheid der Tamedia AG stellt zum einen ein Bekenntnis zur Medienvielfalt und zum Medienplatz Bern dar. Auf regionaler und kantonaler Ebene bleibt mit den Tageszeitungen „Bund“ und „Berner Zeitung“ der publizistische Wettbewerb erhalten. In diesem Zusammenhang ist auch die Absicht der Tamedia AG zu begrüssen, dass sich die beiden Zeitungen künftig publizistisch noch stärker als bisher unterscheiden sollen. Der Gemeinderat der Stadt Bern erhofft sich davon mehr journalistische Meinungsvielfalt. Zum anderen ist der Entscheid auch ein Bekenntnis zur Bundesstadt. Damit trägt die Tamedia AG der Bedeutung Berns als Politzentrum der Schweiz Rechnung.

 

Zu anerkennen ist schliesslich auch, dass sich das Medienunternehmen bei seinem Entscheid nicht allein von betriebswirtschaftlichen Überlegungen hat leiten lassen, sondern sich auch seiner medienpolitischen Verantwortung bewusst ist. Die billigste Lösung – eine Fusion von „Bund“ und „Berner Zeitung“ - wäre sowohl für Bern als auch für die Medienlandschaft Schweiz keine gute Lösung gewesen.

 

Aus diesen Gründen bin ich der Ansicht, dass das Kooperationsprojekt es verdient, eine Chance zu bekommen und unterstützt zu werden.»

 

Präsidialdirektion der Stadt Bern

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