Navigieren auf Mediencenter

Benutzerspezifische Werkzeuge

Servicenavigation

Content navigation

3. September 2009 | Gemeinderat, Direktionen

Auflösung der Eisblockwette auf dem Waisenhausplatz

Heute um 10 Uhr ist die Eisblockwette der Stadt Bern auf dem Waisenhausplatz aufgelöst worden. Insgesamt 3481 Bernerinnen und Berner haben mitgewettet. Das Ergebnis ist eindrücklich: 60 von ursprünglich 1000 Kilo Eis sind im Minergie-P-Häuschen nach 23 Tagen Projektdauer übrig geblieben. Im Vergleichshäuschen war das ganze Eis schon nach 16 Tagen vollständig weggeschmolzen.

Die Eisblockwette fand just während des drittwärmsten August seit Messbeginn statt. Dennoch herrschten im Minergie-P-Häuschen konstante 6 bis 8 Grad Celsius. Diese kühle Temperatur machte es möglich, dass ein Teil des Eises die heissen Sommertage überlebte. Die Frage der Eisblockwette, die am 12. August startete, lautete denn auch: Wieviel mehr Eis wird im Minergie-P-Häuschen nach drei Wochen übrigbleiben? Das gut isolierte Minergie-P-Häuschen konnte trotz des heissen Wetters seinen Eisblock besser schützen. Im schlechter isolierten Häuschen schmolz das letzte Eis bereits sieben Tage vor Wett-Ende, das heisst nach gut zwei Drittel der Wettzeit. Dies entspricht einem Unterschied von 30 Prozent. Werden die 60 Kilo Eis (= 6 Prozent), die im Minergie-P-Häuschen am Ende gewogen werden konnten, dazugezählt, so ist es sogar rund 36 Prozent langsamer abgeschmolzen. Von den 3481 Teilnehmern des Wettbewerbs hat eine Person exakt auf die 60 Kilogramm getippt und damit den ersten Preis gewonnen. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Preise werden direkt benachrichtigt.

Positive Bilanz des Amts für Umweltschutz

Die tiefe Temperatur im Minergie-P-Häuschen ist ausschliesslich auf die bessere Isolation zurückzuführen und zeigt eindrücklich die Fortschritte, welche in den letzten 30 Jahren im energetischen Hausbau erzielt werden konnten. Die Projektverantwortlichen des Amts für Umweltschutz der Stadt Bern ziehen deshalb eine positive Bilanz: Das Projekt habe in weiten Bevölkerungskreisen auf die Bedeutung eines guten Wärmeschutzes aufmerksam gemacht. Mit der Eisblockwette wollte das Amt für Umweltschutz die Ziele des städtischen Programms „bern-saniert“ veranschaulichen, das mit Beratungen und Förderbeiträgen für energetische Gebäudesanierungen einen Beitrag zur Senkung des Gebäudeenergiebedarfes leistet. Doch Gebäude mit gutem Wärmeschutz brauchen nicht nur weniger Heizenergie, sondern bieten auch spürbar mehr Komfort.

Angenehmer Effekt: Draussen heiss, innen kühl

Ob Neubau, Sanierung oder Optimierung: Die Prinzipien des energiegerechten Bauens sind einfach. Nicht komplizierte Technologien sorgen für Energieersparnis, sondern der intelligent aufeinander abgestimmte Einsatz bewährter Techniken und Materialien zur Dämmung der Gebäudehülle. Die Eisblockwette veranschaulichte den Effekt der Isolation auf eindrückliche Art: Das Minergie-P-Häuschen konnte die Kälte im Innern konservieren, während draussen die heissen Tage die Temperaturen aufheizten. Für den Wohnbereich gilt dieser Effekt selbstverständlich auch: Eine gute Isolation verhilft dazu, mit möglichst geringem Energieaufwand die Hitze im Sommer draussen und die Wärme im Winter drinnen zu halten.

Die Eisblockwette in der Stadt Bern wurde vom Amt für Umweltschutz in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich organisiert. Sie stand unter dem Patronat von Minergie, PLANAT (Nationale Plattform Naturgefahren) sowie dem Schweizerischen Alpenclub.

 

Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie

Weitere Informationen.

Archiv

Fusszeile