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11. September 2009 | Gemeinderat, Direktionen

Bern will Obdachlosigkeit wenn immer möglich verhindern

Die Stadt Bern unterstützt einkommensschwache, mittellose Menschen und fördert ihre Wohnkompetenz – mit dem Ziel, dass sie auch in schwierigen Zeiten ihre Wohnung oder ihr Zimmer behalten können. Das sieht das überarbeitete Konzept des Gemeinderats zur Wohn- und Obdachlosenhilfe vor. Ist jemand schon obdachlos, so hilft die Stadt, ihm oder ihr ein Dach über dem Kopf zu finden.

Wenn die Zahl der Arbeitslosen steigt, ist Obdachlosenarbeit besonders wichtig. Verliert nämlich jemand seinen Job, ist die Gefahr gross, dass er oder sie auch das soziale Netz und den Wohnraum verliert. Das Konzept „Wohn- und Obdachlosenhilfe“ bildet die Grundlage für die künftige Obdachlosenarbeit in der Stadt Bern. Wichtigstes Ziel dieser Arbeit ist es, Obdachlosigkeit gar nicht erst entstehen zu lassen. Zu diesem Zweck sorgt die Stadt dafür, dass Gefährdete rechtzeitig beraten werden. Und die Direktion für Bildung, Soziales und Sport arbeitet eng mit der städtischen Liegenschaftsverwaltung zusammen und sorgt für günstigen Wohnraum für einkommensschwache und mittellose Menschen.

Obdachlose bedarfsgerecht unterbringen

Für Menschen, die ihr Obdach bereits verloren haben, stehen in der Stadt Bern rund 200 Plätze bereit. Sie reichen von einfachster Unterkunft mit minimaler Betreuung über betreutes Wohnen in speziellen Obdachlosen-Institutionen bis zu begleitetem Wohnen in einer Notwohnung oder in den eigenen vier Wänden. Angestrebt wird, dass Obdachlose nicht für immer obdachlos bleiben, sondern selbständig Wohnen lernen. Sie werden deshalb begleitet, beraten und in ihrer Wohn- und Sozialkompetenz gefördert. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung (Sozialdienst, Kompetenzzentrum Arbeit, Gesundheitsinspektorat), aber auch mit externen Stellen (psychiatrische Kliniken, Institutionen der Drogen- und Suchtkrankenhilfe, regionale und kantonale Stellen).

Angebot für „Drop-outs“ und mehr Fachpersonal nötig

In den nächsten Jahren sind in der Obdachlosenarbeit Massnahmen nötig. Zum Beispiel müssen einige Liegenschaften baulich angepasst werden. Viele Liegenschaften genügen den heutigen Ansprüchen nicht mehr, was die Infrastruktur oder die Aufteilung der Räume angeht. Zudem hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass es immer mehr vor allem jüngere, suchtkranke Obdachlose gibt, die sich selbst an minimale Regeln nicht halten können. Für diese sogenannten „Drop-outs“ braucht es ein besonderes Unterkunfts-Angebot, in welchem sie bestehende Angebote nicht stören können. Eine weitere Tendenz ist, dass die Obdachlosen schwieriger werden (Mehrfachproblematik Sucht, Gewaltpotenzial etc.). Das erfordert mehr Fachpersonal und entsprechend auch höhere Löhne. 
 

Organisation der Obdachlosenarbeit in der Stadt Bern

Die Obdachlosen- und Wohnhilfe in der Stadt Bern wird durch vier private Trägerschaften wahrgenommen, mit welchen die Stadt alle zwei Jahre neue Leistungsverträge abschliesst. Diese Trägerschaften sind: Heilsarmee Sozialwerk, WOhnenbern, Verein Wohn- und Lebensgemeinschaften in der Stadt und Region Bern sowie die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Stadt Bern (AKiB). Sie bieten zusammen 200 Plätze an. Im Jahr 2008 wurden 40'123 Übernachtungen gezählt.
Die Koordinationsstelle Obdachlosigkeit im städtischen Sozialamt koordiniert die Obdachlosenarbeit und ist gleichzeitig Ansprechstelle für die vier privaten Trägerschaften.

 

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Datei PDF documentKonzept des Gemeinderats zur Wohn- und Obdachlosenhilfe 11.09.2009 205.3 KB

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